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Belgischer Malinois: Modehund endet oft im Tierheim
Der für Arbeit gezüchtete Malinois landet oft ohne Stimulierung in Wohnungen. Unerfahrene Halter und volle Tierheime zeigen die Kosten dieses Trends.
Malinois: Der Arbeitshund, der aus Modegründen gekauft wird und im Tierheim endet
Ein Belgischer Schäferhund ist kein gewöhnlicher Hund. Er ist ein Arbeitswerkzeug auf vier Pfoten. Die Varietät Malinois, mit kurzem rehfarbenem Fell, wurde jahrzehntelang fast ausschließlich für Polizei, Militär, Rettung und Beißsport gezüchtet. Diese Selektion hat Folgen: Es handelt sich um Tiere, die täglich mehrere Stunden körperliche Aktivität und vor allem geistige Auslastung benötigen. Ein zwanzigminütiger Spaziergang reicht nicht aus. Wenn sie sich langweilen, kanalisieren sie ihre Energie darin, die Wohnung zu zerstören, zu bellen oder Zwangsstörungen zu entwickeln. Genau das sieht man in den Videos, die kursieren.
Das Problem ist nicht die Rasse. Das Problem ist der Käufer. Die Ästhetik und die Aura des "Schutzhundes" haben den Malinois zum Objekt der Begierde für unerfahrene Menschen gemacht. Nach einem Jahr, wenn der Welpe zu einem dreißig Kilo schweren Teenager mit Motorradmotor wird, beginnt das Martyrium: Wohnungen, Nachbarn, Tierheime.
Was verlangt ein Belgischer Malinois wirklich?
Die Liste ist nicht verhandelbar. Gehorsam, Fährtensuche, Nasenarbeit, Konsequenz vom Welpenalter an und ein erfahrener Halter. Wer dieses Profil nicht erfüllt, sollte eine andere Rasse in Betracht ziehen. Manche behaupten, der Malinois sei ein außergewöhnlicher Hund für die richtige Person im richtigen Umfeld; dagegen spricht jedoch, dass die meisten Halter nicht einmal die erste Voraussetzung erfüllen.
Ein Fall illustriert die Diskrepanz: Ein Paar Anfang Dreißig, Teilzeit-Trainer, brachte zwei Welpen auf ein halb-ländliches Anwesen. Sie entkamen, fraßen Hühner und einige Katzen, und bei einem dieser Streifzüge umzingelten sie einen Nachbarn in dessen eigenem Garten und fügten ihm drei Bisse zu. Nichts Schwerwiegendes, aber drei Narben von ein bis zwei Zentimetern, die der Betroffene noch immer trägt. Der Hund hat nicht versagt. Die Kontrolle hat versagt.
Wohnung, Nachbar und das Gebellen um eins nachts
Das Zusammenleben im Hochhaus ist eine weitere Front. Eine Familie mit einem Malinois in einem Wohnblock treibt die Nachbarn zur Verzweiflung: Das Tier stellt sich im Treppenhaus auf die Hinterbeine, man muss es mit beiden Händen festhalten, man führt es um eins nachts und wieder um sechs Uhr zum Pinkeln aus, und man hört es auf der Straße bellen. Die wiederkehrende Schlussfolgerung lautet, dass es illegal sein sollte, dass ein Paar in einer Wohnung einen solchen Hund hält.
Wichtige Nuance: Das Problem ist nicht die Quadratmeterzahl. Ein Hund in einer Wohnung schläft. In einem Einfamilienhaus auch. Der Hund bewegt sich mit dem Halter, und wenn der Halter sich nicht bewegt, ist es egal, ob man in El Pardo (ein königliches Jagdrevier nahe Madrid) oder in einer Höhle lebt. Einen kleinen Hund nur als Entschuldigung zu halten, ihn wie eine Katze zu besitzen, ist eine andere Form der Grausamkeit. Ein Hund bedeutet Verantwortung und erfordert einen aktiven Lebensstil. Für viele ist das Science-Fiction.
Wenn der Malinois funktioniert: Die Geschichte des Blindenführhundes
Nicht alles ist Desaster. Ein Belgischer Schäferhund gekreuzt mit einem Deutschen Schäferhund, beide reinrassig und spanische Meister, lernte sofort alles und dachte nur an Gehorsam. Als die Besitzerin erblindete, wurde der Hund zu ihren Augen: Er führte sie, brachte sie an Orte, stoppte sie, wenn sie eine Straße überqueren wollte und ein Auto kam, hob Dinge vom Boden auf und legte sie ihr in die Hand. Weder die Besitzerin noch die Züchter hatten je etwas Ähnliches gesehen. Ein anderer Kreuzungswelpe mit einem Labrador war viel ruhiger und besessen davon, dass man ihm alles warf.
Der Unterschied zwischen diesen Fällen und dem Desaster ist nicht der Hund. Es sind die Zeit, die Konsequenz und das Wissen dessen, der die Leine hält.
Der Trend, der die Tierheime füllt
Dies geschah bereits mit Huskys nach Game of Thrones. Man kauft aufgrund der Ästhetik, züchtet ohne Filter und gibt auf, wenn es nicht mehr hübsch ist. Mit dem Malinois passiert dasselbe, verschärft dadurch, dass es ein intensiveres Tier ist. Das Ergebnis: schlecht erzogene, gestresste Hunde mit ernsthaften Sozialisierungsproblemen. Und eine Frage bleibt unbeantwortet: Wenn der Hund keine Schuld trifft, warum wird er dann weiterhin verkauft, als wäre er ein Accessoire?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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