BiciMAD-Fahrrad in Madrids Stadtteil Vallecas gestohlen: Nutzer zahlt 32 Euro nach Anzeige

In Vallecas in Madrid wird ein BiciMAD-E-Bike gestohlen, und der Nutzer muss nach einer Anzeige 32 Euro zahlen. Die Bürokratie der EMT und günstige Alternativen auf Wallapop lösen eine Debatte aus.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

BiciMAD-Fahrrad in Madrids Stadtteil Vallecas gestohlen: Nutzer zahlt 32 Euro nach Anzeige

Vor einem Lidl am Bulevar de Vallecas stellte ein BiciMAD-Nutzer sein E-Bike ab. Wenige Minuten später war es verschwunden. Es war keine Unachtsamkeit: Der Dieb schlug genau in dem Moment zu, als der Besitzer mit einem Fußgänger zu tun hatte, der die Fahrbahn blockierte. "Wir sind umgeben von Vollidioten und Versagern", schreibt der Betroffene und beschreibt die Szene mit verständlicher Wut: Das Fahrrad wurde entwendet, während er versuchte, einen Streit im Verkehr zu klären.

Was folgte, war eine bürokratische Odyssee. Als er BiciMAD anrief, verlangte der Mitarbeiter, dass er von seinem registrierten Telefon aus anrufe; nach einem SIM-Kartenwechsel dieselbe Antwort. "Ich habe die Dumme von der EMT ordentlich angefahren", erzählt er. Schließlich teilte man ihm mit, er müsse eine Anzeige erstatten und würde trotzdem wahrscheinlich 32 Euro für den Verlust zahlen müssen. Im Protokoll des Unternehmens wird nicht zwischen Diebstahl und Verlust unterschieden: Der Nutzer trägt die finanziellen Folgen.

Manche Nutzer schlagen weniger belastende Lösungen vor: "Auf Wallapop gibt es richtig billige Schrotträder", merkt einer an, der das öffentliche System genau wegen solcher Risiken meidet. Ein anderer geht noch weiter: "Wenn ich eines mitten auf dem Gehweg stehen finde, nehme ich es auch mit", rechtfertigt er die Aneignung als Mittel, um Unfälle zu vermeiden. Die Debatte zeigt eine Spannung zwischen dem öffentlichen Mietssystem und der Eigenverantwortung: Der Dienst scheint nicht in der Lage, Diebstähle zügig zu bearbeiten, und die Nutzer suchen nach inoffiziellen Alternativen.

Die Frage, die im Raum steht: Wenn die Stadtverwaltung das Fahrrad als Verkehrsmittel fördert, warum muss der Nutzer am Ende für den Diebstahl eines anderen zahlen? Währenddessen tragen Radfahrer in einem Land, das sich als "eines der sichersten der Welt" rühmt, die Kosten der Unsicherheit.

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (20 Antworten).

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