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Billige Drohnen und Raketen begraben Panzer und Kriegsschiffe in der Ukraine
FPV-Drohnen für 500 Euro zerstören Panzer im Wert von 4 Millionen. Der Untergang der Moskwa und der Ukraine-Krieg begraben Panzer und Kriegsschiffe. Ist konventionelles Kriegsgerät überholt?
Wie Drohnen die Panzer im Ukraine-Krieg obsolet gemacht haben
Ende März 2022, kaum 24 Tage nach der russischen Invasion, wies eine Analyse in einem Militärforum bereits auf das hin, was heute eine Binsenweisheit ist: Panzer, Flugzeuge und bemannte Schiffe haben ihre Vorherrschaft verloren. Der Ukraine-Krieg ist zum Labor geworden, in dem Drohnen und billige Raketen bewiesen haben, dass sie mehrmillionenteure Panzer mit verblüffender Leichtigkeit zerstören können. Der Untergang des Kreuzers Moskwa im April 2022, getroffen von zwei Seezielflugkörpern, war nur die Warnung. Seitdem sind Bilder von russischen Panzern, verkohlt durch FPV-Drohnen oder Javelin-Raketen, viral gegangen, und die Debatte über die Obsoleszenz konventioneller Waffen hat sich von der Theorie zur Realität verschoben.
Die Ökonomie der Zerstörung: 500-Euro-Drohnen gegen 4-Millionen-Panzer
Das zentrale Argument der Analyse ist die Kostenasymmetrie. Eine FPV-Drohne aus handelsüblichen Komponenten kann nur wenige hundert Euro kosten. Eine Javelin-Panzerabwehrrakete kostet rund 80.000 Dollar. Demgegenüber kostet ein russischer T-72 etwa 2 Millionen, ein Leopard 2 über 5 Millionen. Das Wechselverhältnis ist brutal: Selbst wenn mehrere Drohnen für einen Treffer nötig sind, bleibt die Kostenbilanz zugunsten des Verteidigers. Das hat Russland zu einem Taktikwechsel gezwungen: Raketen werden aus großer Distanz (5 km oder mehr) abgefeuert, und iranische Schahed-Drohnen (Geran) dienen als Sättigungsmunition. Die zivile Industrieproduktion ermöglicht eine Skalierbarkeit, die die traditionelle Rüstungsindustrie nicht erreichen kann, und löst damit Produktionsengpässe.
Vom Schlachtfeld aufs Meer: die Moskwa und das Ende der Überwasserflotte
Der Untergang der Moskwa war kein Unfall. Er zeigte, dass selbst ein Flaggschiff mit Luftabwehr verwundbar ist gegenüber von Land abgefeuerten Seezielflugkörpern. Der Vorfall bestätigte, was viele vermutet hatten: Große Überwasserschiffe sind in einem Konflikt mit Küstenangriffsfähigkeit zu Hochrisiko-Objekten geworden. Unterdessen zeichnen sich Unterwasser-Mutterschiffsdrohnen, die Schwärme von Mikrodrohnen aussetzen können, und strategische U-Boote als neue, schwer abfangbare Plattformen ab. Der Seekrieg wandelt sich hin zu Unsichtbarkeit und Sättigung.
Doch nichts ist entschieden: Gegenmaßnahmen und urbaner Krieg
Das Begräbnis des Panzers ist jedoch nicht unumstritten. Ein Teil der Analyse weist darauf hin, dass Drohnen verwundbar sind gegenüber elektronischer Kriegsführung und angepassten Luftverteidigungssystemen. Entscheidend ist die Entwicklung von Gegenmaßnahmen: Laserkanonen, Frequenzstörsender und dezentralisierte C4I-Systeme, um feindliche Drohnen auszuschalten. Zudem erfordert die Besetzung von Städten weiterhin Infanterie und gepanzerte Unterstützungsfahrzeuge. Wie in Mariupol und Bachmut zu sehen war, lässt sich eine Stadt mit Artillerie und Raketen verwüsten, aber besetzen lässt sie sich nur mit Stiefeln am Boden. Der Panzer ist nicht tot; seine Rolle hat sich auf sehr spezifische Szenarien verengt, und sein Überleben hängt von der Integration in Drohnenabwehrsysteme ab.
Der Ukraine-Krieg schreibt ein neues Handbuch der Kriegsführung, in dem der niedrige Preis und die Massenproduktion von Plastikdrohnen die militärische Überlegenheit neu definieren. Der Konsens, selbst in Medien wie El País, ist, dass bemannte Fahrzeuge gegenüber den billigen Drohnen obsolet geworden sind. Doch das letzte Wort haben die Gegenmaßnahmen, und der Mensch bleibt nötig, um in den Städten Fuß zu fassen. Der gewaltige Wendepunkt ist da, doch sein Ausgang ist noch nicht besiegelt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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