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Wie ein Hilfsarbeiter mit 1.300 Euro im Monat in drei Jahren eine Wohnung in Vigo kauft
Ein Hilfsarbeiter mit 1.300 € im Monat kauft in drei Jahren eine Wohnung in Vigo. Familiäre Anstrengung gegen die Ohnmacht der Jugend. Fakten und Kontroverse.
Ein Fabrikhilfsarbeiter mit 1.300 Euro im Monat kauft eine Wohnung in Vigo: die Anstrengung, die junge Spanier nicht nachholen können
Ein peruanischer Arbeiter, Hilfsarbeiter in der verarbeitenden Industrie, verdient 1.300 Euro im Monat. Er schiebt Überstunden und Samstage. Seine Frau betreut stundenweise alte Menschen. Drei Jahre nach ihrer Ankunft in Spanien kaufen sie eine Wohnung mit zwei oder drei Zimmern in Vigo. Die Nachricht wäre keine Nachricht, wenn nicht die meisten jungen Spanier auf der Strecke blieben, die selbst die Anzahlung nicht aufbringen.
Die Familie als Investmentfonds
Vier Personen arbeiten auf ein gemeinsames Ziel hin: Das macht aus einem Hilfsarbeiterlohn eine Sparfähigkeit, die ein Einzelverdiener nie erreicht. In Vigo liegen die Quadratmeterpreise weit unter denen von Madrid oder Barcelona. Kein Geheimnis: Der multigenerationale Haushalt bleibt die Wohnungskauf-Maschine, die der Individualismus zerstört hat.
Die Versuchung der Beschränkung
Die öffentliche Debatte hat einen konkreten Vorschlag hervorgebracht: Nicht-EU-Ausländer sollen nicht mehr frei kaufen dürfen, zehn Jahre Sozialversicherungsbeiträge und feste Aufenthaltsbindung sind nötig. Investoren mit produktivem Kapital würden ausgenommen, eine Art „Golden Visa“ für alle, die in Unternehmen statt in Wohnungen investieren. Die Maßnahme ist so umstritten wie schwer vereinbar mit EU-Recht und Marktlogik.
Der unbequeme Spiegel
Das Gegenargument ist einfach: Wenn eine arbeitende Familie in drei Jahren schafft, wofür viele Einheimische ein Leben brauchen, liegt das Problem vielleicht nicht an der Nationalität, sondern an der Familienstruktur und den Preisen. Während in den Notariaten von Carabanchel immer wieder Käufer mit ähnlichem Profil auftauchen, bleibt die Frage: Liegt das Hindernis an der Einwanderung oder an einer Ein-Verdiener-Wirtschaft?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (21 Antworten).
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