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Bachmut: 40 ukrainische Bataillone auf 40 km Front
Bis zu 40 ukrainische Bataillone auf einer 40 km langen Front und Schätzungen von 60.000 Verteidigern: Bachmut konzentriert eine Truppendichte, die keinem militärischen Handbuch entspricht.
Bachmut konzentriert 40 ukrainische Bataillone auf 40 km Front
Ein nur 40 Kilometer langer Abschnitt zwischen Torezk, Artjomowsk und Soledar beherbergt nach verbreiteten Berichten bis zu 40 ukrainische Bataillone. Diese Zahl sprengt jede vernünftige Proportion: Eine theoretische Brigade deckt in der Verteidigung zwischen 9 und 18 Kilometern ab, doch hier wird mit einer Dichte verteidigt, die nicht zur Doktrin passt. Das Ergebnis ist ein Ort, an dem jeder russische Artilleriebeschuss auf Menschen trifft, und die offensichtliche Frage – wenn es keinen strategischen Wert hat, warum sterben so viele dafür – bleibt ohne überzeugende Antwort.
Die Aufschlüsselung, die akribische Analysten vornehmen, spricht von 27 Brigaden der ukrainischen Streitkräfte und der Territorialverteidigung, plus fünf separaten Bataillonen, einem kombinierten Sonderoperationseinheit und einem nationalistischen Regiment. Es sind keine vollen Einheiten: Verluste erzwingen ständige Rotationen in Klischtschejewka, Podhorodnyj, Opytnyj sowie an den östlichen und südöstlichen Flanken. Und es sind nicht nur Auffülltruppen: Zwei Drittel wären Manöver-, Panzer- und mechanisierte Brigaden, was im militärischen Sprachgebrauch bedeutet, dass die Elite in einer statischen Verteidigung verbrannt wird.
Wie viele Soldaten sind tatsächlich in Bachmut?
Die am häufigsten genannten Schätzungen gehen von 60.000 Verteidigern aus, eine Zahl, die für einen Kern von etwa 70.000 Einwohnern schwer unterzubringen ist, was Unterkunft, Versorgung und Führung betrifft. Die plausibelste Erklärung ist, dass die Brigaden nicht voll besetzt sind und die Einheiten verteilt operieren, mit Fragmenten derselben Brigade auf verschiedenen Frontabschnitten. Dieses Muster wurde bereits in Cherson und bei der Gegenoffensive in Charkiw beobachtet.
Das Grundproblem ist proportionaler Natur. Ein Bataillon verteidigt unter idealen Bedingungen etwa drei Kilometer Front und nur einen Kilometer an einem Durchbruchspunkt. Multipliziert man dies mit den eingesetzten Bataillonen, ergibt sich eine Konzentration, die kein Handbuch empfiehlt. Wenn die Truppendichte so hoch ist, braucht die Artillerie keine Präzision: Der Schaden entsteht durch Sättigung.
Warum verteidigt man eine Stadt ohne strategischen Wert?
Die offizielle These besagt, dass Bachmut nicht entscheidend sei. Die militärische These sagt das Gegenteil: Es ist der Punkt, an dem die Russen beschlossen haben, die ukrainische Verteidigungslinie zu brechen, und wenn sie auch nur an einem einzigen Punkt nachgibt, bricht die gesamte Position zusammen. Der Vergleich mit der Maginot-Linie taucht immer wieder auf: Es spielt keine Rolle, ob das Ganze solide ist, wenn der Feind das Scharnier findet.
Hinzu kommt das Knotenpunkt der Landverbindungen im Donbas und das Tor zum Korridor Kramatorsk-Slawjansk. Wer Bachmut kontrolliert, kontrolliert die Nachschubwege eines gesamten Sektors. Die Propaganda beider Seiten hat diese Geografie zu einem Symbol gemacht, und Symbole werden in einem Abnutzungskrieg mit allem verteidigt, was nötig ist.
Das Verdun-Modell und die Logik des Fleischwolfes
Der Vergleich mit Verdun oder den Schlachten von Rshew wiederholt sich in den Analysen. Die Idee ist einfach: Den Feind an einem Punkt binden, ihn zwingen, Reserven zu schicken, und ihn ausbluten lassen, während man anderswo die Initiative behält. Wenn dies die russische Berechnung ist, passt der Truppenbewegung von Cherson und Saporischschja zum Sektor Artjomowsk perfekt.
Das Gegenargument hat ebenfalls Gewicht: Wenn der Ort nichts wert ist, ist es ein Lehrbuchfehler, die besten eigenen Brigaden dort zu opfern. Und wenn er etwas wert ist, dann ist die Propaganda, die ihn minimiert, eine Lüge. In beiden Lesarten ist die Schlussfolgerung unbequem für jene, die die offizielle Version verteidigen.
Wagner: Häftlinge an der ersten Linie, Elite dahinter
Von den Söldnern selbst gedrehte Videos zeigen einen Kern, der wie eine Eliteeinheit ausgestattet ist, mit Material, das bei der regulären russischen Infanterie nicht zu sehen ist. Die Struktur scheint klar: Der professionelle Kern führt, und die Gefängnisrekruten nehmen die Verluste bei den Stürmen hin. Es ist eine brutale Kriegswirtschaft, aber effektiv für jene, die sie anwenden.
Der ukrainische Verschleiß hat gezwungen, Brigaden mit Bataillonen der Nationalgarde, Territorialmiliz und untrainierten Rekruten aufzufüllen, denen man ein Gewehr gibt und sie an die Front schickt. Die durchschnittliche Qualität der Verteidigung sinkt, und damit die Fähigkeit, eine Rotation nach der anderen durchzustehen.
Mit diesen Dichten sollte jede russische Offensive an einem anderen Punkt der Front weniger Widerstand finden. Das passiert nicht. Die einfachste Erklärung – dass Bachmut alles verzehrt, was beide Seiten haben – bleibt die am wenigsten diskutierte und am schlechtesten verdaute.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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