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Babacar starb durch Polizeischüsse nach zwei Messerangriffen in Spanien
Babacar Welle stürzte in Hondarribia im Baskenland zweimal mit einem Messer vor, beim zweiten Mal direkt auf eine baskische Polizistin zu – auf wenige Zentimeter. Es gibt kein Video des Vorfalls.
Zwei Messerangriffe auf «wenige Zentimeter» an eine baskische Polizistin heran
Ein 46-jähriger Mann starb in Hondarribia im spanischen Baskenland durch Schüsse eines örtlichen Polizisten. Die kommunale Rekonstruktion lässt kaum Raum für Interpretationen: Babacar Welle stürzte zweimal mit einem Messer auf die Beamten zu, und beim zweiten Mal lief er direkt auf eine Ertzaintza-Beamtin (baskische Regionalpolizei) zu. Die Waffe erreichte sie nicht. Der Abstand wurde auf «wenige Zentimeter» beziffert.
Das ist die Aussage des Berichts, den der Stadtrat von Hondarribia an die Kontroll- und Transparenzkommission der Polizei übermittelt hat, und auf diesem Terrain wird die öffentliche Debatte geführt: Ob der Schuss der einzige Ausweg war oder ob vorher alles falsch lief. Die senegalesische Gemeinde, geschockt, demonstriert erneut und fordert Gerechtigkeit.
Was geschah am 28. September in der Straße San Pedro?
Die Notrufe gingen um 19.13 Uhr ein. Ein barfüßiger Mann mit einem Messer in der Hand und «bedrohlicher Haltung», in einer belebten Straße. Orts- und Regionalpolizei kannten ihn und versuchten vergeblich, ihn zu beruhigen. Während sie den Bereich räumten – manche Anwohner flüchteten in Bars –, begleiteten sie ihn, durch einen Schild geschützt, bis zum Ende der Straße San Pedro.
In der Straße Itsas Argi rannte Babacar los, hielt inne, drehte sich um und stürzte auf eine Polizistin zu. Er fiel zu Boden, ohne sie zu erreichen. Er stand auf. Er stellte sich den Beamten erneut entgegen und schlug auf einen Schildträger ein, bis das Schild in der Mitte zerbrach. Die Beamtin des ersten Angriffs begann, ihn von hinten mit dem Teleskopschlagstock zu schlagen. Da drehte er sich um und rannte mit dem Messer hinter ihr her, «mit der Absicht, sie niederzustechen», heißt es in dem Dokument. Ein örtlicher Polizist schoss mehrmals. Reanimationsmaßnahmen wurden eingeleitet. Er starb.
Warum wird die Wirksamkeit der polizeilichen Verteidigung angezweifelt?
Der Bericht erwähnt, dass die Beamtin ihren Schlagstock einsetzte, um den Mann zu überwältigen – und genau dort öffnet sich einer der Risse im Fall. Manche halten dagegen, dass solche Schlagstöcke einen Täter nicht wirklich kampfunfähig machen und sich die Sequenz gerade deshalb so lange hinzog. Die meistzitierte Rechnung besagt, dass auf sieben bis zehn Meter eine Klinge und eine Schusswaffe gleichwertig sind; auf «wenige Zentimeter» erübrigt sich diese Debatte von selbst.
Nirgends auftaucht das Video. Ein Großteil der Zweifel stützt sich auf dieses Fehlen: Ohne Bilder wird über eine behördliche Rekonstruktion diskutiert.
Psychische Gesundheit, Vorstrafen und die Erzählung der Nachbarschaft
Der Bericht beschreibt Babacar als Hondarribiaer Anwohner senegalesischer Herkunft mit psychischen Problemen, mit Entgleisungsepisoden, die sein Verhalten unvorhersehbar machen konnten. Parallel dazu kursiert die Behauptung, er habe polizeiliche Vorstrafen gehabt, während ein Teil der Nachbarschaft ihn als friedlichen Menschen beschrieb. Beides kann gleichzeitig wahr sein, und dieser Widerspruch erklärt einiges von dem Lärm.
Die Kontrollkommission und die laufende Untersuchung
Die Polizeikontrollkommission kam nach dem Vorfall zusammen und hat von sich aus die Prüfung und Erstellung eines Berichts aufgenommen. Sie hat den Stadtrat um Angaben zu möglichen gerichtlichen Verfahren sowie um Kopien der internen Untersuchungsberichte gebeten. Das ist der übliche Weg. Auch der langsamste.
Absehbar ist, dass die Sache vor Gericht endet und die Kommission die internen Berichte einzeln anfordert. Taucht ein Video auf, verschiebt sich die Debatte komplett; taucht keines auf, bleibt das Wort eines kommunalen Berichts gegen die Erinnerung an einen Nachbarn. Und eine Polizistin, die überlebt hat, um davon zu erzählen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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