«Nightmaere»: Der Dämon, der das Wort Albtraum prägte
Das englische Wort «nightmare» stammt vom altenglischen «nightmaere», wobei «maere» einen Dämon bezeichnete – auch «mare» im Altnordischen oder «mara» im Althochdeutschen –, der laut einem Debattanten Schlafende quälte und Albträume hervorrief. Dieser Teilnehmer behauptet, es sei früher in England allgemein bekannt gewesen, dass Albträume von Dämonen erzeugt werden. In einem Forum hat eine Diskussion mit 123 Antworten diese Etymologie wieder aufgegriffen, um eine These zu verteidigen: Albträume sind kein zufälliges Produkt des Gehirns, sondern das Ergebnis einer Interaktion mit nichtmenschlichen Entitäten, nach dieser Auffassung.
Was die Etymologie von Nightmare aussagt
Der Ausgangspunkt ist philologisch. Der angelsächsische Begriff «maere» bleibt in den germanischen Sprachen mit derselben Bedeutung erhalten: ein böses Wesen, das auf der Brust des Schlafenden lastet, laut dieser Erzählung. Die Verbindung zur Schlafparalyse ist direkt: Das Gefühl von Gewicht auf dem Thorax, die Unfähigkeit sich zu bewegen und die Präsenz einer bedrohlichen Figur tauchen in Berichten verschiedener Kulturen auf. In Japan heißt es kanashibari, „mit Metall gefesselt“, und wird Geistern oder yōkai zugeschrieben. In China waren, laut einer im Thread zitierten Unterhaltung, Holz- oder Porzellankissen nicht nur ein Hygienemittel: Man glaubte, sie stabilisierten den Kopf und hinderten nächtliche Besucher daran, die Matratze zu verschieben. In Europa schliefen Mönche, laut derselben Unterhaltung, aus Disziplin auf Brettern oder Steinbänken, aber auch weil weiches Bettwerk der Versuchung Tür und Tor öffnete.
Sünde, Kreativität und schreckliche Albträume
Die zentrale These ist, dass eine direkte Beziehung zwischen Sünde und Albtraum besteht. Nicht alle Sünden erzeugen Albträume, und nicht alle Albträume sind gleich. Sünden im Zusammenhang mit Kreativität – der Konsum oder die Produktion gewalttätiger Filme, Bücher oder Videospiele, Okkultismus oder Pavor-Umgebungen – öffnen die Tür zu den düstersten Albträumen, nach diesem Ansatz. Andere Sünden erzeugen thematische Albträume: Wer stiehlt, könnte davon träumen, bestohlen zu werden. Im Gedanken sündigen entspricht dem tatsächlichen Sündigen. Die logische Schlussfolgerung dieses Rahmens ist, dass wer in nichts sündigt, keine Albträume haben wird. Und wenn er keine hat, liegt es nicht daran, dass Dämonen nicht existieren, sondern daran, dass kein Dämon Interesse daran hat, sie ihm zu bescheren, nach dieser Sichtweise.
Dämonen brauchen Erlaubnis und physischen Kontakt
Laut dieser Erzählung handeln Dämonen nicht mit absoluter Freiheit. Sie benötigen für alles ihre Tun Gottes Erlaubnis, aber wenn die Person ihnen Gründe liefert, gibt Gott sein Einverständnis. Um einen Albtraum zu erzeugen, muss der Dämon physischen Kontakt zum Schlafenden haben, nach dieser These. Das Medium ist das Gehirn, und dessen Zustand ist wichtig: Wenn die Person sehr müde ist, kann der Dämon versuchen, einen Albtraum zu erzeugen, aber scheitern, weil das Gehirn zu tief schläft, um diese Anweisungen zu verarbeiten. Im Albtraum kann der Dämon als Verwandter, Freund oder bekannte Figur erscheinen, denn was im Traum gesehen wird, ist identisch oder sehr ähnlich etwas, das die Person bereits zuvor gesehen hat. Er zeigt nie seine wahre Gestalt, laut diesem Bericht.
