Arbeitgeberverband Huesca plant Ausbildung für Migranten
Der Arbeitgeberverband von Huesca möchte ein Problem in eine Chance verwandeln. Die CEOE-Cepyme von Huesca hat einen Vorschlag unterbreitet, die 200 Migranten, die von den Kanarischen Inseln in die Provinz verlegt wurden, auszubilden und sie mit der entsprechenden Qualifikation auf den Arbeitsmarkt zu integrieren. Der Geschäftsführer der Organisation, Salvador Cored, fasst es ohne Umschweife zusammen: „Wenn es möglich wäre, hätten wir diese 200 Migranten bereits eingestellt.“ Das Hindernis, gibt er zu, ist die geltende Gesetzgebung, die es nicht erlaubt, Personen in irregulären Situationen „so einfach“ einzustellen.
Der Vorschlag wird am Montag offiziell bei der Regierungsvertretung (Subdelegación del Gobierno) in Huesca vorgestellt. Der Arbeitgeberverband argumentiert, dass viele dieser Migranten der Nachfrage nach qualifizierten und ungelernten Arbeitskräften in der Provinz entsprechen könnten. Cored betont, dass es Angebote in fast allen Sektoren gibt – Landwirtschaft, Bauwesen, Gastgewerbe, Industrie – insbesondere für ungelernte Stellen und Handwerksberufe wie Installateure, Elektriker, Tischler oder Schweißer.
Wie reagiert die Regierung auf den Vorschlag der CEOE Huesca?
Die Regierungsvertretung in Aragón erklärt, dass sie sich mit dem Ministerium für Inklusion über Maßnahmen im Zusammenhang mit aufgenommenen, schutzbedürftigen Migranten abstimmt, um deren Bedürfnisse in verschiedenen Bereichen zu decken. Sie betonen, dass die individuelle Situation jeder Person geprüft werden muss. Zudem danken sie Hilfsangeboten von Organisationen und Institutionen, die sie als „ein Zeichen des solidarischen Charakters von Aragón“ beschreiben.
Cored selbst räumt ein, dass der lokale Arbeitsmarkt im Jahresverlauf schwankt und sich derzeit in einem „Tiefpunkt“ nach den Höhepunkten der saisonalen Kampagnen im Sommer in Landwirtschaft und Tourismus befindet. Dennoch verteidigt er, dass die Integration einen „gegenseitigen Nutzen“ für Menschen und Unternehmen bringen würde.
Argumente gegen den Fachkräftemangel
Die häufigste Reaktion in der Debatte bestreitet nicht die Notwendigkeit von Arbeitskräften, sondern deren Rahmenbedingungen. Manche behaupten, dass es in Spanien nur einen echten Mangel an hochqualifizierten Arbeitskräften gibt, ein Segment, das laut einer in der Debatte kursierenden Berechnung weniger als 2 % der Stellenangebote ausmacht. Nach dieser These würden offene Stellen für ungelernte Kräfte innerhalb von sechs Monaten besetzt, wenn die Arbeitslosenleistungen gekürzt würden. Die Schlussfolgerung, die Befürworter dieser Position ziehen, ist unbequem: Wenn die Arbeit legal wäre, müsste niemand von außen geholt werden.
Manche gehen weiter und behaupten, dass die Anwesenheit ausländischer Arbeitnehmer in einem Unternehmen allein schon ein Hinweis darauf sei, dass dieses Unternehmen außerhalb des Tarifvertrags operiert, sei es beim Gehalt, bei den Stunden oder bei beiden. Es handelt sich um einen Verdacht ohne Beweise, der als das behandelt werden sollte, was er ist: eine weitere Meinung in der Debatte, keine Tatsache.
Arbeitslosigkeit in Huesca und 30 % Jugendarbeitslosigkeit
Die Frage, die die gesamte Diskussion durchzieht, lautet immer gleich: Was ist mit den Arbeitslosen? Eine Jugendarbeitslosenquote von 30 % wird erwähnt und gefragt, warum nicht die Arbeitslosen der Provinz ausgebildet werden, einschließlich der Obdachlosen. Der gezeichnete Kontrast ist der eines langzeitarbeitslosen Einheimischen aus Huesca, der nach den Ideen des lokalen Arbeitgeberverbands vielleicht erfolgversprechende Wege wie die Arbeit als Kellner in einem Hotel für Landtourismus erkunden würde.
Die Kritik richtet sich nicht nur gegen den Arbeitgeberverband. Sie zielt auch auf eine Rhetorik, die laut mehreren Analysen von Anfang an fehlerhaft ist: Man spricht davon, Neuankömmlinge auszubilden, als kämen sie mit der Absicht, hart zu arbeiten, während ein Teil der Debatte behauptet, sie wollten nicht einmal in kleinen Dörfern leben. Das Misstrauen gegenüber Ausbildungsbeihilfen – Kurse, die als wertlos oder direkter Betrug beschrieben werden – vervollständigt das Bild.
Ausbildung, Qualifikation und das Sprachproblem
Einer der am meisten diskutierten Punkte ist die tatsächliche Qualifikation der Verlegten. Gegen die Idee, dass „einige vielleicht bereits Techniker sind“, wird skeptisch argumentiert: Ein Techniker in einem afrikanischen Land zu sein, bedeute nicht, dass man es in Europa sei, da Normen und Standards Welten trennen. Nach dieser Überlegung wäre es kosteneffizienter, jeden Arbeitslosen auszubilden, der die Sprache bereits beherrscht, als einem vermeintlichen Techniker Spanisch und Vorschriften beizubringen.
Einwanderung, so schließen die Vertreter dieser These, leiste nur dann einen Beitrag, wenn die Arbeitskräfte bereits ausgebildet und erfahren kommen, weil dieser Vorteil den anfänglichen Mangel an Integration oder Sprachkenntnissen ausgleicht. Dies sei jedoch in den meisten Herkunftsländern kaum der Fall.
Der Vorschlag des Arbeitgeberverbands liegt vorerst bei der Regierungsvertretung und der individuellen Prüfung jedes Falls. Wenn sich die Gesetzgebung nicht ändert, bleibt das Angebot genau das: ein Angebot. Und die Debatte darüber, wer diese Stellen besetzen soll – die hier bereits Anwesenden oder die gerade Angekommenen – zeigt keine Anzeichen einer baldigen Lösung.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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