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Außerirdischer Kontakt: die Ankündigung, die nie kommt
Ankündigungen eines unmittelbaren außerirdischen Kontakts liefern keinerlei Beweise: Berechnungen zu intelligentem Leben scheitern an der Entfernung von 10.000 Lichtjahren.
Außerirdischer Kontakt: die Nachricht, die immer unmittelbar bevorsteht
Kann man etwas ankündigen, für das es nicht einen einzigen Beweis gibt? Genau das behauptet die Geschichte, die gerade umgeht: Der Kontakt hat stattgefunden, die Ankündigung steht kurz bevor. Die Mathematik spreche dafür, heißt es, denn bei Hunderten von Milliarden Sternen wirke es absurd, allein zu sein. Und doch ist genau dieselbe Rechnung, die zum Optimismus einlädt, diejenige, die jede Begegnung in der Unwahrscheinlichkeit begräbt, zur selben Zeit im selben Raum zusammenzutreffen.
Wie viele Zivilisationen passen in die Milchstraße?
Die Zahlen, die kursieren, sprechen von drei oder vier Zivilisationen, die gerade jetzt in der Galaxie existieren – stets mit dem Zusatz „falls es sie überhaupt gibt". Der Filter ist brutal, lange bevor der erste Mikrobe entsteht. Nicht jeder Stern taugt etwas: Komplexes Leben erfordert Sterne der Typen G und K, die nicht so häufig sind, wie die Intuition vermuten lässt. Dazu Gasriesen am Rand und ein abnormal großer Mond – zwei Details, die es bei uns gibt, die aber alles andere als die Regel sind. Die Lotterie besteht nicht darin, dass jemand existiert, sondern dass jemand mit den Mindestbedingungen existiert.
Warum macht die Entfernung jeden Kontakt sinnlos?
Die Reise von einem Stern zum anderen ist keine Frage des Willens, sondern der Physik und der Jahrhunderte. Eine Zivilisation in 10.000 Lichtjahren Entfernung kann heute ihr Signal aussenden und morgen verschwinden: Was unser Radioteleskop erreicht, wird von jemandem erzählen, der nicht mehr existiert. Kommt zu diesem Zeitfenster noch das räumliche Fenster hinzu – dass ihr Planet dort steht, wo er stehen muss, und dass wir in die richtige Richtung blicken –, hört das Zusammentreffen auf, wahrscheinlich zu sein, und wird zum Glückstreffer. Das ist der Kern der Sache, und keine epische Erzählung kommt daran vorbei.
Die bevorstehende Ankündigung, die nie konkret wird
Alle paar Jahre wiederholt sich dieselbe Sequenz. Eine riesige, dem Thema gewidmete Online-Community wird geschlossen – Millionen gesammelter Nachrichten, so die Geschichte, die die Erwartung schürt –, die Schließung wird als Zeichen gedeutet, dass etwas vorbereitet wird, und die Schlussfolgerung gilt als sicher: Bald gibt es eine Ankündigung. Nichts davon wird von einem Dokument, einem Bild oder überprüfbaren Daten begleitet. Parallel dazu schwebt die Simulationshypothese herum, die nach dem Eingeständnis ihrer eigenen Verfechter nicht überprüfbar ist, ebenso wie der Verdacht, dass unser Bild des Besuchers von Hollywood durch Kassenerfolge entworfen wurde.
Dann ist da noch der Witz. Sie kommen, um unsere Renten zu zahlen, sie beantragen sozialen Wohnungsbau, der Pilot entpuppt sich als Marsbewohner, sie landen, wo es dem Tourismus passt. Die Erwartung zerfasert im Witz, weil das Thema kein anderes Format verträgt. Manche behaupten, der Mensch würde eine solche Präsenz nicht ertragen, würde auf die Knie fallen; das ist eine Meinung ohne jede Möglichkeit der Überprüfung, wie fast alle anderen auch.
Mit diesem Material fällt die Schlussfolgerung leicht: Der Kontakt ist immer unmittelbar bevorstehend und kommt nie. Ein rundes Geschäft.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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