CBD gerät in Spanien außer Kontrolle: Auf Terrassen wird joint geraucht

CBD ist in Spanien legal, doch das Rauchen von Blüten auf der Terrasse kann ein Bußgeld kosten. Wir beleuchten den juristischen Absurditäten und die Steuereinnahmen der US-Regulierung.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

CBD-Joints: der juristische Absurdität, den man auf den Terrassen riecht

Spanien hat einen Graumarkt geschaffen, auf dem CBD-Blüten legal gekauft werden können, doch das Rauchen eines Joints auf einer Terrasse kann ein Bußgeld von bis zu 600 Euro nach sich ziehen. Die Polizei ist ratlos und lässt Blüten ohne THC im Labor untersuchen, während sich die Bürger fragen, ob der Geruch von "Gras" nun strafbar ist oder nicht. Das Ergebnis: eine Verschwendung von Ressourcen und eine Verwirrung, von der nur die Verkäufer profitieren.

Ein juristisches Vakuum namens CBD

Das spanische Gesetz verbietet den Cannabiskonsum im öffentlichen Raum, unterscheidet aber nicht zwischen THC und CBD. Da CBD-Blüten genauso aussehen und riechen wie psychoaktives Hierba, müssen die Beamten Bußgelder verhängen und Proben ins Labor schicken, um den Gehalt zu bestimmen. Ein teurer und langwieriger Prozess, der die fehlende Anpassung der Rechtslage offenlegt. In den USA hat der regulierte Markt derweil seit 2021 mehr als 9,7 Milliarden Dollar an Steuern eingebracht – eine Zahl, mit der manche die vollständige Legalisierung fordern.

Belästigung und Rechte: Der Konsument raucht nicht allein

Nicht jeder sieht das wohlwollend. Manche beklagen, dass CBD-Rauchen in der Öffentlichkeit, auch wenn es nicht berauscht, genauso stinkt wie Hierba. "Es hat mir das Frühstück verdorben", beschwert sich ein Betroffener. Das spanische Gesetz zur öffentlichen Sicherheit (Ley de Seguridad Ciudadana) erlaubt Bußgelder für Konsum auf der Straße, unabhängig von der Substanz. Doch seine Anwendung auf CBD sorgt für Kontroversen: Ist es stimmig, etwas zu bestrafen, das im Laden nebenan verkauft wird?

Das CBD-Geschäft wächst unaufhörlich

CBD-Läden schießen in den Städten aus dem Boden. Verkauft werden Blüten, Hasch, Öle und Vapes mit synthetischen Cannabinoiden wie HHC oder THZ, die tatsächlich psychoaktive Effekte haben – zu hohen Preisen. Ein Nutzer erzählt, wie er 10 Euro pro Gramm für diese Produkte zahlte, während reines CBD 1 Euro kostet. Der Markt wird immer raffinierter, doch das Gesetz steckt noch in den 90er-Jahren.



Die Frage, die in der Luft bleibt: Traut sich Spanien, CBD so zu regulieren wie Tabak oder Alkohol, oder bleiben wir in dieser Komödie der Verwirrung? Die Zahlen aus den USA zeigen, dass der Kuchen saftig ist. Doch eines ist sicher: Der Geruch von Joints auf den Terrassen wird nicht verschwinden.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (45 Antworten).

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