11-M: Die hebräische Spur. Warum wurde Richterin Cillán psychiatrisch eingewiesen?

Josep Arimany, Leiter des Instituts für Rechtsmedizin Kataloniens, bot Carmen Baladía am 11. März 20 Flugplätze an. Sie lehnte ab, er erschien dennoch im IFEMA.

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Josep Arimany Manso, Direktor des Instituts für Rechtsmedizin Kataloniens, bot Carmen Baladía zwanzig Flugplätze an, um Gerichtsmediziner am Morgen des 11. März nach Madrid zu verlegen. Baladía lehnte die Hilfe ab, aber Arimany erschien trotzdem im IFEMA.

Am 11. März 2004, während Madrid seine Toten zählte, tobte ein stiller Kampf um die Kontrolle der Obduktionen. Carmen Baladía, verantwortlich für die Koordination der Leichenidentifikation, erhielt einen frühen Anruf. Am anderen Ende war Josep Arimany Manso, der ihr zwanzig Flugplätze anbot, um Forensiker in die Hauptstadt zu bringen. Baladía dankte ihm und lehnte ab; sie musste die Organisation unter Kontrolle halten und verfügte bereits über ein kompetentes Team. Arimany jedoch erschien mit den Tickets im IFEMA. Diese Szene ist in den Protokollen des Untersuchungsausschusses des Kongresses dokumentiert.

## Wer ist Josep Arimany Manso und warum taucht sein Name im 11-M-Fall auf?

Arimany war kein Unbekannter. Als Gerichtsmediziner und Dermatologe hatte er das Institut für Rechtsmedizin Kataloniens zwischen 2002 und 2006 gegründet und geleitet. Im Dezember 2003, nur drei Monate vor den Anschlägen, schuf er innerhalb des Instituts die Kommission für Große Katastrophen, ein Team zur Entwicklung von Handlungsprotokollen bei Notfällen mit vielen Opfern. Der Jahresbericht des Instituts für 2004 vermerkt die Zusammenarbeit bei den Anschlägen vom 11. März.

Sein Angebot an Baladía war keine isolierte Geste. Laut ihrer Aussage vor dem parlamentarischen Ausschuss teilte Arimany ihr morgens mit, dass er zwanzig Plätze in der Luftbrücke reserviert habe, um „sobald nötig“ zu kommen. Baladía lehnte ab und argumentierte, dass unkoordinierte Freiwillige die Operation stören könnten. Arimany bestand darauf und erschien im IFEMA. Die Leiterin der improvisierten Leichenhalle lehnte seine Hilfe erneut ab.

Dieses Episode, festgehalten in den Sitzungsprotokollen des Kongresses, hat das Misstrauen jener genährt, die die offizielle Version der Anschläge infrage stellen. Die schwebende Frage lautet: Warum beharrte ein hochrangiger katalanischer Forensik-Chef darauf, an Obduktionen teilzunehmen, die ihm zweimal verweigert worden waren? Arimany hält sich öffentlich diskret zu diesem Thema. Er kombiniert derzeit seine berufliche Tätigkeit mit dem Amt eines Stadtrats im Rathaus von Vic.

## Das israelische Team, das nie in Madrid ankam

Während Arimany seine Reise organisierte, wartete eine andere Delegation von Forensikern auf grünes Licht aus Tel Aviv. Das Nationale Institut für Rechtsmedizin Israels, geleitet von Yehuda Hiss, hatte der spanischen Regierung die Entsendung von drei spanischsprachigen Experten, spezialisiert auf die Identifizierung von Opfern von Selbstmordanschlägen, angeboten. Der israelische Gesundheitsminister Dan Naveh hatte sein Einverständnis gegeben. Die Gruppe wäre von Ricardo Nachman angeführt worden, einem Pathologen argentinischer Herkunft.

Die Regierung von José María Aznar lehnte das Angebot ab. Die Nachricht wurde von der Jerusalem Post aufgegriffen und von spanischen Medien wie El Mundo und Diario Córdoba weitergegeben. Hiss erklärte, sein Team warte nur auf das Signal aus Madrid, um einzusteigen. Es kam nie. Die Ablehnung überraschte, da Israel über einzigartige Erfahrung bei der Identifizierung durch Explosionen entstellter Leichen verfügte. „Leider führt Israel die Länder mit der größten Erfahrung auf diesem Gebiet“, sagte Nachman gegenüber El Mundo.

Die Ablehnung der israelischen Hilfe reihte sich ein in die Verweigerung der Zusammenarbeit mit den USA. Aznar, der enge Beziehungen zur Administration von George W. Bush pflegte, entschied sich, ausländische Teams in der Leichenhalle des IFEMA nicht zu akzeptieren. Diese Entscheidung wurde unterschiedlich interpretiert. Manche sehen darin Misstrauen gegenüber den israelischen Behörden; andere eine Möglichkeit, die spanische richterliche Souveränität über Obduktionen zu wahren, die bald unter internationalem Druck stehen würden.

