51.400 US-Soldaten verlassen ihre Basen im Nahen Osten

Der Abzug von 51.400 Soldaten aus Basen im Nahen Osten löst eine Debatte über die Zukunft des Petrodollars und die wirtschaftliche Hegemonie der USA aus.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

51.400 amerikanische Soldaten verlassen ihre Basen: der Anfang vom Ende des Petrodollars?

Die Zahl ist keine Metapher: 51.400 US-Soldaten verlassen derzeit ihre Basen im Nahen Osten. Bilder von Autokonvois auf dem Weg zu Hotels in Bahrain haben sich in Kreisen der Wirtschaftsanalyse wie ein Lauffeuer verbreitet – nicht nur in militärischen. Zur Debatte steht nicht eine taktische Verlagerung, sondern das Fundament der globalen Finanzordnung: der Petrodollar.

Der Petrodollar, der größte Wirtschaftsbetrug

Der Massenabzug hat eine Debatte wiedereröffnet, die schon begraben schien: Wie viel ist der Grüne wirklich wert, wenn die Saudis ihr Öl nicht mehr ausschließlich in Dollar verkaufen müssen? Der Diskussion liegt die Vorstellung zugrunde, dass das Petrodollar-System – die Vereinbarung aus den 1970er Jahren, mit der die USA militärischen Schutz dafür boten, dass Öl in ihrer Währung abgerechnet wurde – von manchen Analysten als „der größte Wirtschaftsbetrug der jüngeren Menschheitsgeschichte“ bezeichnet wurde. Der Truppenabzug ist der Beweis, dass der Schutzmantel geschlossen wird.

Die BRICS und das saudische Pokerspiel

Während die Soldaten packen, blickt Saudi-Arabien nach Osten – nicht zu seinen Grenzen, sondern zu den BRICS. Riad flirtet bereits damit, Rohöl in Yuan, Rubel oder Rupien zu verkaufen. Das ist kein isolierter Schritt: Auch Japan und Südkorea, die einen hohen Preis für den amerikanischen Schutz zahlen, fragen sich zunehmend, ob sich die Rechnung noch lohnt. Das wirtschaftliche Fundament des Imperiums bröckelt, wenn der Garant die Basen nicht mehr halten kann – oder will.

Ein Abzug, der kein Scherz ist

Manche behaupten, es handle sich um eine strategische Verlagerung in den Indopazifik, doch selbst diese Lesart bestätigt den relativen Bedeutungsverlust der USA in der Region, die 30 % des Weltöls fördert. Die Zahl 51.400 ist kein Tippfehler; sie ist die Spitze einer Entkopplung, die, wenn sie sich festigt, eine Neubewertung des Dollars als Reservewährung erzwingen würde. Die Frage, die niemand beantwortet, lautet: Was passiert, wenn Öl nicht mehr in Dollar gehandelt wird?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (18 Antworten).

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