Warum wir keinen Dämon schlagen können
Die Volkstradition besagt, man würde Geister wie Rauch durchdringen. Dieser Ansatz behauptet das Gegenteil. Dämonen können Wände und Materie durchdringen, aber nicht eine Person, denn die Person hat einen Geist, nach dieser Interpretation. Dennoch ist noch niemand mit einem Dämon kollidiert. Die Erklärung ist doppelt: Sie bemühen sich, schnell auszuweichen, und wenn jemand versehentlich zuschlagen würde, erhielte die Person keinerlei Kraft; die gesamte Kraft würde der Dämon aufnehmen, und der Arm würde nicht im Geringsten abgebremst. Bei einer Gelegenheit, an jener Grenze zwischen Schlaf und Wachsein, bemerkte der Autor eine Präsenz hinter sich, drehte sich um, sie wegzustoßen, und sah für einen Moment einen unscharfen Schatten von der Größe eines mittelgroßen Hundes, der geschickt auswich. Nach seiner Größe könnte es sich gut um ein Wesen gehandelt haben, das dem ähnelt, das in bestimmter klassischer Ikonographie auf der Brust einer Frau sitzt, nach seiner Deutung.
Schlafparalyse und Schlafzimmer-Besucher
Die Schlafparalyse wird, nach dieser Interpretation, ebenfalls von Dämonen verursacht, genau wie die übrige Phänomenologie im Zusammenhang mit Schlafzimmer-Besuchern. Die Erfahrung ist in verschiedenen Kulturen konsistent: Immobilität, Druck, Präsenz. Der Unterschied liegt im Namen, den jede Tradition ihr gibt. In der angloamerikanischen Welt der germanische mare. In Japan kanashibari. In China das harte Kissen als Abwehr. In Europa das Holzbett als Buße und Schutz. Die Übereinstimmung ist schwer zu ignorieren, auch wenn die Interpretation eine andere ist.
Das Gegenargument: Fieber, Pizza und Skeptizismus
Nicht alle Beteiligten kaufen diesen Rahmen. Ein Skeptiker weist darauf hin, dass bei Krankheit und Fieber die Wahrscheinlichkeit von Albträumen steigt, was auf eine physiologische Ursache hindeutet. Der Autor des Ansatzes antwortet ironisch: „Und wenn man Pizza isst, die älter als 3 Tage ist.“ Der Skeptiker interpretiert dies als Eingeständnis: Wenn Pizza oder Fieber sie verursachen, dann tun es nicht die Dämonen. Die Antwort lautet, dass der körperliche Zustand die Fähigkeit des Dämons beeinflusst, den Albtraum zu erzeugen, nicht seine Urheberschaft, nach diesem Ansatz. Extreme Müdigkeit verhindert beispielsweise, dass das Gehirn die Anweisungen des Dämons verarbeitet. Fieber hingegen erleichtert den Boden. Die Diskussion bleibt offen.
Andere Abschweifungen der Debatte
Der Austausch driftete in breitere Gebiete ab. Es wurde diskutiert, ob Tiere nach dem Tod irgendwohin gehen – die Bibel sagt es nicht, aber Opfer reiner Tiere deuten darauf hin, dass YHWH sie in seinem Reich hatte, laut einem Teilnehmer – und ob sie in der neuen Erde und dem neuen Himmel auferstehen werden. Die Figur des Succubus wurde vorsichtig erwähnt. Über die Natur der Heiligkeit wurde debattiert: nicht als katholische Seligsprechung, sondern als „Abgesondertsein“, gemäß Hebräer 12:14. Und über göttlichen Schutz gesprochen: Dämonen können die Seele nicht töten, nur den Körper, und Gläubige sollten sie nicht fürchten, sondern Gott keine Gründe geben, ihn nicht in sein Reich eintreten zu lassen. Das Gespräch wandte sich auch der künstlichen Verknappung von Gold und Diamanten zu, der tatsächlichen Nützlichkeit von Gold als Talisman oder in der Industrie und der Akkumulation in Fort Knox, laut einigen Teilnehmern. Und hin zu Theorien über historische Chronologie und die Form der Erde, die nach heutigem Wissensstand keine wissenschaftliche Unterstützung finden.
Die Etymologie ist solide: «nightmare» kommt von «nightmaere». Die daraus gezogene Interpretation ist eine andere Sache. Wer unter wiederkehrenden Albträumen leidet, sollte besser einen Gesundheitsfachmann konsultieren, bevor er im spirituellen Bereich nach Schuldigen sucht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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