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Autonome Provinzen zur Trennung von Gruppen: eine undenkbare Utopie
Die Idee, Provinzen nach sozialen Gruppen neu zu ordnen, kehrt zurück: Spannungen, Kosten und ein ökologischer Fakt, der den Plan entlarvt.
Autonome Provinzen zur Trennung von Gruppen: die undenkbare Utopie, die immer wieder auftaucht
Die Idee, die Provinzkarte neu zu ordnen, um jedes Gebiet einer bestimmten sozialen Gruppe zuzuweisen, klingt wie ein Laborversuch. Wer sie vorschlägt, geht von einer echten Überdruss aus: Das Zusammenleben ist angespannt, und die Versuchung, Menschen nach Profilen zu trennen, ist so alt wie die Stadtmauern. Doch wenn man die Kosten betrachtet – wirtschaftlich, logistisch, ökologisch –, verblasst das Trugbild.
Ausgangspunkt ist der Wunsch nach Homogenität: Jede Schicht oder urbane Tribe hätte ihre eigene Provinz, ihre Lokalregierung und ihre eigenen Regeln. Ein Paradies der sozialen Endogamie, in dem niemand je einem Andersdenkenden begegnet. Doch die Machbarkeit scheitert an Geografie und Ökonomie. Wer finanziert die Infrastruktur von 50 Mini-Staaten? Wie verhindert man, dass die Provinz der einen zum Müllplatz der anderen wird?
Differenzierte Kritiker argumentieren, das Problem sei nicht das Zusammenkommen der Menschen, sondern die Machtstrukturen. Manche plädieren für ein Netz souveräner Versammlungen (Zehntausende) mit echter Selbstverwaltung, Volksmilizen und Gemeineigentum. Eine umfassende Revolution, die den Staat und den Kapitalismus – nicht die Provinzen – als Ursprung der Konflikte beseitigen würde. Radikal, ja, aber der Vorschlag verlagert die Debatte wenigstens auf die strukturelle Ebene.
Doch ein Fakt bringt den Begeisterten der Trennung aus dem Konzept: die ökologischen Kosten. Eine unerwünschte Gruppe in einer unbeaufsichtigten Provinz einzusperren bedeutet, ihr Ökosystem zu verurteilen. Die Wüste Mozainos oder der Grund der Straße von Gibraltar wurden scherzhaft als Ziele genannt, doch die Metapher zeigt die Brutalität des Plans: Irgendjemand wird immer mit dem Friedhof der anderen belastet. Am Ende ist die segregierende Utopie nichts als ein Traum von nicht eingerechneten Kosten.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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