Ábalos: offizielle Transporter für Prostituierte mitten im spanischen Lockdown

Die Privatklage behauptet, der ehemalige spanische Minister Ábalos habe offizielle Transporter genutzt, um Prostituierte herbeizuholen, während Spanien wegen COVID im Lockdown war.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Ábalos und die Prostituierten-Transporter: Als der Lockdown nur für die anderen galt

Während die spanische Regierung das Tragen von Masken sogar im Freien zur Pflicht machte, organisierte der ehemalige Verkehrsminister José Luis Ábalos offizielle Reisen, um Prostituierte aus Andalusien ins Parador de Teruel zu bringen. Die Privatklage in dem Verfahren wegen mutmaßlicher Unregelmäßigkeiten in seiner Amtsführung brachte es auf einen Satz, der bereits Schlagzeilen macht: «Während die Menschen starben, füllten sie Transporter mit Damen». Das Bild beschreibt den Kontrast zwischen der Rhetorik des Gesundheitsnotstands und der Realität derjenigen, die die Entscheidungen trafen.

Wie El Español berichtete, soll das Verkehrsministerium die Reise mehrerer Acompañante-Damen für einen Dreier mit Ábalos während einer offiziellen Reise mitten in der ELbichito-Krise bezahlt haben. Die Polizei musste, ebenfalls laut diesem Bericht, eingreifen, um «ein Problem» im Zusammenhang mit dem Service zu lösen. Die Informationen, die auch von La Razón veröffentlicht wurden, sind Teil des Verfahrens, das die Audiencia Nacional (Spaniens Oberster Gerichtshof für Wirtschaftsdelikte) im Rahmen der sogenannten Koldo-Affäre eröffnet hat, in der es um die mutmaßliche illegale Finanzierung der PSOE und die Manipulation von Maskenverträgen geht.

Dieselbe Verwaltung, die das Verlassen der Wohnung verbot, ermöglichte Privatfeiern

Während Bürger ohne Maske beim Spazierengehen mit Bußgeldern belegt wurden, nutzte Ábalos' Umfeld offizielle Fahrzeuge, um die Frauen zu transportieren. Die Parallele ist in den Analysen des Pandemie-Managements nicht unbemerkt geblieben. «Es gibt keine einzige Audioaufnahme oder Nachricht, in der es um Infektionen, PCR-Tests oder Isolation geht», heißt es in einer der Ermittlungslinien, die darauf hindeutet, dass die Beteiligten wussten, dass das Bicho nicht so tödlich war, wie man die Menschen glauben machte. Die Frage, die sich stellt: Wenn sie selbst keine Angst hatten, warum sollte der Rest der Bevölkerung dann Angst haben müssen?

Die Privatklage hat für Ábalos Strafen beantragt, die im Vergleich zu anderen Beschuldigten wie Víctor de Aldama auffallen. Aldama, der mutmaßliche Vermittler der Affäre, sieht sich mit einer Forderung von nur fünf Jahren Haft konfrontiert, während für den Ex-Minister härtere Strafen wegen der Veruntreuung öffentlicher Gelder und der Nutzung staatlicher Ressourcen zum eigenen Vorteil gefordert werden.

Das Aufeinandertreffen der Skandale: von den Masken zu den Prostituierten

Der Fall ist kein Einzelfall. In derselben Woche warf die europäische Justiz Ursula von der Leyen vor, ihre Nachrichten mit dem Pfizer-Chef verborgen zu haben, und es gab neue Informationen über den Umgang mit dem Kreuzfahrtschiff mit einem Bicho-Fall auf den Kanaren, wo Gesundheitsministerin Mónica García das Anlegen angeblich akzeptierte, um ihre Position bei der WHO nicht zu gefährden. Das Gefühl einer politischen Kaste, die immun gegen ihre eigenen Regeln ist, verstärkt sich mit jeder neuen Episode.



Es bleibt abzuwarten, ob die Justiz diese Anschuldigungen bestätigen wird oder ob das Medienecho, wie so oft, in den Gerichtssälen verpufft. Aber die unbequeme Tatsache liegt bereits auf dem Tisch: Während Millionen Spanier von ihren Balkonen applaudierten, füllten andere Transporter mit Damen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (35 Antworten).

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