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Alcanzia Energía: günstiger als das Stromoligopol in Spanien, aber mit Schattenseiten
Alcanzia Energía versprach 2015 in Spanien günstigere Stromrechnungen als das Oligopol. Die ersten Kunden rechneten mit zwei Euro Ersparnis pro Monat – und mit dem einen oder anderen Schrecken.
Alcanzia Energía: günstiger als das Stromoligopol in Spanien, aber mit Schattenseiten
Im Januar 2015 wurde die Stromrechnung zu einem kleinen Haushaltsenshaushalt. Während Endesa eine Preiserhöhung „angesichts der Marktlage“ ankündigte, benannte der Vergleichsrechner der OCU Alcanzia Energía als günstigsten Stromanbieter für ein Privatkundenprofil. Das Paradox war nicht gering: Der offizielle Vergleichsrechner der CNE (spanische Energieaufsicht) platzierte die Großen des Oligopols weiterhin unter den preiswertesten Optionen. Die Frage, die sich verbreitete, war einfach: Spürt man das wirklich auf der Rechnung?
Die ersten Rechnungen sprachen dafür, allerdings mit Einschränkungen. Ein Kunde verglich seine letzte Iberdrola-Rechnung mit der ersten von Alcanzia: Die bereitgestellte Leistung kostete statt 0,135031 €/kW/Tag nun 0,104229 €/kW/Tag, und der Arbeitspreis lag bei rund 0,11875 €/kWh gegenüber den effektiven 0,1287 €/kWh des traditionellen Anbieters. Die Ersparnis lag bei durchschnittlichem Verbrauch bei etwa zwei Euro im Monat. Wenig, aber real.
Das Preisargument: günstige Netzentgelte, Marge beim Verbrauch
Die Tarifstruktur von Alcanzia erklärt einen Teil der Attraktivität. Den verfügbaren Daten zufolge berechnete das Unternehmen ausschließlich das von der Regierung festgelegte Netzentgelt für die Leistung —38,043426 €/kW/Jahr—, während der regulierte Tarif PVPC 42,4362 €/kW/Jahr ansetzte, einschließlich der Gewinnmarge. Das Geschäft des Anbieters konzentrierte sich auf den Arbeitspreis, wo er Festpreise oder indexierte Preise anbot. Für ein Geschäft mit Elektroheizungen war der Sprung beachtlich: von durchschnittlich 250 Euro im Monat mit Endesa auf 150 Euro mit Alcanzia, mit Winter spitzen, die von 300 auf 180 Euro sanken.
Vom echten Wettbewerb war immer wieder die Rede: den Ausstieg aus dem Oligopol hatte, selbst bei bescheidenen Ersparnissen, einen symbolischen Wert. „Der Aufwand ist ein Formular, das man in fünf Minuten ausfüllt“, fasste ein Kunde zusammen. Der Anbieterwechsel war in den meisten Fällen in weniger als einer Woche abgeschlossen.
Das Kleingedruckte: fehlerhafte Rechnungen und Kundenservice
Nicht alles war positives Gerede. Ein Bericht beschrieb eine Rechnung über 515 Euro für 3.278 kWh, die der Kunde nie verbraucht hatte. Die Reaktion des Unternehmens war diesem Bericht zufolge langsam und wenig lösungsorientiert. Die Verantwortung für die Zählerablesung liegt beim Verteilernetzbetreiber, aber die Rechnung stellt der Anbieter aus, und er muss sie auch korrigieren. Der Vorfall hinterließ eine Warnung: Bei kleinen Anbietern kann die Ersparnis zunichte werden, sobald ein Problem auftritt.
Der regulatorische Schrecken von 2016
Im Februar 2016 leitete das Industrieministerium ein Ausschlussverfahren gegen vier Anbieter ein, darunter Alcanzia und LCM Energía, wegen unzureichender Sicherheitsleistungen in bestimmten Zeiträumen des Jahres 2015. Das Verfahren wurde eingestellt und das Unternehmen arbeitete weiter, doch der Vorfall erinnerte daran, dass auch der freie Markt seine Beben hat. Die Nachricht machte in den Foren die Runde, und manche Kunden atmeten auf, als sie bestätigten, dass das Unternehmen weiter bestand.
Die Bilanz fällt angesichts der Berichte gemischt aus: wettbewerbsfähige Preise, schneller Anbieterwechsel und Ersparnisse von zwei Euro im Monat bis zu fast 23 % bei einem Geschäft mit Festpreistarif. Dem stehen ein Kundenservice, der nicht immer überzeugt, und regulatorische Unsicherheit gegenüber. Die Frage bleibt: Lohnt sich der Wechsel für zwei Euro? Das hängt davon ab, wie viel jedem seine Zeit und seine Ruhe wert sind.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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