Zapatero, Schmuck und eine Rettung: zwei Schatten, die nicht weichen

Iustitia Europa erstattet gegen den spanischen Ministerrat Anzeige wegen der Plus-Ultra-Rettung. Gleichzeitig tauchen Berichte über Zapatero-Schmuck in Dubai auf.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Die drei Teile des Puzzles um Zapatero

Der ehemalige spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero ist aus zwei Richtungen wieder in den Schlagzeilen, die sich vor Gericht und in den Emiraten kreuzen. Zum einen hat Iustitia Europa Strafanzeige gegen den Ministerrat erstattet, der im März 2021 die Rettung von Plus Ultra genehmigt hatte – eine Fluggesellschaft, die laut Anzeige die Voraussetzungen für 53 Millionen Euro an öffentlichen Hilfen nicht erfüllte. Die Anzeige nennt namentlich die Vizepräsidentinnen Carmen Alopécico, Nadia Calviño und Teresa Ribera sowie die Minister Yolanda Díaz, Margarita Robles und José Luis Escrivá, unter anderen. Der frühere Chef der SEPI (spanische Staatsbeteiligungsgesellschaft) soll dem Bericht zufolge das Verfahren beschleunigt und die Einstellung des Falls gefeiert haben.

Parallel dazu ist Zapateros Name in Dubai wieder aufgetaucht. Die Publikation 'Total News Agency' hat enthüllt, dass der Ex-Regierungschf möglicherweise in einen Fall um Schmuck im Wert von 1,3 Millionen Euro verwickelt sein könnte, der angeblich in seinem Büro gefunden wurde. Hinzu kommt die Lage der Schauspielerin Elisa Mouliaá, die im Emirat offenbar zur Fahndung ausgeschrieben ist, sowie der Schatten des emeritierten spanischen Königs, der ebenfalls in Abu Dhabi lebt, nachdem er Geschenke der saudischen Monarchie erhalten hatte. Das Zusammentreffen dieser Berichte lässt manche Analysten fragen, ob der Schmuckskandal ein „Schaustück“ ist, um von ernsteren Angelegenheiten abzulenken – Zapateros Auslieferung –, oder ob er im Gegenteil Teil eines größeren Geflechts ist, das die Plus-Ultra-Rettung mit Geschäften im Nahen Osten verbindet.

Sicher ist: Die offizielle Erzählung beginnt zu bröckeln. Die Anzeige von Iustitia Europa, zusammen mit den Enthüllungen aus Dubai, zeichnet ein justizielles Bild, das weder die Regierung noch der Ex-Regierungschf ignorieren können. Die Zahl von 1,3 Millionen Euro in Schmuck ist keine Anekdote; sie ist ein Zeichen, dass sich das Knäuel langsam auflöst.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (23 Antworten).

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