Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Bulgarien rückt mit nur 26% Wahlbeteiligung Richtung Russland
Jotowas Sieg bringt Bulgarien näher an Russland – bei nur 26% Wahlbeteiligung und einer Körperschaftsteuer von 10%, eine der niedrigsten der EU
Bulgarien gleitet mit fast leeren Wahlurnen aus der europäischen Orbit
Welche Legitimität hat eine Regierung, die von nur einem von vier Wählern gewählt wurde? Der Wahlsieg, der Bulgarien in den Orbit Russlands zieht und die Unterstützung für die Ukraine schwächt, fand mit einer unbequemen Zahl statt: **nur 26% der Wählerschaft** machten von ihrem Stimmrecht Gebrauch. Die Nachricht macht bereits in Wirtschaftskreisen die Runde, mit einer Grundfrage, die niemand so richtig laut ausspricht: Ist die prorussische Wende echt oder nur das Nebenprodukt einer erschöpften Wählerschaft?
Den zeitlichen Rahmen setzte die Diskussion selbst: Jotowas Sieg wurde als tektonische Verschiebung auf dem europäischen Schachbrett gelesen, mit der entsprechenden Erschütterung für die Ukraine-Unterstützung. Und bei einer Wählerschaft, die sich kaum noch die Mühe macht zu wählen, lässt das Bild mehrere Deutungen zu.
Was die 26% Wahlbeteiligung in Bulgarien bedeuten
Die Zahl ist der Protagonist. **26% der Wählerschaft** sind keine stille Mehrheit: Es ist eine abwesende Mehrheit. Bei diesem Grad der Wahlenthaltung kommt jedes Wahlergebnis mit einem hinkenden Bein zur Welt, und manche behaupten, die daraus hervorgehende Regierung sei «lahm» und allem möglichen ausgesetzt. Die übliche institutionelle Lesart — der Gewinner regiert — kollidiert mit der elementaren Arithmetik: Drei von vier Wahlberechtigten blieben zu Hause.
Die Diskussion driftete schnell ins Wirtschaftliche ab. Bulgarien hat eine **Körperschaftsteuer von 10% auf den steuerlichen Gewinn**, einen der niedrigsten Sätze in der Europäischen Union, geltend sowohl für ansässige Gesellschaften als auch für ausländische Unternehmen mit Betriebsstätte. Das ist die Art von Zahl, die einem Investor wichtiger ist als die Farbe der neuen Regierung.
Die 10% Körperschaftsteuer, die niemand verlieren will
Diese 10% machen das Land zu einer Art *Andorra für Unternehmen* innerhalb des EU-Clubs, und das Land, so heißt es, ist im Aufschwung. Der Vergleich mit Frankreich — wo über **60% des BIP in Staatshänden** spekuliert wird — dient als Kontrast für alle, die argumentieren, dass niedrige Besteuerung kein ideologischer Kapriz ist, sondern ein Wettbewerbsvorteil.
Dort öffnet sich der Riss. Für die einen ist die bulgarische Wende ein Erbe der *UdSSR*, die ihre Satelliten nie freigibt. Für die anderen ist der Schuldspruch die EU, die ihre eigenen auch nicht freigibt, und das bulgarische Beispiel beweist, dass man etwas anderes wählen kann. Die Debatte wird vergiftet, sobald jemand daran erinnert, dass die bulgarische Achse **nationalistische Linke gegen liberale proeuropäische Rechte** lautet — dasselbe Schema wie in der Slowakei.
Die Achse nationalistische Linke gegen proeuropäische Rechte
Der Vergleich mit der Slowakei ist kein Zufall: Er beschreibt ein Muster, das sich in Osteuropa wiederholt, wo das Etikett prorussisch oder proeuropäisch oft einen prosaischeren Streit über fiskalische und politische Souveränität überdeckt. Und dort beginnt die Debatte über die Normalisierung der Sprache: Es wird darauf hingewiesen, dass die Aufteilung der Landkarte in Prorussen und den Rest ein automatischer Reflex geworden ist, wobei prorussisch zu sein, in der wohlwollendsten Definition, bedeutet, sich gegen den Krieg auszusprechen und gute Beziehungen zum größten Land Europas zu pflegen.
Die trockene Ironie liefert die Arithmetik: Eine Regierung mit 26% der Wählerschaft im Rücken hat dieselbe Legitimität wie eine zufällig gewählte Eigentümergemeinschaft. Und mit diesem Fundament ist jede Prognose überflüssig.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (31 Antworten).
Die AfD legt einen Plan vor, um die EU in eine Union Souveräner Nationen umzuwandeln, die Europawahlen abzuschaffen und die Macht von Von der Leyens Kommission zu beschneiden.
Zwei Sichtweisen prallen auf Europas Niedergang: äußerer Angriff von Russland und den USA oder bürokratischer und energetischer Suizid? Eine Analyse der Risse in der EU.
Ein Nutzer fragt nach Vorbereitungskursen für EU-Verwaltungsposten. Das AD5-Gehalt liegt bei ca. 5.000 €, doch der übliche Einstieg erfolgt über befristete Verträge.
Salvados kündigt eine Programmänderung an und zeigt statt des Interviews mit Pedro Sánchez eine Reportage über Almudena Cid – mitten in den Nachwirkungen des Zugunglücks von Adamuz.
Das spanische MMORPG La Prisión (2000) kehrt 2026 mit technischem Facelift zurück, nachdem die Server 2018 wegen Spielermangel abgeschaltet wurden. Hier gibt es die Geschichte dazu.