400 € im Monat für die Wohnung des Partners zahlen

Ein Mann in Madrid streitet darüber, ob er 400 € monatlich für die bereits abbezahlte Wohnung seiner Partnerin zahlen muss – eine Debatte über geteilte Kosten.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

400 € im Monat für die Wohnung des Partners zahlen
400 Euro im Monat, um in der abbezahlten Wohnung des Partners zu schlafen

Die Wohnung ist bezahlt, möbliert, renoviert und bezugsfertig. Kein einziger Euro Hypothek. Und dennoch wird derjenige, der einzieht, jeden Monat 400 Euro hinlegen müssen. Die Szene spielt sich in einem Viertel von Madrid ab, außerhalb des M-30-Rings, in einer Wohnung ohne Garage oder Abstellraum. Derjenige, der zahlen würde, ist der Freund: ein Mann mit einem alten Kleinwagen, der fährt, während die Eigentümerin nicht einmal einen Führerschein hat. Sie sprachen über das Thema, wurden verärgert und ließen es ungeklärt.

Was man mit 400 Euro im Monat wirklich bezahlt

Die Zahlen für einen Zwei-Personen-Haushalt sind hartnäckig, und die Aufstellung, die einer der Forennutzer liefert, zeigt Folgendes:

  • Strom: 150-250 Euro alle zwei Monate (ca. 100 pro Monat)
  • Wasser: 90 Euro pro Quartal (30 pro Monat)
  • Gas: 50-60 Euro alle zwei Monate (30 pro Monat)
  • Festnetz und Internet: 40 pro Monat
  • Essen für zwei Personen: 400 pro Monat

Die Gesamtkosten liegen bei etwa 600 Euro monatlichen Fixkosten, und diese Berechnung beinhaltet weder den IBI (Grundsteuer), noch die Hausratversicherung, Reparaturen oder den Ersatz eines Pfannens.
Mit diesem Bild wirken 400 nicht wie ein Raub: es sind fast zwei Drittel der laufenden Kosten. Wenn die 400 jedoch auch die Lebensmittel abdecken, fließt ein großer Teil der Summe in den Warenkorb und nicht in die Immobilie. Und genau hier beginnt das Missverständnis.

Versteckte Miete oder Kostenverteilung?

Hier scheiden sich die Geister. Eine Meinung besagt, dass dies Miete unter anderem Namen ist: Die Wohnung gehört ihr, wird ihr bleiben, und wenn die Beziehung scheitert, steht er auf der Straße, ohne etwas aufgebaut zu haben. Aus dieser Sicht wird der Vorschlag direkt als Missbrauch bezeichnet.

Die andere Seite sieht das Gegenteil. Wenn die 400 Euro geteilte Kosten plus Lebensmittel sind, wäre die tatsächliche Miete, die er zahlen würde, etwa 200, und für diesen Preis bekommt man in der Hauptstadt kaum ein WG-Zimmer. In dieser Version geht er als der Gewinner hervor. Die Nuance, die alles kompliziert macht: Wenn ihr Gehalt das seine verdreifacht, hat es wenig mit Solidarität und viel mit Rentabilität zu tun, ihn dazu zu drängen, fast alle gemeinsamen Kosten zu decken.

Noch eine Rechnung bleibt in der Ecke liegen. Er hat ein Auto, sie fährt nicht, aber beide nutzen es für Einkäufe, Ausflüge und Erledigungen. Geht das Fahrzeug in die Rechnung ein? Manche antworten sarkastisch, dass man ihr, wenn man schon alles abrechnet, für die Fahrten ein Renting (Leasing) zahlen müsste.

Die Alternative, die sie bereits akzeptiert hat

Der am häufigsten genannte Ausweg: dass beide in eine Mietwohnung ziehen und diese hälftig bezahlen. Sie stellt ihre Wohnung auf den Markt und behält die Miete; er trägt seine Hälfte zum neuen Haus bei. Auf dem Papier ist dieser Plan ideal für die Eigentümerin und eher mittelmäßig für den anderen: Er würde Miete und Nebenkosten zahlen, ohne Eigentum zu erwerben, und das Auto müsste er irgendwo parken.

Er hat nachgerechnet und es geht nicht auf. Er sagt, dass er für diesen Preis nichts findet und obendrein noch die Nebenkosten hinzukommen würden. Die grundlegende Falle ist, dass das gesamte Konzept davon ausgeht, dass jemand verlieren muss, und meistens verliert derjenige, der nichts besitzt.

Ohne Vertrag gibt es keine Rechte: das Kleingedruckte

Ein Punkt, der auftaucht und dann wieder verschwindet: Wenn man wie ein Mieter zahlt, sollte man auch als Mieter unter Vertrag stehen. Diejenigen, die dies so sehen, argumentieren, dass es ohne Vertrag keine Kündigungsfrist, keine Reparaturen durch den Vermieter und keinen Schutz vor einem plötzlichen Rauswurf gibt. Der Satz, der sich wiederholt, ist, dass die Besitzerin ihn von einem Tag auf den anderen vor die Tür setzen kann.

Diejenigen, die die Zahlung verteidigen, entgegnen mit dem Konzept des Eigentums. Eine Hypothek kauft einen Vermögenswert; eine Miete kauft eine Dienstleistung. Warum das Haus eines anderen finanzieren, wenn man nicht einmal einen Stein erben wird? Das Problem ist, dass dieselbe Logik gegen denjenigen verwendet wird, der sie anwendet: Es ergibt auch keinen Sinn, Rechnungen an die Liebe zu koppeln. Und wer in der Wohnung seines Partners lebte, beschreibt es unverblümt: Er fühlte sich wie ein Gast auf Zeit.

Weder Hausarbeit noch Abnutzung sind in der Bilanz enthalten

Es gibt ein Detail, das niemand in Rechnung stellt. Wenn einer mehr kocht, mehr putzt oder mehr Hausarbeit erledigt, sollte er das auch abrechnen? Jemand erzählte, dass sein Ex-Partner Miete verlangen wollte; er rechnete die Stunden aus, die jeder der Wohnung widmete, und kam zu dem Schluss, dass die Schuld in die entgegengesetzte Richtung ging. Der Witz hat einen bitteren Beigeschmack: Jedes Mal, wenn man die Logik der Vermietung auf ein Paar anwendet, tauchen unangenehme Posten auf.

Klare Zahlen und der Preis einer Frage

Mit diesen Zahlen auf dem Tisch beginnt das Zusammenleben gefährlich an eine Mietverhandlung zu erinnern. Die eine Seite verteidigt, dass klare Zahlen, so unangenehm sie auch sein mögen, weniger Unmut stiften als unklare Verhältnisse. Die andere antwortet, dass eine Beziehung kein Arbeitsvertrag ist und dass alles mit der Uhr und der Rechnung zu messen, die beste Art ist, sie zu erschöpfen.

Der Fall bleibt ungeklärt. Sie stritten sich eines Nachmittags und sprachen nie wieder darüber. Und die Frage bleibt im Raum stehen: Wie viel ist es genau wert, neben jemandem zu schlafen?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (102 Antworten).

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