Abgaswarnung beim Citroën C3 HDi: 1.500 Euro oder eine Fahrt im vierten Gang

Die Abgaswarnung eines Citroën C3 HDi kann 1.500 Euro kosten oder mit einer Fahrt im vierten Gang behoben werden. Das berichten Betroffene.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Abgaswarnung beim Citroën C3 HDi: 1.500 Euro oder eine Fahrt im vierten Gang
Die Abgaswarnung des C3 HDi: 1.500 Euro oder eine Fahrt im vierten Gang

Was macht man, wenn das Armaturenbrett des Autos wie ein Weihnachtsbaum leuchtet und die Anleitung von einem System spricht, von dem man nicht mal wusste, dass es existiert? Ein Citroën C3 HDi von 2007, 125.000 Kilometer, neun Jahre alt und eine Meldung, die einem das Blut in den Adern gefrieren lässt: „Abgassystem defekt“. Das Auto laufe, so heißt es, wie immer. Aber der Zweifel nagt: Ist es nur ein Sensorfehler oder der Auftakt zu einer Rechnung von 1.500 Euro? Die Antwort hängt, wie fast immer, davon ab, wen man fragt.

Der Dieselpartikelfilter: die Erfindung, die niemand wollte

Moderne Dieselfahrzeuge haben einen Dieselpartikelfilter (DPF), der den Ruß auffängt, damit er nicht aus dem Auspuff kommt. In regelmäßigen Abständen erhöht der Motor die Temperatur, um den angesammelten Ruß abzubrennen – ein Vorgang, der Regeneration heißt. Wenn das Auto nur Kurzstrecken fährt, wenn man zu sanft fährt oder wenn der Zyklus nicht abgeschlossen werden kann, verstopft der Filter und die Warnung erscheint. Der meistgenannte Tipp: das Auto auf die Autobahn bringen, eine halbe Stunde im vierten Gang mit hohen Drehzahlen fahren und darauf hoffen, dass die Regeneration abgeschlossen wird. Mit Glück erlischt die Warnleuchte von selbst. Wenn nicht, geht es in die Werkstatt.

Das AGR-Ventil, der große Vergessene

Nicht alles liegt am Filter. Bei Motoren der PSA-Gruppe kann die Warnung auch auf ein AGR-Ventil hinweisen, das durch Schmutz verstopft ist. Das AGR-Ventil führt Abgase zurück, um die Emissionen zu senken, sammelt aber mit den Jahren so viel Ruß an, dass der Durchfluss blockiert wird. Es zu reinigen ist billiger, als den Filter zu wechseln, erfordert aber Geschick: ausbauen, die Kanäle reinigen und auf die innere Membran achten, die leicht reißt. Eine Blinddiagnose kann dazu führen, dass teure Teile ersetzt werden, obwohl das Problem an einem Ventil für 200 Euro lag.

Was kostet es? Kommt darauf an, wen man fragt

Der Partikelfilter wird laut den berichteten Fällen bei etwa 160.000 Kilometern ersetzt und kann rund 500 Euro kosten. Aber wenn die Diagnose schlimmer ausfällt, steigt die Rechnung auf 1.500 bis 2.000 Euro. Manche Besitzer haben den Filter geleert und das Steuergerät so umprogrammiert, dass es die Warnung ignoriert – eine Praxis, die die spanische Hauptuntersuchung (ITV) zunehmend kontrolliert. Andere haben das Auto einfach verkauft und sind auf Benziner umgestiegen. Die Frage ist nicht nur, wie viel es kostet, sondern wie viel man bereit ist, in ein Auto zu stecken, das weniger wert ist als die Reparatur.

Die Fahrt nach Cádiz und die Angst vor dem Liegenbleiben

Der Verfasser des ursprünglichen Beitrags plant, mit brennender Warnleuchte nach Cádiz zu fahren, 1.200 Kilometer. Ist das sicher? Die häufigste Antwort: Das Auto kann in den Notlaufmodus gehen und die Drehzahl auf etwa 2.000 begrenzen, sodass man am Straßenrand stehen bleibt. Andere sind hunderte Kilometer ohne Probleme gefahren. Die Unsicherheit ist komplett. Empfohlen wird aber, es nicht auf die lange Bank zu schieben: Wenn der Filter völlig verstopft, wird die Reparatur teurer. Und im Sommer, mit der Hochebene dazwischen, will niemand liegen bleiben.

Die Falle des modernen Diesels

Die Abgaswarnung ist das Symptom eines größeren Problems: Heutige Dieselfahrzeuge haben so viele Abgasnachbehandlungssysteme (DPF, AGR, AdBlue, Katalysatoren), dass jeder Fehler in der Kette die Leuchte zum Aufleuchten bringt und die Kosten in die Höhe treibt. Für Wenigfahrer wird Benziner zunehmend sinnvoller. Die Ironie: Ein Auto von 2007 mit 125.000 Kilometern läuft noch wie immer, aber die Warnung erinnert daran, dass die Technik zerbrechlicher und die Reparatur teurer geworden ist. Lohnt es sich? Das muss jeder selbst entscheiden, aber der Schreck sitzt schon im Armaturenbrett.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (28 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

-
Volver