Billige LED-Lampen: Die Ersparnis, die teuer wird
LED-Lampen online zu kaufen ist zu einem Glücksspiel geworden. Dasselbe Modell, zwei Stück, zwei unterschiedliche Leistungen. Eine Packung, die 8W verspricht und 25 verbraucht. Ein Lichtton, der in der Werbung warmweiß aussieht und im Wohnzimmer grün wirkt. Die Frage, die den Hausverbrauch seit Jahren begleitet — wo kauft man LED-Lampen, ohne übers Ohr gehauen zu werden — hat bis heute keine eindeutige Antwort, und die Daten, die Vielfäufer zusammengetragen haben, erklären warum.
Was die sagen, die den realen Verbrauch messen
Den unangenehmsten Wert liefert ein Käufer, der eine bei eBay gekaufte Lampe mit einem Heim-Energiemonitor gemessen hat: Das Gerät zeigte zwischen 16 und 25W für eine Lampe, die als 8W beworben wurde. Die Spanne war so groß, dass selbst der Käufer sie nicht ganz glaubte — „ist nicht genau", räumte er ein —, aber der Verdacht war gesetzt.
Ein anderer Nutzer machte den Test mit einem Einzelmessgerät aus dem Baumarkt Leroy Merlin, Modell Chacon, für etwa 11,5 Euro, mit einer angegebenen Abweichung von 0,5%. Die Ergebnisse waren weniger dramatisch, aber ebenso aufschlussreich: Eine OSRAM E27 mit 10W und 810 Lumen verbrauchte 11,5W; eine LEDARE E27 mit 10W und 600 Lumen, 10,7W. Markenlampen überschreiten den angegebenen Wert zwar auch, aber in vernünftigem Rahmen. Die chinesischen, so die Berichte, spielen in einer anderen Liga.
Das Farbproblem: Wenn das Licht dich verrät
Die Leistung ist nicht die einzige offene Baustelle. Der Lichtton ist die andere. Ein Käufer mit Erfahrung im Direktimport aus China sagt es ohne Umschweife: LED-Lampen von chinesischen Seiten „haben einen furchtbaren Grünstich", sodass jeder, der darunter steht, „wie ein Echse aussieht". Seine Lösung: Er mischt sie unter Markenlampen, eine auf fünf, um den Effekt in Wintergärten und langen Fluren zu kaschieren.
Die Antwort auf dieses Argument kam schnell: Und die Farbtemperatur? Der Käufer bleibt dabei, dass es keine Frage der Kelvin ist, sondern dass „sie das eine ankündigen und das Ergebnis dann ganz anders aussieht". Das heißt, das Problem ist nicht, ob sie warm oder kalt sind, sondern dass sie nicht das sind, was sie vorgeben zu sein.
IKEA, die Option, die kaum jemand anzweifelt
Mitten im Import-Chaos gibt es einen erstaunlichen Konsens: die LED-Lampen von IKEA. Mehrere Käufer sind sich einig, dass die 6W-Lampen für 5 Euro problemlos eine 11W-Energiesparlampe oder eine 40W-Halogenlampe ersetzen. Die 11W-Versionen für 12 Euro geben mehr Licht als erwartet. Und manche heben die zweijährige Garantie als wichtigstes Argument hervor.
Nicht alles ist Lob. Ein Käufer testete die LEDARE GU10 mit 4W und 2700K für 6,99 Euro, und sein Urteil war vernichtend: "WENIG LICHT UND SEHR TEUER FÜR DAS LICHT". Ein anderer Nutzer hingegen installierte acht Stück in seinem Haus, nachdem er 12V-50W-Halogenlampen mit Trafo ersetzt hatte, und war mit dem Ergebnis zufrieden, schließt das Modell für Badezimmer aber wegen Helligkeit und Farbe aus.
Marken, Shops und das ewige Preisdilemma
Die Auswahl an Anbietern, die Vielfäufer nutzen, ist breit: DealExtreme, Focalprice, eBay, AliExpress, Amazon, Bricomart, Leroy Merlin, Ikea. Bei DealExtreme hat ein Nutzer rund 25 Lampen gekauft, mit nur ein oder zwei Ausfällen, „leicht zu beheben". Bei Bricomart kostet ein Viererpack mit 900 Lumen und 10W 14,95 Euro, also 3,74 Euro pro Stück.
Die Marke hat Gewicht. Philips und Osram gelten als Qualitätsmaßstab, mit dem Hinweis, dass sie die teuersten sind. Eine deutsche Website, leds.de, verkauft Topmarken mit Versandkosten von rund 10 Euro per DHL Express, was sich nur bei großen Bestellungen lohnt. Und manche erinnern daran, dass alle LED-Lampen in China hergestellt werden — wer also das Doppelte für eine von einer europäischen Marke importierte zahlt, zahlt am Ende für den Zwischenhändler.
Der Betrug, den man nicht in Watt misst
Jenseits von Verbrauch und Farbe zieht sich ein tiefer liegendes Problem durch die ganze Diskussion: die Zuverlässigkeit der Shops. Ein Nutzer meldete, dass ein frisch registriertes Profil in seiner ersten Nachricht einen Online-Shop mit Link empfahl, ohne Profilbild und ohne Historie. Die Antwort war deutlich: "Lehrbuch-SPAM". Ein ähnlicher Fall endete mit "Soll ich dir ein paar Ideen geben, wohin du deinen SPAM stecken kannst?".
Das Misstrauen ist nicht unbegründet. Ein Käufer fasst die Erfahrung mit chinesischen Lampen in einem Satz zusammen: "Nach 2 Jahren gehen sie kaputt oder früher". Ein anderer weist darauf hin, dass zwei bei AliExpress gekaufte Lampen, "äußerlich identisch und angeblich mit demselben LED", einen deutlichen Unterschied in der Lichtleistung zeigten.
Das Fazit aus all dem ist kein angenehmes: Einen perfekten Shop gibt es nicht. IKEA bietet Garantie und einen moderaten Preis; die traditionellen Marken verlangen mehr, halten aber, was sie versprechen; chinesische Importe sind ein Glücksspiel, bei dem es manchmal gut läuft und manchmal eine Echse herauskommt. Lohnt es sich, pro Lampe 5 Euro zu riskieren, um am Ende mit einem 11,50-Euro-Messgerät Wattwerte zu messen?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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