Backpacking in Asia mit 500 Euro im Monat ist unmöglich

Sozialversicherung, Versicherungen und Steuern in Spanien verschlingen das Budget von 500 Euro bereits vor der Abreise.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Backpacking in Asia mit 500 Euro im Monat ist unmöglich
Backpacking in Asien mit 500 Euro im Monat: Die Rechnung geht nicht auf

Kann man mit 500 Euro im Monat in acht asiatischen Ländern leben? Der Plan kursiert mit großem Enthusiasmus, aber die Zahlen in der Diskussion selbst zerlegen ihn Stück für Stück. Allein die Ausgaben, die in Spanien bleiben, auch wenn man auswandert — Sozialversicherung, Versicherungen, Steuern — fressen dieses Budget bereits auf, bevor man den ersten Flughafen betritt. Und das ohne Miete, Flüge oder Visa zu berücksichtzen.

Der Ausgangspunkt ist eine ehrgeizige Route: Kambodscha, Nepal, Sri Lanka, Thailand, Malaysia, Indien, Japan und Südkorea. Der erste Riss entsteht bei den Visa. Die meisten dieser Länder erlauben Aufenthalte von etwa 90 Tagen ohne Visum, aber Indien verlangt etwa 70 Euro für das Online-Verfahren. Japan und Südkorea liegen mit diesem Budget schlicht außer Reichweite: dafür reicht es nicht einmal für eine Kapsel.

Kosten, die in Spanien bleiben, auch wenn Sie gehen

Hier ist die Kalkulation, die den Plan zunichtemacht. Wer in Spanien Immobilien besitzt, zahlt weiterhin 310 Euro pro Immobilie, auch wenn er im Ausland lebt, und wenn diese vermietet sind, müssen sie in der Einkommensteuer angegeben werden. Hinzu kommt eine Sondervereinbarung mit der Seguridad Social (der spanischen Sozialversicherung), um die Rentenansprüche nicht zu verlieren: etwa 800 Euro alle drei Monate für die Mindestbasis, wie aus den Erfahrungsberichten hervorgeht.

Die Krankenversicherung vervollständigt das Loch im Budget. Ein konkreter Fall: Zwei Häuser und eine Versicherung für vier Personen ergaben im Durchschnitt etwa 1.000 Euro im Monat. Mit diesen drei Faktoren — Sozialversicherung, Immobilien und Versicherung — ist das Budget von 500 Euro aufgebraucht, noch bevor man das Haus verlassen hat. Die Warnung bezüglich Motorradversicherungen ist deutlich: Im Falle eines schweren Unfalls ist die Repatriierung oder der Transport der Asche nicht garantiert.

Wie teuer ist das Leben in Südostasien wirklich?

Die Empfehlung von jemandem, der seit drei Jahren in Thailand lebt, ist klar: Wähle ein einziges Land und bleibe dort, denn ständiges Reisen verteuert alles. Die Preise dort sind laut diesem Zeugnis in einigen Restaurants in drei Jahren kaum um 5 bis 10 Baht gestiegen. Es gibt ein Visum für digitale Nomaden, das einen Kontostand von 500.000 Baht nachweist und fünf Jahre lang gültig ist.

Japan spaltet die Meinungen. Gegen die Ansicht, es sei unerschwinglich, steht das Argument, dass es dank des schwachen Yen in Hauptstädten Unterkünfte für 500 Euro, Hostels für 15 oder 20 Euro pro Nacht und Mahlzeiten für etwa 20 Euro gibt. In Europa ist diese Miete undenkbar. Indien hingegen liefert die ernstesten Warnungen: maximal zehn Tage Tourismus, da das Land jeden körperlich und psychisch zermürbt, der versucht, es mit dem Rucksack zu durchqueren.

Das Kernproblem: Ohne Einkommen kein Plan

Der am häufigsten genannte Einwand ist nicht das Ziel, sondern das Fehlen einer Arbeit. Ohne Job, ohne Sprachkenntnisse und ohne Einkommen ist das Aufbrauchen von Ersparnissen kein Migrationsprojekt, sondern ein zweimonatiger Urlaub. Wer remote arbeitet, führt ein anderes Gespräch. Wer es nicht tut, riskiert, früher als geplant zurückkehren zu müssen.

Es gibt auch diejenigen, die behaupten, das Problem sei nicht Asien, sondern Spanien: Da die Lebenshaltungskosten für das Nötigste — Studium, Auto, Lebensmittel — massiv gestiegen sind, wird es immer schwieriger, unterhalb der eigenen Möglichkeiten zu leben. Und eine skeptische Strömung erinnert daran, dass es Nachbarländer mit vergleichbarer oder schlimmerer Kriminalität gibt, sodass die Flucht nicht immer Sicherheit bringt.

Die vollständige Kalkulation zeigt eine Differenz, die jeden überrascht, der sie nachrechnet. Die Details finden sich in der Originalquelle.

Am Ende ist der am häufigsten genannte Plan nicht die Acht-Länder-Route: Es ist, in einem Land zu bleiben, einen Remote-Job zu finden und sich nicht zu bewegen. Eine feine Ironie für eine Route, die in Indien begann.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (102 Antworten).

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