## Yehuda Hiss und Organentnahmen ohne Einwilligung

Der Name Yehuda Hiss erhielt bald einen eigenen Schatten. Der Direktor des Abu-Kabir-Instituts, dem Zentrum für Rechtsmedizin in Israel, gab in einem Interview mit der amerikanischen Anthropologin Nancy Shepard Hughes im Jahr 2000 zu, dass in den Neunzigern Hornhäute und Haut von palästinensischen Leichen ohne Genehmigung der Familien entnommen wurden. Die Aufnahme wurde erst mehr als ein Jahrzehnt später öffentlich, als sie vom Kanal 2 des israelischen Fernsehens ausgestrahlt wurde.

Hiss wurde zweimal wegen dieser Vorfälle untersucht, aber nie angeklagt. In seinen Aussagen räumte er ein, dass die Entnahmen ohne Erlaubnis stattfanden, und äußerte die Absicht der israelischen Behörden, die noch vorhandenen Teile zurückzugeben. Die palästinensische Agentur Maan verbreitete seine Aussagen. Die schwedische Zeitung Aftonbladet veröffentlichte 2009 einen Bericht, der die Beteiligung israelischer Soldaten an einem großangelegten Handel mit Organen verstorbener Palästinenser nahelegte. Die israelische Regierung bezeichnete den Bericht als antisemitische Falschmeldung.

Die Verbindung zwischen Hiss und dem 11-M ist nicht direkt. Was beide Namen verbindet, ist Ricardo Nachman, der Pathologe, der die von Madrid abgelehnte israelische Delegation hätte leiten sollen. Nachman arbeitete am Institut unter der Leitung von Hiss. Jahre später, 2013, nahm er zusammen mit Josep Arimany an Seminaren über das Management großer Katastrophen und die Identifizierung von Leichen in Barcelona teil. Beide hatten zuvor bei der Identifizierung von Opfern des Tsunamis in Südostasien 2004 zusammengearbeitet. Arimany trat als spanischer Vertreter auf; Nachman als israelischer Experte.

Diese spätere berufliche Zusammenarbeit diente Kritikern dazu, eine Hypothese zu spinnen: Es habe ein koordiniertes Interesse bestanden, an den Obduktionen des 11-M teilzunehmen. Es gibt keinen dokumentarischen Beweis für diese Koordination. Was belegt ist, ist, dass Arimany zwanzig Flugplätze anbot, Baladía sie ablehnte, er dennoch im IFEMA erschien und die spanische Regierung die israelische Hilfe ablehnte. Der Rest sind Vermutungen.

## Drei Schichten Unterwäsche und nie identifizierte Quellen

Mitten im Chaos antizipierte jemand, dass Baladía und Aznar schließlich nachgeben würden. Diese Person war Iñaki Gabilondo, der in seiner Morgennachrichtensendung am 11. März versicherte, unter Berufung auf drei Quellen aus der Antiterror-Bekämpfung, dass unter den Leichen Körper mit drei Schichten Unterwäsche seien. Das Detail, typisch für Rituale von Selbstmordattentätern, deutete direkt auf die sarracinistische Spur hin. Achtzehn Jahre sind vergangen, und Gabilondo hat die Identität dieser drei Quellen nie enthüllt.

Die Anekdote über die Unterwäsche ist zu einem Symbol für die Eile geworden, die Täterschaft zu schließen, bevor die Obduktionen beendet waren. Der Untersuchungsausschuss des Kongresses widmete ganze Sitzungen der Klärung, wer wann was durchsickern ließ. Die Protokolle enthalten widersprüchliche Zeugenaussagen. Baladía bestand darauf, dass ihr niemand politische Anweisungen gab. Arimany andererseits erklärte nie, warum er darauf bestand, an Obduktionen teilzunehmen, die ihm zweimal verweigert worden waren.

Der Dokumentarfilm über den 11-M, produziert von Terra Ignota, hat das Interesse an diesen Episoden wiederbelebt. Der Film sammelt audiovisuelle Dokumente aus der Zeit und kontextualisiert die Entscheidungen, die in diesen Stunden getroffen wurden. Er löst die Fragen nicht; er legt sie auf den Tisch. Die Grundfrage bleibt dieselbe, die Zeitgenossen stellten: Warum wollten so viele externe Forensiker ins IFEMA, und warum wurde ihnen die Tür verschlossen?

Spekulationen darüber, was diese Teams hätten finden können und nie fanden, entbehren einer Beweislage. Die gerichtliche Untersuchung des 11-M endete 2007 mit rechtskräftigen Urteilen. Die Verurteilten verbüßen oder haben ihre Strafen verbüßt. Alternativtheorien zur Täterschaft haben vor Gericht keinen Erfolg gehabt. Jede Aussage über die psychische Gesundheit oder die persönliche Situation der Beteiligten erfordert Vorsicht und sollte, wenn es um einen konkreten Fall geht, professionell überprüft werden.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (5 Antworten).

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