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Behaupteter Abschuss eines israelischen F-35 mit Atombombe: Ohne Beweise
Eine undichte Stelle behauptet, Russland habe einen israelischen F-35 mit Atombombe über Iran abgeschossen. Es fehlen materielle Beweise und Wrackteile.
Der angeblich von Russland abgeschossene F-35 mit Atombombe: Keine Beweise
Ein israelisches Kampfflugzeug mit einer Atombombe an Bord, ein elektromagnetischer Impuls (EMP), der Iran in Dunkelheit hätte stürzen lassen, und ein russischer Abschuss, der den Dritten Weltkrieg verhindert haben soll. Diese Geschichte kursiert auf YouTube-Kanälen und X und gewinnt zunehmend Anhänger. Sie basiert auf einer anonymen Quelle, ohne physische Beweise und nur auf dem Wort eines Journalisten, der sie für glaubwürdig hält. Die unbequeme Frage bleibt jedoch offen: Wenn ein Flugzeug mit nuklearem Material irgendwo abgestürzt ist, wo sind die Trümmer?
Was genau behauptet die Leckage
Die zentrale Erzählung lautet wie folgt: Israel hätte in Jordanien einen F-35 mit einer Atombombe beladen und ihn Richtung iranischem Luftraum geschickt, um ihn in großer Höhe zu zünden. Das Ziel war nicht der direkte Einschlag, sondern die Erzeugung eines elektromagnetischen Impulses (EMP), der das Stromnetz des Landes lahmlegen sollte. Und Russland hätte es direkt beim Verlassen des jordanischen Territoriums abgeschossen, bevor es sein Ziel erreichte.
Wer die Sache namentlich ins Rollen brachte, war der Journalist Pepe Escobar, der die Information einer „hochrangigen“ Geheimdienstquelle zuschrieb, die sich in Asien befindet und laut seinem eigenen Text weder russisch noch chinesisch sei. Stunden später fügte er ein weiteres Detail hinzu: Seymour Hersh, der preisgekrönte Veteran, der die Sabotage der Nord Stream Pipeline aufgedeckt hat, wisse ebenfalls davon.
Warum ein EMP-Angriff mit einem F-35 keinen Sinn ergibt
Der am häufigsten genannte technische Einwand benötigt keine geheimen Quellen. Wenn Israel einen EMP über Iran auslösen wollte, wäre die logische Wahl ein ballistische Rakete, die in großer Höhe gezündet wird, da diese praktisch unmöglich abzufangen ist. Der Einsatz eines bemannten Kampfjets erfordert das Durchqueren überwachten Luftraums, das Überleben der Luftabwehr und die sichere Rückkehr des Flugzeugs. Drei Wege, eine ohnehin irreversible Operation zu ruinieren.
Das zweite Problem ist die Reichweite. Ein EMP, erzeugt durch eine kleine Ladung, würde laut Berechnungen derer, die das Szenario diskutiert haben, das Stromnetz im Umkreis von etwa 400 km betreffen. Dies würde auch jordanisches, irakisches und Nachbarländer einschließen. Keiner dieser Staaten meldete einen Stromausfall.
Und das dritte ist die Anfälligkeit moderner Elektronik selbst. Aktuelle Vorschriften verpflichten Hersteller, ihre Geräte Laborprüfungen gegen starke und breitbandige elektromagnetische Felder zu unterziehen. Das Argument, dass heutige Geräte einem EMP standhalten könnten, hat durchaus Gewicht.
Die zwei gewichtigsten Widerlegungen
Die erste trägt einen bekannten Namen: Der ehemalige UN-Inspektor Scott Ritter. Er behauptet, Escobars Quelle liege falsch, weil Israel niemals so eine voreilige Aktion ergreifen würde: Es würde seine nukleare Fähigkeit de facto eingestehen und damit seine Vereinbarungen mit den USA sowie den Weltraumvertrag von 1968 offen verletzen.
Die zweite ist unangenehmer. Eine in sozialen Medien verbreitete Analyse behauptet, die Leckage sei eine psychologische Operation und die „asiatische“ Quelle sei in Wirklichkeit israelisch, um eine weitaus bescheidenere Vergeltungsmaßnahme als extreme Gefahr zu tarnen. Nämlich. Und ein Detail, das niemand bestreitet: Hersh hat dazu nichts gesagt.
Zwei weitere Bestätigungen und immer noch kein Beweis
Escobar kam mit einem Update zurück. Er behauptete, zwei separate Bestätigungen von hochrangigen Geheimdienstquellen zweier verschiedener asiatischer Nationen zu haben und an einer dritten zu arbeiten. Er fügte hinzu, dass er vor dreißig Jahren nach Asien gezogen sei, seinen Quellen „zu einer Billion Prozent“ vertraue und dass er sich ebenfalls korrigieren werde, wenn sich diese zurückziehen.
Die Antwort seiner Originalquelle war laut seiner Darstellung fast philosophisch: „Glauben Sie wirklich, dass Ihnen so etwas vor die Fernseher gelegt würde, wenn es passiert wäre?“ Mag sein. Kann aber auch die perfekte Ausrede für jede Leckage sein, die keiner Überprüfung standhält. Und die Sensoren der IAEA (Internationale Atomenergie-Organisation) sind weltweit verteilt und öffentlich zugänglich: Wenn radioaktives Material verbrannt worden wäre, würden anomale Messwerte früher oder später auftauchen.
Was passiert bei einem großflächigen EMP wirklich?
Hier wurde die Diskussion nützlicher als die Nachricht selbst. Ein elektromagnetischer Impuls betrifft jedes elektrische Gerät, das zum Zeitpunkt der Explosion in Betrieb ist, und seine Reichweite hängt von der Ladung und der Explosionshöhe ab. Das am häufigsten zitierte Szenario war ein Stromausfall, der ein Kernkraftwerk außer Kontrolle bringt: Es erinnert an Fukushima, wo der Kontrollraum überschwemmt wurde.
Ein historischer Korrektur ist angebracht. Die Wasserstoffbomben, die 1966 in Palomares fielen, explodierten nicht, und die Pilzwolke wäre von Bilbao aus sichtbar gewesen, wenn sie es getan hätten. Ein nuklearer Sprengsatz detoniert nicht allein durch den Aufprall, egal wie stark das Transportflugzeug abstürzt.
Der Markt als Detektor und die Abwesenheit von Spuren
Es gibt einen Indikator, der nicht aus Patriotismus lügt: die Preise. Die US-Börse fiel in dieser Nacht zeitweise um 2% und erholte sich wieder um diese 2%, als klar wurde, dass nichts passiert war. Ein Abschuss mit nuklearer Last hätte einen anderen Reflex in den Märkten gehabt.
Was tatsächlich geschah, war eine auffällige diplomatische Entscheidung: Als der israelische Vertreter vor der UN sprach, stand der russische Vertreter auf und verließ den Saal. Das beweist nichts für sich genommen, und wer es erzählt, gibt das zu. Aber es passt zum Gefühl, dass sich in diesen Tagen etwas bewegt hat, was nie erzählt wurde.
Es gibt zudem ein oft übersehenes Detail: Ein Großteil der Elektronik und Navigationssysteme dieser Jets wird in Israel entwickelt, sie kommen nicht fertig montiert aus der Fabrik. Das macht jede Erzählung von absoluter Nachverfolgbarkeit kompliziert.
Wenn das Flugzeug abgestürzt ist, hat jemand die Trümmer. Wenn es nicht abgestürzt ist, hat jemand die Koordinaten des Gerüchts. Warum hat bisher niemand von beidem gezeigt?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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