Bertín Osborne bringt seinen Mobilfunkanbieter auf den Markt: Patriotismus oder Geschäft?

Española de Telefonía, der MVNO von Bertín Osborne, bietet Tarife ab 7,50 € im Movistar-Netz an. Lohnt es sich, für Patriotismus mehr zu zahlen?

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Bertín Osborne steigt mit Española de Telefonía ins Telekommunikationsgeschäft ein: Geschäft oder Gimmick?

Lohnt es sich, mehr für einen MVNO zu zahlen, der dasselbe Movistar-Netz nutzt, nur wegen eines patriotischen Slogans? Das ist die Frage, die über Española de Telefonía schwebt, dem neuen Mobilfunkanbieter von Bertín Osborne. Mit dem Motto „Dinge gut gemacht. Dinge auf die richtige Art gemacht“ und Tarifen ab 7,50 Euro im Monat verspricht das Unternehmen, „100 % spanisch, Premium und zugänglich“ zu sein – doch der Markt reagiert mit Skepsis.

Ein MVNO im Movistar-Netz mit Einstiegstarifen
Española de Telefonía tritt als MVNO (virtueller Mobilfunkanbieter) im Movistar-Netz auf, was seine technische Abgrenzung einschränkt. Das Angebot umfasst Glasfaser, Mobilfunk und Kombi-Pakete, mit Mobilfunktarifen ab 7,50 Euro. Auf Instagram wirbt Bertín persönlich mit Einführungsangeboten für „die ersten Kunden, die auf den patriotischsten Telekom-Anbieter setzen“. Der Vergleich mit Billiganbietern wie Digi – mit noch niedrigeren Tarifen – lässt den neuen Spieler jedoch in einer unangenehmen Position zurück: teurer und ohne eigenes Netz.

Erste Reaktionen: zwischen Spott und Kritik
Die ersten Eindrücke am Markt sind nicht wohlwollend. Der Preis wird im Vergleich zur rumänischen Konkurrenz (Digi) hinterfragt, und über den Einsatz des 71-jährigen TV-Moderators wird ironisiert. Auch die Frage aufkommt, ob die Kundendienstmitarbeiter wirklich Spanier sind oder ausgelagert, wie es bei vielen MVNOs der Fall ist. Manche bezeichnen es schlicht als „Nachricht von El Mundo Today“ (einer spanischen Satireseite). Die auf nationale Identität setzende Marketingstrategie prallt auf die Realität einer Branche, in der der Preis regiert.

Mit diesen Tarifen scheint die Zielgruppe eine konservative Nische zu sein, die den Slogan über die Ersparnis stellt. Doch auf einem gesättigten Markt, auf dem Digi, Lowi oder Pepephone bereits im Preis konkurrieren, ist das Unterfangen von Bertín Osborne eher eine ideologische Erklärung als eine kommerzielle Disruption. Oder, wie die Zyniker anmerken, es wird für die necroporra sein.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (16 Antworten).

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