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Von der Leyen räumt strategischen Atomfehler ein
Von der Leyen bezeichnet den Atomausstieg in Europa als «strategischen Fehler». Das Forum diskutiert die Kosten der Energieabhängigkeit und fehlende Verantwortung.
Von der Leyen gesteht Atomfehler zu, Forum reagiert
Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, hat die Abkehr Europas von der Kernenergie als «strategischen Fehler» bezeichnet. Die über EFE verbreitete Erklärung folgt auf Jahre einer Politik, die dem Abschalten von Reaktoren und der Abhängigkeit von intermittierenden Quellen Vorrang gab. Die Ankündigung kam für jene wie ein kalter Schlag ins Gesicht, die seit einem Jahrzehnt warnen, dass die Energierechnung nicht mit guten Wünschen beglichen wird. Die Reaktion ließ nicht auf sich warten: vom reinsten Skeptizismus bis zur maßlosen Wut.
Der Kurswechsel von Von der Leyen: Zu spät oder Opportunismus?
Die von der Agentur EFE veröffentlichte Nachricht zitiert Von der Leyens Worte, in denen sie einräumt, dass Europa einen Fehler beging, als es der Kernenergie den Rücken kehrte. Für viele kommt dieses mea culpa Jahre zu spät, nachdem halb Europa funktionierende Kraftwerke stillgelegt hat. Die Frage im Raum ist, ob es sich um eine ehrliche Korrektur handelt oder um eine bloße Wahltaktik angesichts steigender Strom- und Gaspreise.
In der Debatte erinnern manche daran, dass es nicht an Stimmen mangelte, die vor dem Risiko warnten, eine stabile und emissionsarme Energie durch wetterabhängige Quellen und unzuverlässige Lieferanten zu ersetzen. Der Verweis auf eine jugendliche Aktivistin, die das Klimchaos prophezeite, dient als Beispiel dafür, wie die technische Diskussion zugunsten emotionaler Narrative beiseitegeschoben wurde. Nun bricht genau dieses Narrativ zusammen.
Die Kosten des Abschaltens: Rechnungen und Abhängigkeit
Der Abschluss von Kernkraftwerken bedeutete nicht nur den Verlust einer konstanten Energiequelle, sondern trieb auch die externe Abhängigkeit in die Höhe. Mehrere Beiträge weisen darauf hin, dass Deutschland seine Abhängigkeit von russischem Gas vervielfachte, während Frankreich auf den Erhalt und Ausbau seines Atomparks setzte. Diese Asymmetrie erklärt, warum Frankreich heute wettbewerbsfähigere Strompreise hat und Deutschland vor industriellen Problemen ersten Ranges steht.
Der Fall Spanien ist nicht weniger gravierend. Es wird daran erinnert, dass für den Abriss fast fertiggestellter Kraftwerke gezahlt wurde, eine Verschwendung, die sich nun in höheren Rechnungen für Haushalte und Unternehmen niederschlägt. Das Atommoratorium der achtziger Jahre, vorangetrieben von der Regierung Felipe González, wird als Ursprung einer Energiepolitik genannt, die die Wettbewerbsfähigkeit jahrzehntelang belastet hat.
Politische Verantwortung: Wer zahlt die Zeche?
Einer der am häufigsten genannten Punkte ist das Fehlen individueller Verantwortung. Wenn eine strategische Entscheidung falsch ist, verliert sich die Schuld im Nebel des abstrakten Begriffs «Europa». Gewählte Amtsträger und Kommissare bleiben auf ihren Posten, beziehen Millionengehälter, ohne dass jemand Konsequenzen trägt. Die Parallele zum Umgang mit der Pandemie oder zu den Next Generation Fonds ist unvermeidlich: Verluste werden sozialisiert, Gewinne privatisiert.
Die Kritik erstreckt sich auf die institutionelle Architektur selbst. Es wird darauf hingewiesen, dass Von der Leyen nie zur Wahl stand und ihre demokratische Legitimität zumindest fragwürdig ist. Der Satz «Europa hat einen Fehler begangen» verdeckt eine unbequemere Realität: Es waren konkrete Regierungen mit Namen und Gesichtern, die diese Entscheidungen trafen.
Die energetische Zukunft: Korrigieren oder weitermachen?
Das Eingeständnis des Fehlers bedeutet keine sofortige Kurskorrektur. Der Wiederaufbau eines Atomparks dauert Jahre und erfordert enorme Investitionen. Währenddessen setzt die EU weiterhin auf intermittierende Erneuerbare und einen Strommarkt, der nicht richtig funktioniert. Einige Analysen warnen, dass die Energiewende ohne Berücksichtigung der Verfügbarkeit kritischer Rohstoffe wie Kupfer oder Silber konzipiert wurde, deren Defizite die Installation von Panels und Batterien bremsen könnten.
Das allgemeine Gefühl ist, dass Europa wertvolle Zeit verloren hat. Die Industrie wandert in andere Regionen mit billigerer Energie ab, und die Bürger zahlen die Rechnung. Die Korrektur von Von der Leyen, falls sie sich je materialisiert, muss die Bürokratie Brüssels und die Interessen jener überwinden, die vom Atomausstieg profitierten.
Der Punkt, an dem die Analyse feststeckt, ist immer derselbe: Niemand weiß, wie lange Europa brauchen wird, um die Kernkapazität wiederherzustellen, die es enthusiastisch abgebaut hat. Bis dahin zahlen wir dieselben die Rechnung.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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