145-m²-Wohnung vs. Reihenhaus: 80.000 € Preisunterschied

Vergleich zwischen einer 145 m² Wohnung mit Terrasse und einem Reihen-Triplex mit Garten für 80.000 € mehr. Treppen und Wartungskosten bremsen den Umzug.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

145-m²-Wohnung vs. Reihenhaus: 80.000 € Preisunterschied
Das Reihenhaus mit 40 m² Garten, das an der Treppe scheitert

Eine 145 Quadratmeter große Wohnung mit großer Terrasse, guter Aussicht, Garage und Abstellraum. Weniger als 200 Meter entfernt, im selben Viertel, ein Reihen-Triplex mit fast doppelter Fläche, 40 Quadratmetern Garten, Platz für drei Autos und einer riesigen Terrasse. Der Unterschied beträgt 80.000 Euro. Wer den Wechsel erwägt, lebt seit 21 Jahren in derselben Wohnung und fasst es kurz zusammen: Der Umzug ist mühsam, aber das eigene Schloss lockt.

Die meisten Antworten sind negativ. Nicht wegen des Geldes, sondern wegen drei Dingen, die auf den Fotos fehlen: Treppen, Garten und Nachbarn.

Was man gewinnt: Fläche, Garage und eigenes Grundstück

Dafür spricht das Offensichtliche. Fast doppelt so viel Wohnfläche, eine eigene Dreifach-Garage, Platz für Grill, Pool und Hobbys. Manche nennen auch den Vorteil der Eigentümergemeinschaft: keine Versammlungen, keine Sonderumlagen, kein Wassergeräusch aus der oberen Etage um drei Uhr nachts. Das Argument wird oft wie ein Urteil wiederholt: Wer einmal ein Haus mit Garten hatte, will nie wieder zurück.

Prioritäten sind individuell. Eine häufig zitierte Rangliste stellt das Penthouse mit großer Terrasse und Werkstatt vor jedes Einfamilienhaus oder Reihenhaus. Die Liste endet unter einer Brücke oder am Geldautomaten – was den Ton angibt.

Warum wiegen Treppen schwerer als Quadratmeter?

Weil sie nicht verhandelbar sind. Ein Triplex bedeutet ständiges Auf- und Absteigen. Das Problem ist nicht heute, sondern in zwanzig Jahren. Diese Bedenken tauchen bei jeder Antwort auf: vom Warnhinweis, dass eine verdrehte Fußgelenksverletzung zur Qual werden kann, bis zu Erfahrungen aus der häuslichen Pflege, wo Menschen nicht einmal mehr ins Erdgeschoss kommen.

Daher gilt oft die Regel: Ohne Schlafzimmer und Bad im Erdgeschoss lieber nicht umziehen. Bei dem konkreten Reihenhaus liegt das Schlafzimmer jedoch im ersten Stock. Ein Detail, das zusammen mit den anderen Punkten schwer wiegt.

Warum bietet ein Reihenhaus weniger Privatsphäre als eine Wohnung?

Wegen der gemeinsamen Wand. Mit nur 40 m² Garten und direkter Grenzmauer kann die Situation schlechter sein als im Mehrfamilienhaus, warnt jemand mit Erfahrung in Reihenhaussiedlungen: Oft wird renoviert, Luftschichten entfernt, um Fläche zu gewinnen, und die Schalldämmung leidet. Der Hund des Nachbarn, 200 Meter weit weg unhörbar, ist direkt daneben laut. Gartenpartys bis spät in die Nacht sind üblich, wenn das Nachbarhaus im Sommer vermietet wird. Die meistgegebene Empfehlung gegen diese Option: Reihenhaus, niemals.

Als Alternative gelten freistehende Häuser oder andere Konzepte: Wohnung in der Stadt plus Haus im Dorf. Manche haben beides und beschreiben einen 3.000 Quadratmeter großen Hof mit Gemüsegarten, Grill und Pool in einer Gemeinde mit vier gemeldeten Einwohnern, eine halbe Stunde von der Stadt entfernt. Auch Neuankömmlinge fliehen hier vor dem Stadtlärm.

Kosten, die nicht im Inserat stehen

Der Garten ist kein Deko-Objekt. Er erfordert Pflege: Insekten im Haus, Schlamm, Stunden für Heckenschere und Rasenmäher, Bewässerung und Rechnungen. Zur Wartung großer Immobilien kursieren wenig optimistische Zahlen: 450 bewohnbare Quadratmeter können ruinös sein. Jemand, der von einer 125 m² Wohnung im Zentrum Barcelonas in ein 450 m² Chalet mit 1.600 m² Garten zog (eine halbe Stunde vom Zentrum), beschreibt dies als ein anderes Leben – unklar, ob Lob oder Warnung.

Auch Erinnerungen an landwirtschaftliche Lasten spielen eine Rolle. Wer früher Zitronenhaine bewirtschaftete, erinnert sich an mühsame Bewässerung per Hand vor Einführung der Tropfbewässerung und an den Verkauf, um nicht jedes Wochenende zum „Sportplatz“ aufs Land fahren zu müssen. Zu den Kosten gehören zudem Kaufnebenkosten und nicht erstattbare Steuern.

Und eine Proportionsfrage, die kaum jemand bestreitet: Lieber ein 140 m² Haus mit 200 m² Hof als ein 300 m² Haus mit nur 40 m² Grundstück.

Das Ende: Gefällte Bäume und ein unerwünschter Pool

Die Besichtigung entpuppt sich als Täuschung. Die auf den Fotos gezeigten Bäume waren gefällt worden; vom Garten blieb nur ein leeres Grundstück. Die Maklerfirma hatte nicht über die Änderungen informiert. Auch der geplante Pool ist irrelevant, da bereits ein Strandhaus für drei Sommermonate vorhanden ist.

Unter diesen Umständen machen 80.000 Euro Aufpreis plus Nebenkosten keinen Sinn mehr, und der Deal fällt durch. Am Ende war nur die Faulheit beim Umzug konstant: Die Ausgangswohnung war ohnehin ein Penthouse mit Bambus, zwei Palmen, Kunstrasen, einem Brunnen... und einer Buddha-Figur.

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (224 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

-
Volver