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Ayusos Hispanidad entspricht der Linie der spanischen Rechten
Franquismus und der erste Peronismus nutzten das Wort Rasse für die Vermischung der Völker der spanischen Monarchie. Die spanische Rechte vertrat nie ein ethnisch definiertes Spanien.
Die spanische Rechte hat historisch keine ethnische oder rassische Vorstellung von Spanien vertreten, sondern eine «Hispanidad», die auf der Vermischung katholisierten und spanischsprachigen Völker beruht. Man kann ihr daher nicht Verrat an etwas vorwerfen, das sie nie vertreten hat.
Die Debatte darüber, ob **Isabel Díaz Ayuso** oder **Vox** eine angebliche spanische Rassenessenz verraten, beruht auf einer falschen Prämisse. Die spanische Rechte hat nie ein Spanien vertreten, das durch Ethnie definiert ist, sondern durch Religion und Sprache.
## Die «Rasse» des Franquismus war Vermischung, nicht Reinheit
Die Propaganda des Franquismus verwendete das Wort Rasse für die Gesamtheit der miteinander vermischten Völker, aus denen die spanische Monarchie und ihre Herrschaftsgebiete in Amerika und teilweise in Asien entstanden. Der Dominikaner **Isidro Gomá Tomás** schrieb in seiner «Apología de la Hispanidad», die Hispanidad habe nur einen Geist, den Gottes, der die Mutter bei ihren Eroberungen und die eingeborenen Rassen Amerikas leitete, als diese in Gott und das Vaterland aufgenommen wurden.
Dieser Text spricht nicht von Reinheit, sondern von Aufnahme. Die «Rasse» war das Ergebnis des katechisierten Mestizentums. Die Bildpropaganda jener Zeit zeigte diese Vermischung von Indigenen und Spaniern als Teil der nationalen Erzählung.
## Der Peronismus übernahm dasselbe Vokabular
Der erste Peronismus, offensichtlich faschistisch inspiriert, bediente sich einer fast identischen Bildwelt. Seine Propaganda zeigte eine multirassige und vielfarbige Rasse, mit Indigenen mit Federschmuck und Spanierinnen, als Teil derselben hispanischen Familie. Eine Verteidigung eines ethnisch homogenen Spanien lag darin nicht.
Diese Ähnlichkeit ist kein Zufall: Beide Regimen schöpften aus demselben ideologischen Repertoire, das das Hispanische als kulturelle und religiöse Gemeinschaft verstand, nicht als geschlossene Abstammungslinie.
## Ein Vorwurf, der nicht trägt
Wenn die spanische Rechte nie eine rassistische Vorstellung von Spanien vertreten hat, können weder Vox noch Ayuso Verräter an etwas sein, das nie existierte. Der Vorwurf, Spanien «sudakifizieren» zu wollen, setzt eine frühere Reinheit voraus, die die franquistische Propaganda selbst widerlegte.
Die Hispanidad, die Ayuso für sich beansprucht, ist in diesem Sinne dieselbe, die der Franquismus vertrat: Vermischung, Katholizismus und Spanisch als Sprache. Ob diese Erzählung zutreffend ist, kann man diskutieren, aber niemand kann des Verrats an einer Doktrin beschuldigt werden, die nie vertreten wurde.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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