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Aura-Farming: Der virale Treffpunkt, zu dem niemand kam
Ein Aufruf zum Aura-Farming endete ohne Teilnehmer und nährte den Verdacht, dass der virale Trend eine mit wiederholten Clips inszenierte Psy-Op ist.
Aura-Farming: Der virale Treffpunkt, zu dem niemand kam
Der Trend des Aura-Farmings ist im besten Fall eine Inszenierung, die auf Spott abzielt. Ein Aufruf, der als Massentreffen verbreitet wurde, um vor einer Kamera imaginäre Charisma-Punkte zu sammeln, endete laut den kursierenden Videos ohne einen einzigen Teilnehmer. Der Platz blieb leer. Auf diesem Material – spärlich, recycelt, immer dasselbe – wurde der Schein einer Generationentrendes errichtet. Die Abfolge ähnelt weit mehr einer Agitationsoperation als einer echten Gewohnheit: aufrufen, filmen, mit dem Finger zeigen.
Was ist Aura-Farming und warum passt das Material nicht zusammen
Der Begriff bezeichnet die angebliche Praxis, „Aura“ zu gewinnen, eine Art unsichtbares Prestige, durch Gesten, die andere betrachten oder feiern. Wer sich über die „Aura-Farming-Battles“ informieren will, stößt auf dieselbe Mauer: immer dieselben Schnipsel, entnommen aus einer Handvoll Clips. Die Knappheit ist kein Detail am Rande, sie ist der Kern des Arguments. Ein Massenphänomen erzeugt Stunden an Aufnahmen; dieses produziert eine fünfzehnsekündige Schleife, die bis zur Erschöpfung wiederholt wird. Und trotzdem gibt es ein Publikum, das es für bare Münze nimmt, vor allem unter denen, die sich gerne über junge Leute lustig machen, ohne vorher zu prüfen, was sie da eigentlich sehen.
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Die Parallelen häufen sich. Menschen, die sich als Tiere identifizieren, die angeblichen Messerstiche in Diskotheken und ein Großteil der viralen Nachrichten teilen dieselbe Struktur: eine Praxis, die kaum jemand aus eigener Anschauung kennt und die so weit verstärkt wird, dass sie wie eine Epidemie wirkt. Das Ergebnis ist nicht nur Lärm. Es dient dazu zu messen, wie viel das Publikum schluckt, und abzuschätzen, wie viel sich danach durchsetzen lässt. Das billige Gelächter ist der Treibstoff des Ganzen.
Der Zynismus hat auch seine komische Kehrseite: Es wird scherzhaft behauptet, wer einem Aura-Treffen fernbleibt, bekomme zehntausend Aura-Punkte. Niemand farmt hier irgendetwas.
Wiederholt sich der Zyklus, kommt der nächste virale Trend genauso leer daher: viele Schlagzeilen, geborgtes Material und ein Platz, zu dem niemand erscheint. Vielleicht nimmt sich diesmal, mit der Lehre im Rücken, jemand die Mühe, die Leere zu filmen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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