Zapatero-Netzwerk stoppte Ermittlungen gegen Gefälligkeiten

Chats aus dem Plus-Ultra-Netzwerk zeigen, dass die Madrider Staatsanwaltschaft als Verbündete agierte, um 34 Millionen Euro freizugeben und das Verfahren einzustellen – mit Zapateros Komplizenschaft.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Das Netzwerk, das Justizverfahren blockierte: Plus-Ultra-Chats deuten auf ein Abkommen mit der Staatsanwaltschaft hin

Eine journalistische Untersuchung hat aufgedeckt, wie das Umfeld der venezolanischen Fluggesellschaft Plus Ultra angeblich daran arbeitete, die Arbeit der spanischen Justiz zu blockieren. Die veröffentlichten Chats zeigen, dass die Firmenführung die Madrider Staatsanwaltschaft als „freundliche“ Fraktion betrachtete, während das Ermittlungsgericht Nr. 42 in Madrid das Verfahren teilweise einstellte. Der flagranteste Vorfall ereignete sich im Sommer 2021, als der Vertretungsrichter Jaime Serret in Abwesenheit der Richterin Esperanza Collazos 34 Millionen Euro freigab, die im Fall Plus Ultra eingefroren worden waren.

Die Rolle der Madrider Staatsanwaltschaft bei der Einstellung des Verfahrens

Laut Rechtsquellen, die im Artikel zitiert werden, stellte sich die Madrider Staatsanwaltschaft in den entscheidenden Momenten systematisch auf die Seite der Verteidigung von Plus Ultra. Am auffälligsten ist, dass die Verteidigung der Airline die Staatsanwaltschaft selbst als Verbündeten betrachtete – ein Umstand, der manche juristische Beobachter fragen lässt, ob gegen Gefälligkeiten getauscht wurden, um die Ermittlungen zu stoppen. Das Netzwerk soll vom ehemaligen Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero geschützt worden sein, der angeblich vermittelte, um die Untersuchung im Gegenzug für nicht näher bezeichnete Gegenleistungen zu stoppen.

Ein Skandal, der nicht endet: von den „Chavales“ bis zum Lawfare

Der Fall Plus Ultra reiht sich in eine lange Liste von Skandalen ein, die den Umfeld der PSOE treffen, doch diesmal hat die direkte Verstrickung von Justiz- und Staatsanwaltsapparat die Lage verschärft. Mehrere Analysten weisen darauf hin, dass ein solcher Fall in einem Land mit echter Gewaltenteilung den Sturz der Regierung bedeutet hätte. In Spanien hingegen verstärkt das Fehlen politischer Konsequenzen den Eindruck von Straflosigkeit. Laut dem veröffentlichten Bericht soll die internationale Gemeinschaft, insbesondere die USA, ihre Geheimdienstmittel eingesetzt haben, um das Netzwerk aufzudecken.

Die Frage, die niemand beantwortet

Warum hat die Madrider Staatsanwaltschaft so offensichtlich im Sinne von Plus Ultra gehandelt? Politische Verbindungen und gegenseitige Gefälligkeiten sind die wichtigste Hypothese, doch weder die Staatsanwaltschaft noch die Regierung haben Erklärungen abgegeben. Währenddessen hinterlassen die freigegebenen 34 Millionen Euro und die Zurückhaltung des Gerichts mehr Fragen als Antworten über das tatsächliche Ausmaß dieses Einflussnetzwerks.



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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (9 Antworten).

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