80.000 Kameras erfassen jedes Auto in US-Überwachungsnetzwerk

Flock Safety betreibt 80.000 Kennzeichenkameras für 6.000 US-Behörden. Über 50 Kommunen kündigten Verträge aus Datenschutzgründen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Ein privates Netzwerk von etwa 80.000 Kameras zur automatischen Kennzeichenerfassung (ANPR), das von Flock Safety für mehr als 6.000 staatliche Kunden in den Vereinigten Staaten betrieben wird, erfasst die Passage jedes Fahrzeugs und erstellt Bewegungsprofile von Autofahrern, die keine Straftaten begangen haben. Die Polizei von Los Angeles verlängerte ihren Vertrag nicht, und über fünfzig Gemeinden haben Vereinbarungen mit dem Unternehmen gekündigt oder abgelehnt.

## Was jeder Mast aufzeichnet und welche Daten gespeichert werden

Die Kameras sind an Pfosten entlang von Straßen und Autobahnen installiert. Jedes Mal, wenn ein Fahrzeug vorbeifährt, lösen sie ein Bild aus und notieren das Kennzeichen, die Farbe, die Marke und die besonderen Merkmale des Wagens. Aus diesen Daten wird ein Bewegungsprofil erstellt.

Das Ergebnis ist eine systematische Aufzeichnung von Autofahrern ohne Vorstrafen. Es wird kein bestimmter Verdächtiger überwacht: Jeder, der vorbeikommt, wird fotografiert, und der digitale Fußabdruck wird gespeichert, falls er eines Tages nützlich sein sollte.

## Los Angeles und die Welle der Kündigungen

Die Polizei von **Los Angeles** hat ihren Vertrag mit dem Unternehmen nicht verlängert. Sie verwies auf "schwerwiegende Bedenken" hinsichtlich der bürgerlichen Freiheiten und des Datenschutzes, wie **Townhall** berichtet.

Mehr als **fünfzig Gemeinden** haben Vereinbarungen mit dem Unternehmen gekündigt oder abgelehnt. In mehreren Fällen kam die Entscheidung erst nach der Entdeckung, dass lokale Daten mit Bundesbehörden für Einwanderung geteilt wurden.

## Der Atlas of Surveillance zur Kontrolle der Überwachung

Um zu erfahren, welche Technologie jede Polizeibehörde nutzt, konsultieren Forscher und Journalisten den **Atlas of Surveillance**, eine öffentliche Datenbank, die diese Einsätze kartiert.

Das Tool ermöglicht es zu überprüfen, welche Polizeikräfte über Kameras, Lesegeräte oder andere Systeme verfügen, und dies mit deren offiziellen Angaben abzugleichen. Es ist der praktische Weg, um ein Netzwerk zu prüfen, das aufgrund seiner Größe schwer auf einen Blick zu verfolgen ist.

Der Kern des Problems bleibt bestehen: Alle aufzuzeichnen, um wenige zu fangen, verwandelt den täglichen Verkehr in einen Raum permanenter Verdächtigung.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (5 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

Volver