Ada Colau führt Frente Amplio als Kandidatin für Spaniens Regierung an

Ada Colau wird Kandidatin von Frente Amplio für das Amt der spanischen Ministerpräsidentin. Die Ankündigung entfacht die Debatte über die Machbarkeit des Projekts neu.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Ada Colau führt Frente Amplio als Kandidatin für Spaniens Regierung an
Colau führt Frente Amplio als Kandidatin für das Amt der Regierungschefin an

Was wie ein Rückzug aussah, hat sich in ein großes Comeback verwandelt. Ada Colau wird Kandidatin von Frente Amplio für das Amt der spanischen Ministerpräsidentin sein, wie eine Ankündigung, die das Schachbrett der Linken erschüttert hat, zeigt. Die Nachricht, in weiten Teilen des wirtschaftlichen Lagers mit Häme aufgenommen, wirft die Frage nach der Tragfähigkeit eines Projekts neu auf, das eine verstreute und enttäuschte Wählerschaft vereinen will.

Die Ankündigung, die niemand erwartete und viele fürchteten

Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Manche behaupten, die Ex-Bürgermeisterin von Barcelona sei die Schlaueste von all diesen Wohlstands-Pogre und am Ende setze sie sich auf den eisernen Thron. Andere wiederum sehen in ihrer Nominierung den Beweis, dass die Partei nur darauf abzielt, in Madrid und Katalonien Sitze zu gewinnen – eine Rechnung, die nach dieser Lesart auf katastrophale interne Umfragen schließen lässt.

Das Profil der Kandidatin spaltet selbst ihre potenziellen Wähler. Man argumentiert, sie habe ihre eigenen Finanzen nicht in den Griff bekommen – trotz des stattlichen Gehalts als Bürgermeisterin – und wolle nun ein ganzes Land verwalten. Die Ironie ist bitter: Diejenigen, die die Politik verändern wollten, recyclen am Ende dieselben alten Gesichter.

Warum wird die Tragfähigkeit von Frente Amplio angezweifelt?

Der häufigste Kritikpunkt richtet sich gegen die mangelnde Reichweite. Ein schmales Bündnis mit kurzer Reichweite, so fassen es jene zusammen, die an der Fähigkeit zweifeln, über die Hochburgen der Linken hinaus Fuß zu fassen. Die Wahlkraft sei, so der Vergleich, geringer als die eines Fortbewegungsmittels auf Muskelkraft.

Das eigentliche Argument lautet, dass die extreme Linke die Gewohnheit hat, die hitzigsten Köpfe nach vorn zu schicken. Wenn Colau das Projekt anführt, so die Schlussfolgerung, dann nur, weil die internen Umfragen katastrophale Ergebnisse zeigen und man ein bekanntes Gesicht braucht, um nicht zu verschwinden.

Der Verschleiß der Marke Colau

Colaus Bilanz als Bürgermeisterin lastet schwer auf ihr. Man erinnert sich daran, dass sie nicht einmal ihre eigenen Finanzen in den Griff bekam – trotz des stattlichen Gehalts als Bürgermeisterin – und nun ein ganzes Land verwalten will. Der Satz, mit hämischem Unterton wiederholt, fasst den Skeptizismus zusammen.

Manche sehen in ihrer Kandidatur nur einen Schachzug, um die anstehende Heißluft abzufangen. Die kommende Legislaturperiode, so die These, werde kompliziert, und niemand mit echten Ambitionen wolle den Verschleiß übernehmen. Colau hingegen stellt sich zur Verfügung.

Ein Gang in die Wahlpleite

Die Wendung ein Abgang in die Pleite fasst das Empfinden eines Teils der Wählerschaft zusammen. Man prophezeit ein Wahldebakel und beglückwünscht die Partei ironisch zu ihrer Wahl. Gute Kandidatin für die Wahlpleite, spotten sie.

Der Skeptizismus ist nicht allein auf die Rechte beschränkt. Selbst wer ideologisch nahesteht, zweifelt, dass Colau die richtige Person ist, um die Basis zu verbreitern. Die vorherrschende Stimmung: Das Projekt kommt mit Verfallsdatum zur Welt.

Die Auswirkungen auf das Schachbrett der Linken

Colaus Schachzug ordnet den Raum links der PSOE neu. Wenn ihre Kandidatur erfolgreich ist, könnte sie anderen Parteien Stimmen abjagen oder das pogre Lager noch weiter zersplittern. Die offene Frage ist, ob Frente Amplio die Enttäuschten für sich gewinnen kann oder im politischen Ghetto verschwindet.

Unterdessen hat die Nachricht die Debatte über die Qualität der Führungspersönlichkeiten neu entfacht. Wer nicht einmal die eigenen Finanzen verwalten konnte, so heißt es immer wieder, wolle nun ein ganzes Land regieren. Die unbequeme Frage schwebt über dem Projekt: Ist Colau die richtige Person, um eine Regierungsalternative anzuführen, oder nur der letzte Strohhalm, an den sich eine kriselnde Linke klammert?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (30 Antworten).

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