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23 Jahre Unterkunft und Verpflegung für einen Mörder: die Rechnung
Ein Dominikaner, der zu 23 Jahren Haft verurteilt wurde, weil er seine Freundin 45-mal erstach, kostet den spanischen Staat über 500.000 Euro. Die Debatte: Wer zahlt die Rechnung?
23 Jahre Unterkunft und Verpflegung für einen Mörder: Wer zahlt die Rechnung?
Ein Dominikaner, der zu 23 Jahren Haft verurteilt wurde, weil er seine Freundin mit 45 Messerstichen ermordet hat, löst eine unbequeme Debatte aus: Die Kosten seiner Haft trägt der Steuerzahler. Bei durchschnittlich über 25.000 Euro pro Häftling und Jahr in Spanien beläuft sich die Gesamtsumme auf mehr als 575.000 Euro. Zur Debatte steht nicht nur das Urteil, sondern auch, wer die Kosten trägt und ob das Strafvollzugssystem eine vorzeitige Entlassung begünstigt.
Die Kostenrechnung hinter dem Urteil
Nach den kursierenden Zahlen erhält der Häftling 23 Jahre lang Unterkunft, Verpflegung und medizinische Versorgung. Auch wenn das Urteil rechtskräftig ist, könnten Strafmilderungen bei guter Führung die tatsächliche Haftzeit verkürzen. Die Kosten pro Häftling liegen in Spanien bei rund 50 Euro täglich, was über 23 Jahre hochgerechnet etwa 420.000 Euro ergibt – ohne die vorherigen Verfahrenskosten. Diskutiert wird, ob dieses Geld nicht besser in Prävention oder in Entschädigungen für Opfer investiert wäre.
Reaktionen auf die Strafvollzugspolitik
Manche sind der Ansicht, Haft müsse eine abschreckende Strafe sein und Ausländer, die wegen Gewaltverbrechen verurteilt wurden, sollten ihre Strafe in ihren Heimatländern verbüßen, um dem Staat Kosten zu ersparen. Andererseits wird argumentiert, das System der Strafmilderung bei guter Führung fördere die Resozialisierung, auch wenn es bei extremen Gewalttaten auf gesellschaftliche Ablehnung stößt. Die Kontroverse berührt auch das Profil des Häftlings: Manche weisen darauf hin, dass ausländische Gefangene bei schweren Straftaten überrepräsentiert sind, was die Kosten in die Höhe treibt.
Die Ironie der Resozialisierung
Am Ende bedeuten 45 Messerstiche 23 Jahre lang Verpflegung auf Kosten aller. Wie eine Analyse anmerkt, sind das etwa ein halbes Jahr pro Stich. Das System hält den Täter in seinem Bemühen um Rehabilitation jahrzehntelang durch, während das Opfer nichts erhält. Das Dilemma: Ist eine härtere und kürzere Strafe besser oder ein langer, subventionierter Aufenthalt?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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