2.389 Millionen EU-Gelder umgeleitet – und Brüssel ermittelt nicht

Der spanische Rechnungshof bestätigt, dass die Regierung 2.389 Millionen Euro aus EU-Fonds für Renten umgeleitet hat. Warum ermittelt die EU nicht wegen Korruption in Spanien?

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

2.389 Millionen EU-Gelder umgeleitet – und Brüssel ermittelt nicht

Der spanische Tribunal de Cuentas (Rechnungshof) hat festgestellt, dass die Regierung mindestens 2.389 Millionen Euro aus EU-Fonds zur Finanzierung von Renten umgeleitet hat – ein Posten, der als 'überschüssige Mittel' gerechtfertigt wurde. Die Erklärung wurde unter starker interner Spannung gebilligt und legt die fehlende Haushaltskontrolle schonungslos offen. Unterdessen schweigen die europäischen Institutionen, die eigentlich die Verwendung ihrer Gelder überwachen sollten.

Die Doktrin der odious debt und die europäische Komplizenschaft

In den Analysen wurde das Konzept der odious debt (skrupulösen Schulden) wiederbelebt – eine Doktrin des Völkerrechts, nach der Schulden, die gegen die Interessen der Bürger aufgenommen wurden, nicht zurückgezahlt werden müssen. Der Jurist Alexander Sack formulierte 1927 drei Bedingungen: fehlende Zustimmung, persönlicher Nutzen für das Regime und Kenntnis des Gläubigers. Auf den spanischen Fall angewandt, lautet die Frage, ob die in Renten umgeleiteten Gelder – ein unvermeidlicher Ausgabenposten – als odious debt gelten können, oder ob die eigentlich skrupulöse Schuld die ist, die die EU weiterhin für eine Regierung finanziert, die ihre Auflagen nicht einhält.

Europas Abschirmung von Einwanderung und Mafias

Über die Haushaltsumleitung hinaus wird kritisiert, dass Europa Massenregularisierungen von Einwanderern ohne Führungszeugnis-Prüfung finanziert, was den Einwanderungsmafias nützt, während die eigenen Bürger auswandern. Die stille Abwanderung der Deutschen wird als Beispiel genannt. Die EU, so diese Strömung, untersucht Korruption nicht nur nicht, sondern fördert sie durch ihre eigene Politik.

Warum schreitet die EU nicht gegen die Korruption in Spanien ein?

Die offizielle Antwort lautet, dass die Verwaltung der Gelder in der Verantwortung der Mitgliedstaaten liege und Brüssel nur bei nachgewiesenem Betrug eingreife. Doch der Rechnungshof hat bereits eine Unregelmäßigkeit festgestellt. Die unterschiedliche Behandlung im Vergleich zu Ländern wie Ungarn oder Polen, wo die EU Konditionalitätsmechanismen aktiviert hat, deutet darauf hin, dass das politische Gewicht Spaniens die Regierung Sánchez schützt. Die unbeantwortete Frage lautet nicht, ob die Regierung eine Unregelmäßigkeit begangen hat; die eigentliche Frage ist, warum Brüssel, das von anderen die Einhaltung verlangt, im Fall Spaniens wegschaut.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (14 Antworten).

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