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Auflagen bei öffentlichen Diensten: das tägliche Grotesktheater in Spanien
Dieselbe Szene wiederholt sich an jedem Schalter: Bürger, die ohne Ausdruck bedrängen, und Beamte, die sich hinter Vorschriften verschanzen. Wer ist hier der Dumme?
Der Bürger, der ohne Papiere fordert: der tägliche Krieg am Schalter
Jeder, der schon einmal in einer Behörde war, kennt die Szene. Ein Bürger kommt zur Verkehrsbehörde, zum Notar oder zum Rathaus; verlangt eine Bearbeitung; und wenn man ihn nach dem Ausweis, der Genehmigung oder der Prüfplakette fragt, lautet die Antwort nicht "selbstverständlich", sondern ein Schnauben. Manche bestreiten sogar die Notwendigkeit, sich auszuweisen, als wären die Vorschriften eine Laune des Beamten. Die Paradoxie: Je schlechter vorbereitet der Besucher kommt, desto überheblicher gibt er sich meist.
Der Bürger, der die Papiere vergisst
Die Bandbreite der Fälle ist so breit wie grotesk. Bei der Post will jemand ein Paket für sein Kind abholen, hat aber keine Vollmacht dabei; auf die Frage nach dem Ausweis antwortet er "wofür denn?". Ein anderer kommt mit einer festen Idee in die Behörde: "Mein Anwalt hat gesagt, ich soll hierher kommen" – ohne Papiere, ohne Wartenummer, ohne Termin. Es fehlen auch nie diejenigen, die verhandeln wollen, welche Anforderungen weglassbar sind. Und am Ende wiederholt der Beamte den einzigen Satz, der ihm bleibt: "Das ist die Vorschrift, für alle".
Die andere Seite: der Beamte im Visier
Die Sache hat noch eine andere Seite. Wer Kunden bedient, wird dafür bezahlt, und über den Kundenservice zu klagen, wenn das der Job ist, ist mindestens fragwürdig. Außerdem finanziert der Steuerzahler diesen Schalter. Doch manche halten dagegen, dass Zahlen den Beamten nicht von guter Arbeit entbindet und dass die spanische Bürokratie aus Einfachem ein Labyrinth macht. Zwischen dem Besucher ohne Papiere und dem Beamten, der sich hinter der Norm versteckt, ist die Beziehung zerbrochen.
Die Frage ist also fast philosophisch: Muss man dumm sein, um ohne die erforderlichen Unterlagen zu einer Behörde zu gehen und dann auch noch zu protestieren? Oder umgekehrt: Muss man dumm sein, um ein System zu ertragen, das alles schwer macht? Vielleicht verteilt sich die Dummheit gerechter, als man denkt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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