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BMW oder Mercedes mit 200.000 km: Der 3.000-Euro-Plan
Ein Fahrer erwägt den Kauf eines BMW oder Mercedes von 2004-2008 für 2.000-5.000 Euro und über 200.000 km. Die versteckte Rechnung sind die Premium-Wartungskosten.
BMW oder Mercedes mit 200.000 km: Der 3.000-Euro-Plan
Mit einem Budget von 2.000 bis 5.000 Euro, einer Garage in Valencia und der Gewissheit, dass die Umweltplakette ihn nicht stören wird, egal wer regiert, stellt ein Fahrer einen Plan auf: Auf das neue Auto für 50.000 Euro verzichten und sich eine deutsche Limousine aus den Jahren 2004 bis 2008 mit mehr als 200.000 Kilometern auf dem Tacho kaufen. Die Frage, ob dies eine Chance oder eine Falle ist, löst über hundert Antworten aus, ohne dass jemand sie abschließend klären kann.
Der Ausgangspunkt ist wirtschaftlich. Die Anschaffungskosten sind gering, aber die Wartung einer Premium-Limousine wird nicht billiger, nur weil das Auto zwanzig Jahre alt ist. Hier liegt die erste ernste Warnung: Reifen, Bremsen, Automatikgetriebe und Motorschäden werden zum Markenpreis abgerechnet, nicht zum Preis eines Kleinwagens. Die Spanne von 2.000 bis 5.000 Euro kauft das Auto; sie kauft keine Ruhe.
Welchen Motor wählen und welchen meiden?
Die Diskussion füllt sich schnell mit konkreten mechanischen Hinweisen. Der 220 CDI Diesel mit 150 PS und seine Version mit 170 PS aus den Jahren 2007 und 2008 haben einen guten Ruf für Zuverlässigkeit, wobei das Fünfgang-Automatikgetriebe als felsfest beschrieben wird, sofern es gewartet wurde. Auch der Reihen-Sechszylinder 320 CDI schneidet gut ab, während der V6, der ihn 2006 ablöste, als problematisch gilt. Über den Fünfzylinder 270 CDI herrscht Uneinigkeit: Wunder auf der einen Seite, Vorbehalte auf der anderen.
Bei BMW liegt der Fokus auf der Serie 3 E46 von 2000 bis 2003, geschätzt wegen Preis, Optik und einer ihr zugeschriebenen Zuverlässigkeit. Die technische Warnung ist konkret: Die Kunststoffklappen im Ansaugkrümmer des 2.0 Turbodiesels brachen oft, gelangten in die Zylinder und verursachten schwere Ventilschäden. Empfohlen wird zu prüfen, ob sie durch verstärkte Teile ersetzt, entfernt wurden oder noch vorhanden sind.
Kilometerstand ist nicht das Problem; Historie schon
Die zentrale Zweifel des Käufers – ob 200.000 oder 400.000 Kilometer einen sterbenden Motor bedeuten – erhält eine ziemlich einheitliche Antwort: Bei diesen Marken nein. Manche behaupten, sie halten locker eine Million Kilometer aus, andere berichten von einem E46 Kombi, der für 800 Euro mit einem Schrottmotor gekauft wurde und immer noch fast 60.000 Kilometer pro Jahr auf Autobahnen zurücklegt.
Das eigentliche Risiko ist ein anderes: Importfahrzeuge mit manipuliertem Kilometerstand. Die wiederholte Empfehlung lautet, nationale Einheiten zu suchen, Berichte der DGT (spanische Straßenverkehrsbehörde) anzufordern und Verkäufern zu misstrauen, die Fahrzeuge aus dem Ausland bringen. Die Warnung richtet sich nicht gegen die Motoren, sondern gegen die Dokumentation.
Ist der Wechsel von Front- zu Heckantrieb gefährlich?
Der Käufer gesteht, dass er immer Frontantrieb gefahren hat und Angst vor einer Überraschung in der Kurve mit einem Hecktriebler hat. Die Antwort ist zweigeteilt. Zum einen wird daran erinnert, dass Heckantrieb mehr Feingefühl erfordert, besonders bei Regen, und manche behaupten, die Serie 3 sei unter den Fahrzeugen mit den meisten Unfällen aufgrund der Kombination aus anspruchsvollem Auto und unerfahrenem Fahrer. Zum anderen wird darauf hingewiesen, dass Fahrassistenzsysteme die Fehlertoleranz erhöhen.
Die Anekdote, die die Sache zusammenfasst: Ein Besitzer beschreibt, wie er sah, wie ein E46 seitwärts auf die Gegenfahrbahn geriet. Der wiederholte Rat lautet, eine Kartbahn zu besuchen, um zu prüfen, ob man mit Gegelenkung zurechtkommt, bevor man entscheidet.
Die Alternative, die niemand hören will
Angesichts der deutschen Wette taucht die Strömung auf, die verteidigt, dass eine Premium-Marke nur dann Sinn macht, wenn man ihre Wartung problemlos finanzieren kann. Das Argument: Wenn das Budget dazu zwingt, billige Teile auf Schrottplätzen zu suchen, sind ein Toyota oder Honda viel effizienter für das einzige Ziel, nämlich Zuverlässigkeit. Der Vergleich wird gezogen, dass die Reparatur des Turboladers eines deutschen Golf mehr kostet als der Austausch der Hybridbatterie eines Prius.
Manche erinnern auch daran, dass der Markt für diese Autos durch Umweltzonen eingeschränkt ist. Der Käufer antwortet, dass er in Valencia unter der aktuellen Regionalregierung mindestens acht Jahre lang keine Einschränkungen erwartet. Die vollständige Kalkulation, einschließlich Fristen, Vorschriften und Wartungskosten über zehn Jahre, bleibt ungelöst.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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