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Virtuelle Freimaurerloge in Spanien gegründet
Eine virtuelle Freimaurerloge mit der Nummer 404 wurde gegründet. Kritik, religiöser Widerstand und eine interne Debatte über die Gültigkeit des digitalen Formats folgten.
Die erste vollständig digitale Freimaurerloge wurde in einem Online-Diskussionsraum eröffnet. Unter dem Namen „Lux in Tenebris Virtualis“ und der Nummer 404 – dem Fehlercode für nicht gefundenen Inhalt – will ihr Gründer einen Raum der Besinnung schaffen in einer Online-Umgebung, die von Lärm überladen ist. Die Initiative blieb jedoch nicht ohne Kontroverse.
Von Beginn an stieß der Vorschlag auf Kritik unterschiedlichster Art. Zum einen auf das Unverständnis derjenigen, die die Freimaurerei als Verkleidungsspiel für Ruheständler betrachten. Zum anderen auf Widerstand aus religiösen Kreisen, die im Orden eine Häresie sehen. Die bedeutendste Debatte entstand jedoch innerhalb der Freimaurerei selbst: Ein Mitglied der Gemeinschaft, das sich mit maurerischen Symbolen zu erkennen gab, schlug nichts Geringeres vor, als den Gründer auszuschließen, weil er es wagte, die Arbeiten in ein virtuelles Format zu verlagern. Der Initiator der Loge erwiderte, das Ziel der Freimaurerei sei die Suche nach der Wahrheit, die sich an neue Medien anpassen lasse; der Ernst der Loge liege nicht im physischen Raum, sondern in der Rechtschaffenheit ihrer Mitglieder.
Die Diskussion lässt eine unbequeme Frage offen: Kann eine Institution, die sich stets um Geheimnis und persönlichen Kontakt gedreht hat, in der virtuellen Welt überleben? Vorerst existiert die Loge 404. Was sie nicht findet, ist Konsens.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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