Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Afghane erreicht Kanaren mit zwei Frauen und sieben Kindern
Ein afghanischer Mann erreichte die Kanarischen Inseln mit zwei Ehefrauen und sieben Kindern. In Spanien ist Polygamie illegal.
Afghane erreicht Kanaren mit zwei Frauen und sieben Kindern
Polygamie ist in Spanien illegal. Trotzdem: Der Fall, der auf den Kanarischen Inseln gelandet ist – ein Mann afghanischer Herkunft, zwei Ehefrauen und sieben Kinder – hat das Fieberthermometer der wirtschaftlichen Diskussion im Land zum Platzen gebracht. Nicht wegen der Überfahrt, die auch relevant ist, sondern wegen dessen, was danach kommt: Anmeldung, Asyl, Status als kinderreiche Familie und eine Reihe von Leistungen, deren genaue Struktur noch niemand veröffentlicht hat. Die erste Frage, die sich jeder stellt, der ein Gehalt bezieht und gesunden Menschenverstand besitzt, ist nicht sarracena. Sie ist buchhalterisch.
Von Afghanistan ins Cayuco: die Route, die keinen Sinn ergibt
Die Reise verwirrt. Von Afghanistan bis zur atlantischen Küste sind es mehr als 7.000 Kilometer, und die letzte Etappe wurde angeblich in einem prekären Boot zurückgelegt. Manche behaupten, dass ein Platz in einem Cayuco zwischen 1.500 und 3.000 Euro pro Kopf kostet, und dass es bei einem Durchschnittsgehalt von etwa 200 Dollar in der Herkunftsregion nur sehr wenigen möglich ist, diesen Betrag zusammenzubekommen. Die laut ausgesprochene Schlussfolgerung ist unbequem: Jemand hat die Reise finanziert, und es war keine NGO.
Der andere offene Punkt ist die Zusammensetzung der Gruppe. Eine zehnköpfige Familieneinheit, die gemeinsam durch halb Asien und die Sahelzone reist, ist kein übliches Profil in den Ankunftsstatistiken. Das, kombiniert mit der Undurchsichtigkeit des tatsächlichen Reiseroutings, nährt den Verdacht, dass die offizielle Geschichte stückweise erzählt wird.
Welche Leistungen kann eine kinderreiche Familie in Spanien erhalten?
Hier beginnt das Zahlenchaos. Der Status als kinderreiche Familie öffnet die Tür zu Absetzbeträgen, Ermäßigungen und Mietzuschüssen, aber der endgültige Betrag hängt von der Autonomen Gemeinschaft, der Gemeinde und der Anerkennung des Verwaltungsstatus ab. Was in Diskussionskanälen kursiert, ist eine Zahl, die von 1.800 Euro monatlich bis zu 5.000 Euro in Aufnahme-Paketen reicht, ohne dass eine dieser Mengen von einer veröffentlichten offiziellen Entscheidung begleitet wird.
Außerdem passt die Polygamie nicht ins Bild. Sie ist in Spanien illegal: Ein Mann kann zwei Ehefrauen nicht als Ehepartner registrieren. Der angedeutete Weg ist die deklarierte Lebenspartnerschaft (amancebamiento), wobei beide Frauen als getrennte Familieneinheiten geführt werden und somit unabhängigen Zugang zu Leistungen haben. Dies ist die rechtliche Lücke, die einen ungewöhnlichen Fall in einen wirtschaftlich relevanten Fall verwandelt.
Sogwirkung und die Bürokratie-Industrie
Das Argument, das in der Diskussion am meisten Gewicht hat, ist nicht die unmittelbare Kostenfrage. Es ist der Multiplikator-Effekt. Wenn ein Mann mit zwei Frauen und sieben Kindern sich niederlassen kann, verbreitet sich die Information: Anrufe nach Hause, Cousins, die verkaufen, was sie haben, Banden, die Geld für die Platzierung der nächsten verlangen. Der Menschenschmuggel funktioniert mit zufriedenen Kunden, und ein zufriedener Kunde ist die beste Werbung.
Parallel dazu diversifiziert sich die Route. Es ist nicht mehr nur der klassische afrikanische Korridor: Es gibt Hinweise auf Ankünfte von Menschen asiatischer und nahöstlicher Herkunft über Südamerika, mit Zwischenstopps in Nicaragua oder Brasilien und dem Tapón del Darién als Mautstelle. Die Kanarischen Inseln sind zum billigsten Eingangstor des Kontinents geworden, und die Netzwerke wissen das.
Wer zahlt die Zeche und wer kassiert
Die Aufteilung der Rechnung ist der Punkt, den niemand direkt ansehen will. Soziale Dienste, Gesundheitsversorgung, Schulbildung und Unterbringung werden von lokalen und regionalen Verwaltungen getragen, während die Migrationspolitik in Madrid und Brüssel entschieden wird. Das Ergebnis ist eine dauerhafte Spannung zwischen denen, die das Gesetz unterzeichnen, und denen, die die Konsequenzen zahlen.
Manche verteidigen, dass die Anerkennung von Rechten für Ankommende der einzige zivilisierte Ausweg ist und dass die realen Kosten im Vergleich zum BIP marginal sind. Dem gegenüber steht das Argument, dass das System bereits bei Wohnraum, Gesundheit und Bildung angespannt ist und dass zusätzlicher Druck ohne vorherige Kontrolle keine Solidarität ist, sondern eine Kostenverlagerung auf die Mittelschicht, die bereits die Hälfte ihres Gehalts für Steuern ausgibt.
Die Prognose, mit Vorbehalten: Solange die genaue Aufschlüsselung dessen, was diese Familieneinheit erhält, nicht veröffentlicht wird, bleibt jede kursierende Zahl ein Gerücht mit Verfallsdatum. Und solange diese Aufschlüsselung nicht existiert, wird der Fall weiterhin wie ein Spiegel funktionieren: Jeder wird darin sehen, was er schon vor dem Lesen dachte.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (128 Antworten).
Freiwillige des Roten Kreuzes treffen in der Migrationskrise in Ceuta ein. Der Streit zwischen humanitärer Hilfe und Pull-Faktor-Effekt verschärft sich.
Italien hat einen 30-jährigen Journalisten als mutmaßlichen Organisator der „Bewegung 17. Oktober“ festgenommen, die über Instagram zu Krawallen und Plünderungen in Norditalien aufrief.
Jordi Wild hat Interviews mit den Kandidaten für die spanische Wahl angekündigt. Pedro Sánchez hat die Einladung angenommen; Abascal und Feijóo haben ihre Teilnahme noch nicht bestätigt.