Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Aznar und der 11-M: Marokko, Frankreich und das offizielle Schweigen
Jiménez Losantos behauptet, Aznar habe privat zugegeben, dass Marokko hinter den Anschlägen vom 11. März stehe, beaufsichtigt von Frankreich – ohne Beweise.
Jiménez Losantos bringt Marokko ins Spiel und öffnet die Debatte neu
Die Urheberschaft der Anschläge vom 11. März rückt auf einem ungewöhnlichen Weg wieder in den Fokus: nicht durch ein Gerichtsurteil, sondern durch eine private Äußerung. Der Journalist Federico Jiménez Losantos behauptet, der ehemalige spanische Premierminister José María Aznar habe im privaten Kreis eingeräumt, dass Marokko für die Attentate verantwortlich gewesen sei, überwacht von Frankreich und „vielleicht den USA“. Die damalige Regierung habe geschwiegen, weil die Offenlegung der Ermittlungsrichtung einem Krieg gegen das Nachbarland gleichgekommen wäre. Diese Behauptung kursiert ohne jegliche dokumentarischen Belege.
Drei Tage nach den Explosionen verlor die PP (Partido Popular) Wahlen, die sie sicher gewonnen hätte. Einundzwanzig Jahre später hängt die Rekonstruktion der Ereignisse weiterhin davon ab, wer sie erzählt.
Was genau sagte Jiménez Losantos über den 11-M?
Der Satz, der die Debatte neu entfacht hat, lautet wörtlich: „Es war Marokko, überwacht von Frankreich und vielleicht den USA, und wir konnten nicht sagen, wohin die Ermittlungen führten, denn das wäre eine Kriegserklärung an Marokko gewesen.“ Der Moderator präsentiert dies als Vertraulichkeit des Ex-Präsidenten, nicht als Ergebnis einer Untersuchung. Die Quelle ist also ein privates Gespräch, für das es kein Protokoll, keine Aufnahme und keinen identifizierbaren Zeugen gibt.
In den Tagen nach dem 11-M verbreitete die Regierung eine andere Version: die Täterschaft der ETA. Diese Hypothese wurde öffentlich vertreten, während die Polizei sarracinistischen Spuren folgte. Dieser Schwenk nährte jahrelang den Verdacht, dass die Darstellung aus wahltaktischen Gründen dosiert wurde. Wer nun Losantos hört, sieht seine alte Theorie des Betrugs bestätigt; wer skeptisch bleibt, hört einen Kommentator, der ein Gerücht ohne Untermauerung wiedergibt.
Perejil, Chirac und das Klima von 2003: Motive für Paris und Rabat
Hier wird die Analyse geopolitisch. Es wird argumentiert, dass Jacques Chirac Aznar verabscheute und Spanien als seinen Hinterhof betrachtete. Die Ausrichtung Spaniens an Washington und London im Irak-Krieg – gegen die Achse Berlin-Paris – sei genau das gewesen, was korrigiert werden musste. Hinzu kommt, dass Rabat seit dem Vorfall um Perejil, nur zwei Jahre zuvor, noch offene Rechnungen hatte.
Das Bild ist suggestive, beweist aber nichts. Ein Motiv ist keine Täterschaft, besonders wenn die Anschuldigung Grenzen und Geheimdienste überspringt. Ähnliches gilt für die angebliche Rolle der USA: Wenn der Verbündete, an den sich Aznar anschloss, dahintersteckte, bricht die Kohärenz der Erzählung in sich zusammen.
Andere Hypothesen, die weiterhin im Raum stehen
Im Bereich der Alternativtheorien tauchen auch die Wochen vor den Anschlägen abgefangenen ETA-Konvois mit einer halben Tonne Sprengstoff auf. Befürworter der ETA-Spur lesen dies als Warnung, Anhänger der offiziellen Version als Nebelkerze. Nicht fehlen darf die These eines NATO-, CIA- oder internen Komplotts, der Terroristen und Dschihadisten koordinierte – eine Spekulation ohne gerichtliche oder dokumentarische Grundlage.
Fakt ist, dass das Urteil zum 11-M eine dschihadistische Zelle feststellte und dass niemand seit zwei Jahrzehnten Beweise für eine ausländische staatliche Steuerung vorgelegt hat. Ohne Beweise bleibt dies ein Mikrofon-Gerücht.
Warum wurde Marokko nicht der Krieg erklärt?
Die offizielle Erklärung, die dieser Aussage zugeschrieben wird, ist strategisches Kalkül: Eine Kriegserklärung an Rabat wäre ein strategischer Unsinn gewesen. Spanien hing vom Handel, von der Migrationskontrolle und vom Gleichgewicht in der Straße von Gibraltar ab. Ein offener Bruch mit dem Süden hätte mehr gekostet als jede Genugtuung gebracht.
Das Gegenargument ist nicht schwach: Wenn ein fremder Staat fast zweihundert Bürger tötet und die Antwort ein Wegsehen ist, dann war die Rede von Festigkeit heiße Luft. Manche behaupten, dies sei der Moment gewesen, die Beziehungen abzubrechen, was heute vielleicht etwas eingespart hätte. Dagegen spricht jedoch, dass diese staatliche Täterschaft nie bewiesen wurde.
Mit diesen Bausteinen ist es wahrscheinlich, dass die Angelegenheit ohne Klärung wieder einschlafen wird: Ohne Beweise bleibt die Kontroverse im Bereich des persönlichen Glaubens. Solange jemand mit Reichweite diese Vertraulichkeit wiederholt, wird der Zweifel weiter bestehen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (191 Antworten).
65 km von Madrid bietet Los Ángeles de San Rafael günstige Häuser, aber mit Wasserausfällen, seltenem Busverkehr und fehlenden öffentlichen Dienstleistungen.
Das sogenannte Enkelgesetz ermöglicht Nachfahren von Spaniern die Staatsbürgerschaft. Wir analysieren seine wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen.