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UN-Sicherheitsrat billigt Waffenstillstand für Gaza
Der UN-Sicherheitsrat hat die von den USA eingebrachte Resolution zum Waffenstillstand in Gaza verabschiedet, die Israel bereits akzeptiert hat.
UNO billigt Waffenstillstand, den Israel schon akzeptierte
Der UN-Sicherheitsrat hat die von den USA vorgeschlagene Resolution zum Waffenstillstand in Gaza verabschiedet. Der Plan sieht einen dreistufigen Mechanismus zur Beendigung des Krieges im palästinensischen Gebiet vor, und der US-Präsident Joe Biden teilte Katar mit, dass Israel dem Vorschlag einer Waffenruhe zustimmt. Die Nachricht kommt, während das Gelände bereits verwüstet ist und Zweifel bleiben: Gibt es noch etwas aufzubauen?
Die unmittelbare Reaktion wirkt weniger wie ein Jubel als vielmehr wie eine Bestandsaufnahme. "Lange erwartet", fasst die am häufigsten wiederholte Haltung zusammen, gefolgt von einer unbequemen Lesart: Dass der Grund für den Waffenstillstand nicht humanitär, sondern wahlpolitisch sei, mit der US-Präsidentschaftswahl im Hintergrund. Und im Hintergrund die Frage, die niemand vollständig beantwortet: Was passiert mit der Ukraine, wenn Washington wegschaut?
Was die vom Sicherheitsrat verabschiedete Resolution besagt
Der verabschiedete Text schlägt einen dreistufigen Mechanismus zur Beendigung des Krieges vor. Biden übermittelte Katar die Botschaft, dass Israel den Vorschlag zur Waffenruhe akzeptiert. Das ist die offizielle Darstellung. Darüber hinaus ist Skepsis weit verbreitet: Die eigentliche Nachricht wäre, wenn Israel eine UN-Resolution einhalten würde, merkt eine der häufigsten Interpretationen an und erinnert daran, dass Texte des Sicherheitsrats den hebräischen Staat historisch nie bewegt haben.
Ein Teil der Analyse behauptet, dass die Resolution bei genauer Betrachtung weniger bedeutet, als sie scheint: Sie würde Israel erlauben, unter rechtlicher Deckung weiter in Gaza zu operieren, bis die Hamas die Gefreisetzten freilässt. Das bedeutet, dass der Waffenstillstand an die Übergabe der Festgehaltenen geknüpft wäre, was die Waffenruhe eher zu einem Druckmittel gegen die Hamas macht denn zu einem Bremsklotz für Israel.
Die Diskussion über die Reihenfolge der Ereignisse wird zum Kern des Problems. Manche verteidigen die Ansicht, dass die Hamas keine Geisel zurückgeben sollte, bevor die Bombardements eingestellt werden, Israel sich vollständig aus Gaza zurückzieht, die Familien der Getöteten entschädigt und das Gebiet mit eigenem oder Geld seiner Verbündeten wiederaufbaut. Dagegen steht die These, dass der 7. Oktober das Fass zum Überlaufen gebracht habe und dass Israel sich nicht töten lassen werde, ob mit oder ohne Geiseln.
Waffenstillstand als US-Wahlkampf-Kalkül
Die zynischste Lesart des Zeitplans ist auch die am meisten geteilte. Die Ankündigung erfolgt mitten im laufenden US-Präsidentschaftswahlkampf, wobei die Biden-Administration eine Schlagzeile braucht, die keine Eskalation darstellt. Die Waffenruhe wird als Geste präsentiert, nicht als Lösung, was erklärt, warum viele Reaktionen sie als Pause und nicht als Ende behandeln.
Dieser Verdacht erstreckt sich auf das übrige Schachbrett. Wenn Washington in Gaza aus innenpolitischen Gründen zieht, stellt sich die logische Frage, was mit der Ukraine passiert, wo die US-Unterstützung den Widerstand gegen Russland trägt. Der Zweifel bleibt unbeantwortet schweben: Niemand weiß, ob der Gaza-Waffenstillstand der erste Schritt eines größeren Rückzugs ist oder nur eine saisonale Image-Operation.
Was in Gaza noch steht und wer den Wiederaufbau zahlt
Der angesammelte Schaden ist das Argument, das keine Resolution löschen kann. "Wenn ohnehin nichts mehr steht", lautet die Frage nicht, ob es einen Waffenstillstand geben wird, sondern was wiederaufgebaut wird und mit welchem Geld. Der Wiederaufbau erscheint in der Diskussion als Rechnung, die im besten Fall die USA und ihre Partner zahlen würden, im schlechtesten Fall niemand.
Die andere Front betrifft die Opfer. Die Zahl, die durch die Debatte geistert, ist die der Tausenden getöteten Kinder, und darauf basiert die zentrale Anschuldigung: Dass die israelische Antwort jede Verhältnismäßigkeit überschreite, selbst wenn man eine vorherige Aggression zugestehe. Die israelische Verteidigung stützt sich auf die 400 Kilometer Tunnel unter Gaza und die Nutzung der Zivilbevölkerung als Schutzschild, ein Argument, das die Gegenseite als Vorwand liest, ganze Städte zu zerstören.
Recht auf Selbstverteidigung und die Karte, die es nie gab
Die juristische Debatte wird scharf formuliert: Das Recht auf Selbstverteidigung stünde dem Besetzten zu, nicht dem Besatzer. Unter dieser These könnte Israel kein Selbstverteidigungsrecht in einem Territorium geltend machen, das es kontrolliert, und die UN-Resolution wäre ein Pflaster auf einer Situation, die das Völkerrecht nicht löst.
Hinzu kommt die historische Diskussion über Karten. Ein Teil behauptet, dass es nie einen Staat Palästina gegeben habe und dass die kursierenden Karten erfunden seien, um ein schwaches Argument zu stärken. Andere erinnern daran, dass es Völker ohne anerkannten Staat gibt – Kurden, Kopten – und dass das Fehlen einer Nation Rechte nicht löscht. Die Diskussion verfängt genau dort, bei der Frage, ob das Fehlen eines früheren Staates die spätere Besetzung legitimiert oder nicht.
Der Waffenstillstand ist gebilligt, Israel sagt Ja und Katar hat die Nachricht. Was fehlt, ist eine Antwort auf die Frage, die alles eröffnet und abschließt: Was passiert am Tag danach, wenn die Bomben verstummen, falls sie verstummen? Dort endet die Analyse und beginnt das, was niemand unterschreibt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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