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Am Hausverwalter zu sparen ist das Schlimmste, was eine Eigentümergemeinschaft tun kann
Ein billiger oder abwesender Hausverwalter treibt die Reparaturkosten hoch: Aus einem Leck an einem Regenrinnenübergang kann eine vollständige Abdichtung des Gesimses werden. Wir erklären, warum.
Die Ersparnis von rund 200 Euro pro Jahr bei der Verwaltervergütung wird durch teurere Reparaturen und Arbeiten, die die Gemeinschaft nicht eingeplant hatte, mehr als aufgefressen. Ein abwesender Verwalter lässt die Eigentümergemeinschaft auf Autopilot laufen, und aus einem kleinen Problem wird eine Baumaßnahme.
Die Szene wiederholt sich: Auf der Versammlung taucht jemand mit dem Angebot eines Verwalters auf, der **200 Euro weniger** pro Jahr verlangt, und der Saal ist begeistert. Nicht erwähnt wird, dass diese Ersparnis bei der ersten Reparatur schon dahin ist. Ein Verwalter, der sich nicht bewegt, bemerkt das Leck an der Mündung des Regenfallrohrs der Dachrinne erst, wenn das Wasser längst sein Werk verrichtet hat.
## Was passiert, wenn der Verwalter nicht auftaucht
Die Gemeinschaft läuft auf Autopilot. Der Verwaltungsbeirat meldet sich nicht, der Verwalter ist ein Anrufbeantworter oder ein Bot, und die Mängel stapeln sich, ohne dass jemand sie vorantreibt. Neun Monate mit einem offenen Wasserschaden reichen völlig aus, damit sich der Schaden von der Dachrinne aufs Gesims ausbreitet.
Wenn das Problem endlich angegangen wird, deckt das Angebot nicht mehr nur die Ursache. Das Abdichtungsunternehmen kalkuliert auch die betroffenen Meter Gesims mit, denn Wasser kennt keine Kostenpositionen. Was als punktuelle Reparatur begann, endet als Baumaßnahme mit Gerüst.
## Die wahren Kosten der billigen Vergütung
Die Verwaltervergütung ist nur der sichtbare Teil der Rechnung. Der unsichtbare Teil kommt danach: Reparaturen, die sich vervielfachen, überstürzt beschlossene Arbeiten und Sonderumlagen, mit denen niemand gerechnet hat. Die jährliche Ersparnis von **200 Euro** wird zu einem Ausgabenberg in Tausenderhöhe, wenn das Problem chronisch wird.
Manche halten den billigen Hausverwalter gerade deshalb für teuer: nicht weil er wenig verlangt, sondern weil seine Abwesenheit die Gemeinschaft ohne jemanden lässt, der kontrolliert, warnt und verhandelt. Der Unterschied zwischen einem präsenten und einem abwesenden Verwalter zeigt sich nicht in der Vergütung, sondern in dem, was es kostet, das Verrottete wieder in Ordnung zu bringen.
## Worauf man vor einem Verwalterwechsel achten sollte
Bevor man nur wegen des Preises für einen Wechsel stimmt, lohnt es sich zu prüfen, was der bisherige Verwalter geleistet hat: wie viele Mängel er abgeschlossen hat, in welcher Zeit und mit welchen Angeboten. Ein Verwalter, der reagiert und vor Ort erscheint, ist mehr wert als einer, der lächerlich niedrige Vergütungen unterschreibt und dann verschwindet.
Eine Eigentümergemeinschaft ist kein Dienstleister, den man aus einem Katalog auswählt. Sie ist eine Gruppe von Nachbarn, die sich Dach, Fallrohre und Gesims teilen. Wenn die Verwaltung fehlt, zahlt das Gebäude.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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