Analyst known for censorship projects 169 seats for the right

Ein Analyst nutzt CIS-Mikrodaten, um 169 Sitze für das rechte Lager in Spanien vorherzusagen, wobei das D'Hondt-Verfahren das Ergebnis erschwert.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Analyst known for censorship projects 169 seats for the right
Der „Asterisk-Kapitän“ kehrt mit einer 169-Sitze-Prognose für die Rechte zurück

Ein Analyst, der 2009 Moderator eines Wirtschaftsforums war und der nach Erinnerungen Beteiligter unangenehme Wörter mit Asterisken zensierte, hat eine Prognose auf Basis von CIS-Mikrodaten (Centro de Investigaciones Sociológicas) veröffentlicht. Sein Fazit: Das von ihm als reaktionär bezeichnete Lager käme auf 169 Sitze, was bedeute, dass sich die spanische Gesellschaft nicht nach rechts entwickelt habe. Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten: von Erinnerungen an seine Zeit als Zensor bis hin zur Analyse des D'Hondt-Verfahrens, das laut einem Teilnehmer sein Szenario widerlegt.

Die zentrale Zahl des Tweets ist 169. Mit dieser Zahl behauptet der Autor, dass das rechte Lager keine Mehrheit erreicht und die Wählerschaft nicht zu konservativen Positionen gewechselt hat. Die Daten, die als Prognose aus den Mikrodaten der CIS-Barometer präsentiert werden, haben eine wiederkehrende Diskussion neu entfacht: Inwieweit erfassen CIS-Umfragen die tatsächliche Wahlentscheidung und inwieweit hängt die Sitzverteilung von der provinziellen Arithmetik ab?

Die Berechnung, die das D'Hondt-Verfahren ignoriert

Ein Teilnehmer hat das Szenario mit einem Rechenbeispiel entlarvt. In einer Provinz mit fünf Sitzen, in der die PSOE 38 % und andere linke Parteien 12 % erreichen, führt eine Verteilung von 35 % für die PP (Partido Popular) und 15 % für Vox zu drei Abgeordneten für die Rechte. Wenn beide Parteien jedoch bei 25 % gleichauf liegen, erhält die Rechte nur zwei. Bei denselben 50 % der Stimmen also einen Sitz weniger. Der Grund ist, dass das D'Hondt-Verfahren die Quoten separat berechnet und die Stimmen verschiedener Parteien nicht vor der Verteilung zusammenzählt.

Dieses Detail macht jede aggregierte Prognose zu einem fragilen Unterfangen. Es reicht nicht aus, nationale Prozentsätze zu addieren: Entscheidend ist, wie sich PP und Vox in jeder Provinz verteilen, insbesondere in jenen mit wenigen Abgeordneten. Eine vollständige, Provinz für Provinz aufgeschlüsselte Berechnung ist das, was eine seriöse Prognose von einer bloßen Schlagzeile unterscheidet.

Von der Zensur 2009 bis zum Labor in einem Industriegebiet

Die Diskussion beschränkt sich nicht auf die Arithmetik. Mehrere Nachrichten erinnern an die Zeit des Autors als Moderator eines Wirtschaftsforums im Jahr 2009, als er laut den geteilten Berichten Nachrichten zensierte und Wörter durch Asterisken ersetzte. Daher rührt auch sein Spitzname. Es wird zudem erwähnt, dass er ein Labor in einem Industriegebiet im Süden von Madrid betreibt und einen Wirtschaftspodcast führt, der laut Hörern eine Serie gescheiterter Vorhersagen aufweist: dass die Immobilienpreise weiter sinken würden oder dass ein ELbichito-19-Impfstoff nicht erreicht werden könne.

Diese Vorgeschichte nährt das Misstrauen. Es gibt Leute, die ihm zuhören, um gezielt gegen seine Prognosen zu investieren. Die Ironie liegt darin, dass ein Analyst mit diesem Lebenslauf nun eine Wahlanalyse präsentiert, als wäre sie eine statistische Wahrheit.

Die Stimme, die nicht sagt, was die Umfrage behauptet

Die andere Front ist methodischer Natur. Es wird argumentiert, dass in Zeitungen veröffentlichte Umfragen so zuverlässig wie Horoskope seien und dass ein Rentner, der die PSOE ablehnt und behauptet, Vox zu wählen, bei genauerem Nachfragen zugibt, dass seine Rente davon abhängt, wer regiert. Diese Lücke zwischen erklärter Absicht und tatsächlichem Wahlverhalten ist das Loch, durch das optimistische Prognosen schlüpfen.

Die Diskussion führt zu einem unbequemen Schluss: Die Mikrodaten des CIS können zwar dazu dienen, Einstellungen zu beschreiben, aber sie in Sitze umzumünzen, erfordert die Annahme eines Stimmentransfers, den keine Umfrage garantieren kann. In einem System wie dem spanischen, in dem ein Abgeordneter in einer kleinen Provinz von einer Handvoll Stimmen abhängen kann, ist der Unterschied zwischen 169 und einer Mehrheit ein gefährliches Terrain.

Angesichts dieser Umstände sollte jede Vorhersage über die nächste Sitzverteilung einen Warnhinweis im Kleingedruckten tragen. Die Arithmetik verzeiht nicht, und die Erinnerung an die Asterisken auch nicht.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (27 Antworten).

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