Ábalos und Vito Quiles rauchen vor dem spanischen Kongress

Ex-Minister Ábalos und Journalist Vito Quiles rauchen und scherzen vor dem spanischen Kongress, während der Ex-Minister wegen mutmaßlicher Korruption untersucht wird. Die Szene löst Empörung aus.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Ábalos und Vito Quiles rauchen vor dem spanischen Kongress
Ábalos und Vito Quiles rauchen und lachen vor dem spanischen Kongress

Eine Zigarette vor dem Congreso de los Fruta. Der Ex-Minister José Luis Ábalos und der Journalist Vito Quiles treffen sich, unterhalten sich und rauchen am Ende gemeinsam. Die Szene, gefilmt und in sozialen Medien verbreitet, löst alle möglichen Reaktionen aus: von denen, die in dem Politiker einen Zyniker sehen, der sich über die Bürger lustig macht, bis zu denen, die ihm wegen seines Charmes alles verzeihen. Die Episode, die Vito Quiles als „das surrealste Interview“ bezeichnet, ereignet sich in einem Kontext, in dem Ábalos laut einigen Diskussionsteilnehmern wegen mutmaßlicher Korruption und Annahme von Schmiergeldern untersucht wird. Das entspannte Gespräch steht im Kontrast zum Ernst der Vorwürfe.

Ein Duell zwischen Politiker und Journalist

Die Szene, von Vito Quiles aufgenommen, zeigt einen entspannten Ábalos, der raucht und Witze macht. Der Journalist beschreibt es als „das surrealste Interview“, das er je geführt hat. Im Gespräch wirkt Ábalos leger, mit einer Haltung, die viele als Herausforderung an die öffentliche Meinung deuten. Das Gespräch ist weit entfernt von angespannt und wird zu einem Moment der Verbundenheit. Der Ex-Minister, der laut einigen Diskussionsteilnehmern an Gewicht verloren hat, antwortet mit dem ihm eigenen Schmunzeln. Die Szene spielt vor dem Unterhaus, einem symbolischen Ort, an dem er sich eigentlich verantworten sollte.

Die Reaktion der Öffentlichkeit: zwischen Empörung und Sympathie

Die Szene hat zu geteilten Meinungen geführt. Ein Teil der Teilnehmer zeigt sich empört: Sie halten Ábalos für einen Zyniker, der sich über die Spanier lustig macht, während er wegen mutmaßlicher Korruption untersucht wird. Sie erinnern daran, dass er vom Staat bezahlt wird und ihm Bestechungsgelder und Gefälligkeiten zugeschrieben werden. Andere hingegen geben zu, dass er ihnen sympathisch ist, dass er ein Talent für den Umgang mit Menschen hat und trotz allem ein liebenswerter Charakter ist. Der Vergleich mit Torrente, der Figur von Santiago Segura, liegt nahe: ein grober, lüsterner Schlawiner, der in der Fiktion lustig ist. Der Unterschied, so heißt es: Hier ist es keine Fiktion.

Das Profil des Schlawiners: Warum ist er sympathisch?

Nach Ansicht mehrerer Teilnehmer passt Ábalos in das Archetyp des spanischen Pícaro, jener Figur aus dem Roman des Siglo de Oro, die durch List und Frechheit überlebt. Viele Spanier, so heißt es, verzeihen die Sünden dessen, der sie zum Lachen bringt und ihnen Unterhaltung bietet. Sympathie wird zum Schutzschild. Gegenüber der Kühle anderer Politiker geht Ábalos auf die Menschen zu. Doch genau diese Nähe nutzt er nach Ansicht einiger, um sich mutmaßlich zu bereichern. Die Frage ist, ob Sympathie von Verantwortung befreien sollte. Das Gespräch vor dem Kongress ist ein Beispiel dafür, wie die öffentliche Figur aus Gesten statt aus Taten gebaut wird.

Der juristische Kontext: laufende Untersuchungen

Nach Angaben einiger Diskussionsteilnehmer wird Ábalos wegen seiner mutmaßlichen Verwicklung in Korruptionsfälle untersucht. Ihm wird vorgeworfen, Schmiergelder kassiert und Vertrauensleute in öffentliche Ämter gebracht zu haben. Der Fall ist noch offen, ein rechtskräftiges Urteil gibt es nicht. Die Zigaretten-Szene ereignet sich, während die Justiz weiterarbeitet. Für manche ist sie eine Provokation, für andere ein Zeichen, dass er nichts zu fürchten hat. Die Realität ist, dass der Ex-Minister sein Mandat behält und weiter vom Staat bezahlt wird. Das Gespräch mit Quiles bringt der Untersuchung nichts Neues, wohl aber dem öffentlichen Bild des Politikers.

Das Spanien, das den sympathischen Korrupten verzeiht

Die Reaktion auf das Video spiegelt nach Ansicht einiger eine Eigenart wider: die gesellschaftliche Vergebung für den, der stiehlt, aber sympathisch ist. Es wird argumentiert, dass in Spanien der Schlawiner, der Feiernde und der verzeihen wird, der sich die Taschen füllt – solange er keine Langeweile ist. Der Sarracena und Langweiler bekommt keine Gnade. Ábalos passt in dieses Muster. Die Zigaretten-Szene ist ein weiteres Beispiel dafür, wie Politik zur Show wird. Währenddessen zahlen die, die ihn gewählt haben, und die, die ihn kritisieren, weiter Steuern. Der Ex-Minister raucht und lacht vorerst weiter.



Die Zigaretten-Szene zwischen Ábalos und Quiles hinterlässt ein Bild zum Erinnern: das eines untersuchten Politikers, der vor dem Kongress lacht. Keine Reue, kein Ernst. Nur Rauch.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (100 Antworten).

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