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20. Oktober 1995: Spaniens Kultfilm 'El día de la bestia' feiert Premiere
Am 20. Oktober 1995 kam 'El día de la bestia' in die spanischen Kinos. Der Tod eines Priesters unter einem herabgefallenen Kreuz befeuert die jährliche Prophezeiung: nichts Überprüfbares.
Am 20. Oktober 1995 feierte 'El día de la bestia' Premiere, und jemand wartet auf das Zeichen
Ein Priester stirbt in Madrid, als das Kreuz auf einem Plakat auf seinen Kopf herabstürzt – so steht es in einer Nachricht, die in einem Forum kursiert. Die Szene erinnert allzu stark an die, die Alex de la Iglesia vor drei Jahrzehnten gedreht hat: ein fallendes Kreuz, ein angekündigter Untergang und ein Datum, der 20. Oktober, das sich jedes Jahr wiederholt. Der Zufall genügt, damit ein halbes Dutzend Zweifler mit zusammengezogenen Brauen auf den Kalender blickt.
Die Premiere von El día de la bestia in Spanien ist auf den 20. Oktober 1995 datiert. Der Film machte aus diesem Datum einen Running Gag: Der Antichrist wird in Madrid geboren, Pater Berriartúa sucht in den Ampeln nach Zeichen, und die Stadt rüstet sich für das Ende. Dreißig Jahre später funktioniert der Witz immer noch. Der Tod eines Priesters durch den Aufprall eines Kreuzes – dem Schild einer Kirche, nach den kursierenden Berichten – hat das jährliche Ritual wiederbelebt, dort Muster zu suchen, wo es nur Statistik gibt.
Das fallende Kreuz und das Gewicht des Schilds
Das Detail, das in der Diskussion am häufigsten auftaucht, ist das Gewicht. Kann ein Kreuz aus Pappe töten? Die kurze Antwort lautet: ja, wenn das Schild mit Eisen verankert ist und der Aufprall an genau der richtigen Stelle erfolgt. Die lange Antwort: Niemand hat das Objekt vermessen. Bekannt ist: Der Verstorbene war ein Priester namens Patricio Sánchez, und der Vorfall liegt drei Tage zurück, laut der Nachricht, die alles ins Rollen brachte.
Von dort aus ist der Sprung zur Prophezeiung frei. Manche rechnen Daten zusammen: die sieben Jahre seit Francos Exhumierung, der 24. Oktober 2019, liegen vier Tage vor dem Jahrestag der Premiere. Die kabbalistische Arithmetik geht nie schief, weil sie nie überprüft wird. Es ist derselbe Mechanismus, der aus jeder Zahl eine Botschaft macht: Passt das Ergebnis nicht, ändert man den Ausgangspunkt.
Was vom 20. Oktober 2025 zu erwarten ist
Nichts Überprüfbares. Das Datum steht in keinem offiziellen Kalender, es gibt keine Versammlung, keine Erklärung. Das Einzige, was jedes Jahr am 20. Oktober passiert, ist, dass der Film Geburtstag hat und sich jemand daran erinnert. In diesem Jahr fällt das zudem mit dem Kater vom Schrecken zusammen.
Der wirtschaftliche Teil der Sache ist der übliche: Märkte reagieren nicht auf Prophezeiungen, sondern auf Zinsen, Inflation und Geschäftszahlen. Wenn der Bitcoin morgen steigt oder abstürzt, dann nicht wegen der Bestie. Sondern aus den üblichen Gründen, von denen niemand genau weiß, was sie sind. Der Zufall landet aber trotzdem im Archiv der rückwirkenden Treffer.
Das Drehbuch, das auf dem Weg verloren ging
Der Film ist mäßig gealtert. Der Auftakt ist eine perfekte Maschine aus schwarzer Komödie, das Finale zerfasert in CGI, das 1995 wie eine Revolution wirkte und heute wie Knetmasse aussieht. Manche behaupten, das ursprüngliche Drehbuch stammte von einem anderen Autor und die Endfassung sei langsam gekocht worden. Die Legende ist unbestätigt, nährt aber die These, dass im spanischen Kino immer ein Streit im Hintergrund brodelt.
Geblieben ist die Szene: das Kreuz, der Priester, das Schild. Und das Datum. Am 20. Oktober 1995 kam ein Film über das Ende der Welt ins Kino. Dreißig Jahre später ist die Welt noch da, und das Kreuz fällt immer noch. Der Unterschied: Manche nennen es heute ein Zeichen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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