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Wann ist Abflug aus Spanien nach dem Ausnahmezustand möglich?
Der spanische Ausnahmezustand beschränkt Reisen auf dringende Fälle, der Schengen-Raum ist faktisch geschlossen. Prognosen reichen von Mai bis September.
"Wann kann ich meine Familie in Portugal und Luxemburg wiedersehen?" Diese Frage eröffnet die Diskussion, doch heute hat niemand eine Antwort, die einer genauen Prüfung standhält. Das Königliche Dekret 463/2020 über den Ausnahmezustand (ein rechtliches Notstandsverfahren) beschränkte Reisen auf streng unaufschiebbare Fälle. Der Schengen-Raum war faktisch geschlossen: Er funktionierte nur für Waren und einige Rückführungsflüge. Fast alle Länder haben ihre Grenzen für Spanien geschlossen, mit wenigen Ausnahmen wie Weißrussland, Turkmenistan und einem halben Dutzend afrikanischer Staaten. Kurz gesagt: Das Verlassen des Landes ist möglich, muss aber gerechtfertigt werden und unterliegt strengen Kontrollen. Für Tourismus vergessen Sie es.
Von April bis September: der Zeitplan, den die Leute diskutieren
Niemand schließt April völlig aus, aber die meisten halten ihn für verloren. Die Prognosen erstrecken sich zwischen Mai und September, und hier beginnt das Problem: Wenn der Ausnahmezustand alle fünfzehn Tage verlängert wird und das Gesetz eine Dauer von bis zu sechs Monaten erlaubt, verschiebt sich das Ausreisedatum automatisch alle zwei Wochen. Ein gut begründetes Szenario sieht die Wiedereröffnung ab Juni vor, jedoch nur mit einem neuen System zur Gesundheitskontrolle: ärztliche Untersuchung, Test oder Zertifikat. Im schlimmsten Fall wird über September gesprochen.
Das am häufigsten genannte Detail ist nicht luftfahrttechnischer, sondern bürokratischer Natur: Es reicht nicht, wenn Spanien öffnet. Das Zielland muss auch die Einreise von Spaniern akzeptieren. Darüber liegt ein unbequemes Etikett, das sich in der Debatte festgesetzt hat: Spanien als eines der Länder mit den meisten Fällen, behandelt wie ein Aussätziger an jeder Grenze. Die relevante Frage ist nicht mehr, wann ein Flugzeug abhebt, sondern wer Sie an Bord lässt.
Der echte Flaschenhals: das Empfangsland
Frankreich hat laut Berichten die Ankunft von Saisonarbeitern aus Portugal und Spanien verboten. Heute macht dies sanitär gesehen Sinn; in einigen Monaten weniger. Die EU steht vor dem Dilemma, den Tourismus nach Italien, Spanien, Portugal oder Griechenland einzuschränken, und die Kosten für diese Volkswirtschaften wären verheerend. Gleichzeitig gibt es Bewegungen von essenziellen Arbeitnehmern innerhalb Europas: Rumänen, die in Deutschland und den Niederlanden arbeiten, manchmal mit einer obligatorischen fünfzehntägigen Quarantäne bei Ankunft, ein Format, das bereits in Ländern wie Kasachstan für rückkehrende Staatsbürger angewendet wird.
Die praktische Konsequenz für Jobsuchende im Ausland ist klar: Verhandeln und Vorstellungsgespräche per Telefon sind möglich, aber der Umzug erfordert, dass Herkunfts- und Zielland die Bewegung gestatten. Ein in Brüssel unterzeichneter Vertrag ist nutzlos, wenn man dort keinen Fuß fassen kann. Dies berichten diejenigen, die solche Angebote erhalten haben und auf Widerstand gestoßen sind.
Das portugiesische Szenario: Auto vor Flugzeug
Für die Iberische Halbinsel speziell gibt es einen Zwischenweg. Wenn die Grenze zu Portugal wieder geöffnet wird, kann man mit dem Auto fahren, den Familienbesuch erledigen und von dort aus einen Flug mit mehr Optionen planen als von Spanien aus. Es ist der Abkürzungsweg, den mehrere empfehlen, um nicht auf die Wiederaufnahme des Betriebs am lokalen Flughafen warten zu müssen. Der Flughafen Luxemburg plante beispielsweise eine Öffnung Mitte April, aber ohne zu wissen, welche Leistungen oder Preise angeboten würden. Und wer aus Spanien zurückkehrt, muss, wie gewarnt wird, eine Reihe von Tests durchlaufen.
Was die Preise angeht, herrscht wenig Zweifel. Der Billigtourismus gilt als obsolet, mit oder ohne Klimasteuer. Teurere Flüge, weniger Frequenzen, mehr Abstand in den Warteschlangen. Die Kombination aus Treibstoffkosten, aufgestauter Nachfrage und monatelang stillgelegten Fluggesellschaften lädt nicht zu günstigen Tickets ein. Manche würden nicht einmal in ein Flugzeug steigen, das lange nicht gewartet wurde.
Gesundheitszertifikat, Tracking-Apps und Binnen-Tourismus
Die andere große Frage ist der Gesundheitsfilter. Es wird spekuliert über einen Immunitäts- oder Impfpass, ähnlich denen für Gelbfieber oder Malaria, als Einreisevoraussetzung. Auch über Tracking-Apps oder obligatorische Vorabtests. Nichts ist bestätigt, aber die Richtung ist klar. In Frankreich bereitet man laut kursierenden Informationen die Bevölkerung darauf vor, den Urlaub im Inland zu verbringen, um eine zweite Infektionswelle bei der Rückkehr zu vermeiden.
Die "Operación Paso del Estrecho" (die jährliche Fähraktion für Migranten, die nach Nordafrika zurückkehren) erscheint am Horizont als Sonderfall, und es wird angenommen, dass sie aus humanitären Gründen beibehalten wird, selbst wenn alles andere geschlossen bleibt. Parallel dazu wird diskutiert, ob die EU die Befugnis hat, bilaterale Tourismusabkommen zwischen Ländern, zum Beispiel zwischen Spanien und Portugal, zu blockieren, oder ob jede Regierung ihre eigenen Deals aushandelt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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