Billig-Barbershops und das Aus der klassischen Friseursalons

Sanierte Ladenlokale, Haarschnitte für 7-10 Euro und klassische Salons, die schließen: Die Branche sortiert sich neu um, und nicht jede Rechnung geht auf

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Barbershops für 10 Euro: Wer den Friseur um die Ecke ersetzt

Der klassische Barbershop schließt nicht aus einem Grund. Er schließt aus vier Gründen gleichzeitig, und keiner davon lässt sich durch einen niedrigeren Schnittpreis beheben. Die Steuerlast für Selbstständige, die alles korrekt anmelden. Der Mangel an Nachwuchs in handwerklichen Berufen. Eine Kundschaft, die Kaufkraft verloren hat und jeden Euro umdreht. Und eine Konkurrenz, die 7 oder 10 Euro pro Service verlangt und trotzdem weiter Läden eröffnet. Das Ergebnis ist in jeder durchschnittlichen Kleinstadt zu sehen: der Friseur um die Ecke geht, der sanierte Barbershop kommt.

Der Haarschnitt, der nicht mit der Kasse übereinstimmt

Das am häufigsten angeführte Argument ist eine simple Rechnung. Ein Laden mit Gewerbeerlaubnis, Strom, Wasser und Sozialversicherungsbeiträgen als Selbstständiger hat eine Kostenstruktur, die einen Haarschnitt für 7 Euro nicht hergibt. Wenn der Preis die Miete nicht deckt, dann ist entweder das Aufkommen enorm, oder etwas anderes trägt das Geschäft. Daraus entsteht der Verdacht, der die ganze Angelegenheit durchzieht: dass ein Teil dieser Betriebe als Fassade für Geldwäsche dient und nicht als Friseurbetrieb. Zur Präzision: Es ist eine Hypothese, kein Urteil. Es liegt kein Beschluss vor, der das allgemein bestätigt.

Belegt ist dagegen die Dichte. In bestimmten Vierteln zählt man fünf oder sechs Läden auf hundert Metern Umkreis, mit kaum sichtbarer Kundschaft und neuem Mobiliar. Nur wenige Geschäfte überleben einen so engen Wettbewerb, wenn sie dasselbe zum selben Preis verkaufen. Die Frage bleibt offen.

Die Nachfolge, die nie kam

Es gibt einen Faktor, der allem vorausgeht und den man kaum je sehen will: Niemand erbt das Handwerk. Der Friseur geht in Rente, seine Kinder wollen die Schere nicht, und der Laden wird übergeben. Parallel dazu hat die Kundschaft mit mittlerem Einkommen ihre Ausgaben gekürzt, und viele haben sich eine Maschine gekauft und schneiden sich zu Hause selbst. Keine Wirtschaftsstruktur hält einen solchen Aderlass aus, ohne dass jemand Neues durch die Tür kommt.

Das Misstrauen und seine Grenzen

Das eigentliche Problem ist nicht die Farbe des Ausweises dessen, der schneidet, sondern der Verdacht, dass die Regeln nicht für alle gleich sind. Es wird behauptet, manche Läden senkten ihre Kosten, indem sie im Schatten arbeiteten, Schwächephasen ausnutzten und gegen die konkurrierten, die alles ordentlich bezahlen. Wäre das im großen Stil wahr, wäre der Markt kein Wettbewerb mehr, sondern etwas anderes. Wenn nicht, dann gibt es eine Menge eigener Rechnungen zu prüfen.



Wenn das Muster so bleibt, wird der Terminsalon als Nischenservice überleben: teurer, seltener, mit treuer Kundschaft. Der billige Haarschnitt wird sich als Standard durchsetzen. Das ist eine Prognose mit Vorbehalten, denn sie hängt von etwas ab, das bisher niemand getan hat: die Bücher der Läden wirklich offenlegen, die eröffnen, schließen und wieder eröffnen, ohne nennenswerte Kundschaft.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (75 Antworten).

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