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Viraler Tweet: Marokko soll 300.000 Spanisch-Marokkaner zur Wahl der PSOE aufrufen
Ein viraler Tweet behauptet, Marokko rufe die 300.000 Marokkaner mit spanischem Pass auf, am 29. November die PSOE zu wählen. Die Debatte über die doppelte Staatsbürgerschaft und...
Viraler Tweet: Marokko soll 300.000 Spanisch-Marokkaner zur Wahl der PSOE aufrufen
Ein viraler Tweet behauptet, Marokko fordere die 300.000 Marokkaner mit spanischem Pass auf, am 29. November die PSOE (die spanische Sozialistenpartei) zu wählen. Die in sozialen Medien verbreitete Nachricht hat eine Flut von Reaktionen ausgelöst, in denen sich Skepsis über die Echtheit der Plattform mit demografischen Analysen mischt. Die entscheidende Zahl sind 300.000 potenzielle Wähler, so die ursprüngliche Nachricht, die auch darauf hinweist, dass die marokkanische Gemeinde in Spanien bereits Wahlrecht besitzt.
Wer steckt hinter der Plattform, die zur Wahl der PSOE aufruft?
Die angebliche Plattform „News Ingenieros" taucht bei Google nicht auf, wie mehrere Teilnehmer feststellen. Einer von ihnen fand eine Facebook-Gruppe mit 119.144 Trinc, eine Zahl, die in Echtzeit weiter stieg. Der Fund klärt den Ursprung nicht, bestätigt aber, dass es eine mobilisierte digitale Community gibt. Manche halten das Ganze für Propaganda für „Leichtgläubige", andere sehen darin einen Beweis marokkanischen Einflusses auf die spanische Politik. Die Diskussion driftet zur Rolle von König Mohammed VI. als „Infiltriertem" in Spanien ab – ein Vorwurf ohne Belege.
Die demografische Rechnung: 300.000 Wähler und der Multiplikatoreffekt
Die ursprüngliche Nachricht liefert die entscheidende Zahl: 300.000 Marokkaner mit spanischem Pass und Wahlrecht. Daraus entwickelt ein Teilnehmer eine Rechnung: Wenn jede marokkanische Familie im Durchschnitt 5 Mitglieder hat, ergibt die Multiplikation mit 2,5 (die Hälfte, volljährige Wähler) rund 300.000 Wähler. Die Zahl passt zur ursprünglichen Nachricht. Ein anderer Teilnehmer projiziert: „Stellt euch vor, wenn die 2 Millionen, die wir bis 2030 haben werden, wählen können." Die Extrapolation ohne statistische Grundlage nährt die Angst vor einem irreversiblen demografischen Wandel.
Die Debatte über die doppelte Staatsbürgerschaft und die ethnische Stimmabgabe
Die Existenz von 300.000 Menschen mit doppelter Staatsbürgerschaft, die nach den Interessen eines anderen Landes wählen, sorgt für Kontroversen. Ein Teilnehmer fragt: „Wie können sie die spanische Staatsbürgerschaft besitzen und sich als Marokkaner bezeichnen?" Die doppelte Staatsbürgerschaft ist in Spanien legal, doch die Debatte dreht sich um politische Loyalität. Manche meinen, nur Residenten sollten wählen dürfen, andere erinnern daran, dass spanische Emigranten in Argentinien ebenfalls wählen. Die Diskussion driftet zu Feminismus und Einwanderung ab, mit gegenseitigen Vorwürfen eines Bevölkerungsaustauschs.
Das argentinische Präzedenzfall: verschenkte Staatsbürgerschaften gegen Stimmen
Ein Teilnehmer teilt einen Tweet, der einen Plan anprangert, in Argentinien „Millionen betrügerischer Stimmen" zu gewinnen, indem die spanische Staatsbürgerschaft verschenkt wird. Der Tweet, der nicht überprüft ist, behauptet, der Kopf des „Wahlbetrugs" gestehe den Plan. Daraufhin rechnet ein anderer Teilnehmer nach: 60.000 Spanier wanderten nach dem Bürgerkrieg nach Lateinamerika aus; 85 Jahre später sind es allein in Argentinien 1,5 Millionen. Wendet man dieses Wachstum (2400 %) auf die spanische Bevölkerung von 1940 (26 Millionen) an, ergäben sich 624 Millionen Einwohner. Die absurde Zahl wird benutzt, um die Idee lächerlich zu machen, Einwanderung könne die einheimische Bevölkerung ersetzen.
Die politische Reaktion: „Sánchez ist der Mann Marokkos"
Der am häufigsten geäußerte Vorwurf lautet, Pedro Sánchez agiere als „Mann Marokkos in Spanien". Er wird „Perro Sánchez" und „Vizekönig Marokkos" genannt. Die Grundlage: der angebliche marokkanische Wahlaufruf für die PSOE. Es gibt keine Beweise dafür, dass die Regierung um diese Stimmen gebeten hat, doch die zeitliche Übereinstimmung mit den Wahlen am 29. November nährt die Theorie. Ein Teilnehmer urteilt: „Kein Wunder, dass es für Sánchez wirbt, er ist sein Infiltrierter in Spanien." Die Diskussion endet mit einem Aufruf, dagegen zu stimmen.
Reicht eine Facebook-Plattform aus, um 300.000 Stimmen zu mobilisieren? Die Trinc-Zahl steigt weiter, doch die Verbindung zur PSOE ist nicht belegt. Am 29. November wird sich zeigen, ob sich die demografische Rechnung an der Wahlurne auszahlt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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