Aragón streicht Arabisch- und Marokko-Kurse an 10 Schulen

Die spanische Region Aragón beendet das Programm für Arabische Sprache und Marokkanische Kultur an 10 Schulen ab dem Schuljahr 2026-2027. Die Gründe und den Hintergrund finden Sie hier.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Die Regionalregierung von Aragón hat beschlossen, das Programm für Arabische Sprache und Marokkanische Kultur an zehn Schulen ab dem kommenden Schuljahr 2026-2027 zu streichen. Die von Vox vorangetriebene Maßnahme ist eine Reaktion auf ihre Ablehnung der "Sarracinisierung".

Das Schuljahr 2026-2027 markiert das Ende des Programms für Arabische Sprache und Marokkanische Kultur an zehn Schulen in **Aragón**. Die Entscheidung, verkündet vom Vizepräsidenten der Regionalregierung, **Alejandro Nolasco** von Vox, erfüllt eine der Bedingungen, die für die Bildung der Koalitionsregierung vereinbart wurden. Das Programm, das an Schulen wie dem CEIP **Aljafería** und dem CEIP **Luis Vives** unterrichtet wurde, wird nach mehreren früheren Abschaffungsversuchen der Partei nicht mehr angeboten.

## Ein Regierungspakt mit Bedingungen

Der Eintritt von Vox in die von **Jorge Azcón** geführte aragonesische Regierung brachte eine Reihe von Forderungen der rechtspopulistischen Partei mit sich. Darunter war die Abschaffung dieses Bildungsprogramms ein zentraler Punkt. Die Maßnahme wird nun umgesetzt, nach einem Verhandlungsprozess, der mehr als zwei Monate dauerte und eine Neuwahl verhindern sollte. Die Vereinbarung folgt einem ähnlichen Modell wie der zuvor von PP und Vox in **Extremadura** geschlossene Pakt.

## Ablehnung der "Sarracinisierung" als Begründung

Das wichtigste Argument zur Rechtfertigung der Streichung dieser Kurse ist Vox' Ablehnung dessen, was sie die "Sarracinisierung Europas und Spaniens" nennen. Diese Haltung war bereits zuvor deutlich geworden, als die Partei im November 2025 versuchte, das Programm im aragonesischen Parlament abzuschaffen – ohne Erfolg. Auch ein Antrag der Vox-Fraktion im Stadtrat von Zaragoza im Juni 2025, der die sofortige Aussetzung des Programms an spanischen Schulen forderte, fand nicht die nötige Unterstützung.

## Machtaufteilung und "nationale Priorität"

Die Regierungskoalition in Aragón hat nicht nur die Abschaffung des Arabisch-Programms bedeutet. Vox, das sein Wahlergebnis in der Region verdoppelt hat – von **7** auf **14** Sitze –, ist an der Exekutivmacht beteiligt. Ein weiterer wichtiger Punkt des Pakts ist die "nationale Priorität". Während Vox das Prinzip "Spanier zuerst" vertritt, hat die **PP** dessen Umsetzung eingeschränkt und versichert, dass es geltendes Recht nicht verletzen und keine Diskriminierung bedeuten werde. Die Regionalregierung kritisiert zudem die Einwanderungsregularisierungspolitik der nationalen Regierung und kündigte eine Klage vor dem Obersten Gerichtshof an.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (4 Antworten).

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