Brüssel räumt Manipulation der spanischen Arbeitslosenzahlen ein

EU-Kommissar bestätigt, dass Spanien die Arbeitslosenstatistik manipuliert: 1,1 Millionen versteckte Arbeitslose und falsche Festanstellungen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

EU-Kommissar räumt ein, was viele vermuteten: Spaniens Arbeitslosendaten sind geschönt

Ein typisches Bild in jeder SEPE-Behörde (spanische Arbeitsagentur): Ein Arbeitnehmer meldet sich als Arbeitssuchender an, taucht aber nicht in den Arbeitslosenzahlen auf. Das ist kein statistischer Fehler, sondern das Ergebnis einer Methodik, die systematisch Millionen von Menschen ausschließt. Und nun räumt sogar Brüssel dies ein.

Die Methodik, die die wahre Arbeitslosigkeit verdeckt

Den gesammelten Daten zufolge nutzt die spanische Regierung das Kriterium des „registrierten Arbeitslosen“, das zahlreiche Gruppen ausklammert: Erstbewerber, Studenten, Teilzeitkräfte, Teilnehmer an Schulungen und Empfänger von Agrarsubventionen. Während die offizielle Quote bei rund 12 % liegt, nähert sich die tatsächliche Arbeitslosigkeit der Marke von 20 %.

Eine Analyse des Ökonomen Marc Vidal beziffert die Zahl der Personen, die seit Monaten weder Geld beziehen noch arbeiten und nicht als arbeitslos gelten, auf 870.000. Würden sie hinzugezählt, läge die reale Quote bei 15,6 %. Andere Schätzungen sehen die versteckten Arbeitslosen bei 1,1 Millionen, während die Gesamtzahl der Arbeitssuchenden mit über 4,3 Millionen wieder Vorkrisenniveaus erreicht.

Leistungsabgaben: Ein Indikator, der die Falle entlarvt

Wenn die Arbeitslosigkeit sinkt, sollten auch die Leistungsausgaben fallen. Doch das Gegenteil ist der Fall: Im Juni stiegen sie um 6 % auf 1.851,6 Millionen Euro, und die Zahl der Empfänger wuchs um 1,5 %. Der Widerspruch ist so offensichtlich, dass selbst der EU-Kommissar die Manipulation eingestehen musste.

Darüber hinaus hat die Arbeitsmarktreform von Yolanda Díaz die sogenannten „falschen unbefristeten Verträge“ explodieren lassen: 1,31 Millionen Menschen haben unbefristete Verträge, aber mehrere davon unterschrieben, was die Beschäftigungszahlen aufbläht, ohne die tatsächliche Stabilität zu verbessern. Auch Mehrfachbeschäftigungen verzerren das Bild: 1.736.734 Beitragsmeldungen entsprechen nur 823.107 Personen, wobei derselbe Arbeitnehmer bis zu sechsmal gezählt wird.

Betrug und Festnahmen: Die dunkle Seite der Zahlen

Die Manipulation beschränkt sich nicht nur auf die Statistik. Im strafrechtlichen Bereich wurden bereits 25 Personen wegen eines millionenschweren Betrugs im Zusammenhang mit der Kapitalisierung von Arbeitslosengeld festgenommen, einem System, das missbräuchliche Leistungsbezüge ermöglicht. Der Zusammenhang zwischen gefälschten Daten und Wirtschaftskriminalität ist immer schwerer zu ignorieren.

Währenddessen verspricht die Regierung 250.000 Jobs für Migranten bei einer offiziellen Arbeitslosenquote von drei Millionen. Diese Diskrepanz allein ist verwirrend.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (211 Antworten).

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