Anstieg der Schlaganfälle in Málaga: Gesundheitsbehörde schließt Impfung aus

Die Krankenhauseinweisungen wegen Schlaganfällen steigen in Málaga. Die Behörden führen dies auf multifaktorielle Ursachen zurück, nicht auf die Corona-Impfung.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Anstieg der Schlaganfälle in Málaga: Gesundheitsbehörde schließt Impfung aus
Anstieg der Schlaganfälle in Málaga: Gesundheitsbehörde schließt Impfung aus

Warum nehmen die Fälle von Schlaganfällen in Málaga zu? Diese Frage stellen sich derzeit viele Leser, nachdem bekannt wurde, dass die Einweisungen aufgrund eines Hirnschlags (accidente cerebrovascular) kontinuierlich gestiegen sind und die Gesundheitsbehörden klargestellt haben, dass das Phänomen multifaktoriell ist und nicht durch die Corona-Impfung verursacht wird. Die Klarstellung hat jedoch eher Skepsis geschürt als beruhigt: Wenn jemand schnell beteuert, dass es nicht an X liegt, entsteht oft automatisch Misstrauen.

Was sagen die Daten über Schlaganfälle in Málaga?

Laut Informationen, die in Diariosur veröffentlicht wurden, steigt die Zahl der Schlaganfallfälle in der Provinz. Dies wird verschiedenen Gründen zugeschrieben – einem multifaktoriellen Cocktail aus klassischen Faktoren wie Alter, Bluthochdruck und Lebensgewohnheiten sowie neuen Einflüssen. Bemerkenswert ist nicht der Anstieg selbst, sondern die Eile, ihn von der Impfkampagne zu entkoppeln. Der Artikel stellt klar: Es liegt nicht an der Impfung. Und diese Beharrlichkeit hat die Debatte statt zu beenden erst richtig entfacht.

Einige argumentieren, dass die zeitliche Korrelation zu offensichtlich sei, um sie zu ignorieren: Die Einweisungen beschleunigen sich genau dann, wenn die Massenimpfungen beginnen. Dagegen spricht, dass die Schlaganfallzahlen bereits vor der Impfkampagne stiegen und dass es ein Fehler wäre, jede Zunahme der Impfung zuzuschreiben (Verwechslung von Korrelation und Kausalität). Das Problem ist, dass dieses Argument während der Pandemie auch im umgekehrten Sinne verwendet wurde, wenn es gerade passte.

Warum erzeugt die Klarstellung zur Impfung Misstrauen?

Der Rückzug des AstraZeneca-Impfstoffs überschattet die gesamte Diskussion. Es wird daran erinnert, dass er der einzige war, der vom Markt genommen wurde, und dass zunächst Polizisten und Soldaten damit geimpft wurden. Dies nährt die Theorie, dass andere Impfstoffe ebenso fragwürdig oder schlimmer sein könnten. Die Ironie besteht darin, dass nach dieser Logik die bereits verabreichten Dosen nutzlos wären: Wenn ein Impfstoff zurückgezogen wird, muss etwas dahinterstecken.

Auch die Debatte über Nebenwirkungen der mRNA-Impfstoffe taucht auf. Es wird behauptet, dass mRNA rücktranskribiert werden kann und Zellen weiterhin das Spike-Protein produzieren, was zu Gefäßschäden und Gerinnungsproblemen führt. Diese Aussagen kursieren ohne Belege aus langfristigen klinischen Studien mit Kontrollgruppen und werden vom Artikel nicht unterstützt. Dennoch ist der Boden bereitet: Das Gefühl, dass Druck ausgeübt wurde, um Veröffentlichungen über Nebenwirkungen zu entfernen – wie jene, die Mark Zuckerberg zugeschrieben werden – verstärkt das Misstrauen.

Entwicklung der Debatte: Vom Spott zum Fakt

Der anfängliche Ton war spöttisch: Man möge doch zur achten Dosis rennen, ob es am Klimawandel oder an Pilingui liege. Allmählich begannen einige Teilnehmer, konkrete Zahlen zu liefern. Es wurde darauf hingewiesen, dass der stärkste jährliche Anstieg bei Schlaganfällen zwischen 2020 und 2021 stattfand – also vor den Impfungen – mit 16,8 %. In 2022 lag das Wachstum bei 12,8 %, während es 2023 auf 6,2 % sank, ähnlich dem Trend vor der Pandemie. Diese Daten verunsicherten viele und zwangen zu Differenzierungen.

Gegenargumente ließen nicht lange auf sich warten: Die ersten Impfungen in Spanien begannen am 27. Dezember 2020, sodass der Anstieg in 2021 durchaus mit dem Start der Kampagne zusammenfällt. Die Diskussion wandte sich der Unmöglichkeit zu, den Effekt der Impfung von dem der Infektion selbst zu trennen, sowie dem Fehlen einer Nachverfolgung der ungeimpften Bevölkerung. Eine solche Studie wurde bisher nicht vorgelegt.

Der Kontext, den niemand bestreitet: Druck auf die offizielle Erzählung

Über Schlaganfälle hinaus wird dieser Vorfall als weiteres Kapitel im Vertrauensverlust gegenüber den Gesundheitsinstitutionen gelesen. Kritisiert wird, dass so viele verschiedene Ursachen genannt werden – Sonne, Siesta, Öko-Angst, traditionelle Eintöpfe –, dass die Erklärung an Glaubwürdigkeit verliert. Das Gefühl, dass die Narrative je nach Bedarf angepasst werden, ist vielleicht der wahre gemeinsame Nenner dieser Debatte.

Die Kernfrage lautet nicht, ob die Impfung Schlaganfälle verursacht, sondern warum eine offizielle Klarstellung mehr Zweifel als Gewissheit weckt. Und die Antwort findet sich leider in keinem epidemiologischen Bulletin.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (169 Antworten).

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