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Umfrage Pontevedra: 78 % wollen Vielfalt, lehnen Indoktrination ab
Eine Umfrage an Schulen in Pontevedra zeigt: 78 % befürworten Diversitätsbildung, lehnen aber vermeintliche Indoktrination ab, während Hassrede zunimmt.
In Pontevedra fordern 78 % der Befragten mehr Schulung zu Vielfalt und lehnen gleichzeitig Indoktrination ab
Der Stadtrat von Pontevedra (Concello de Pontevedra) wiederholte 2024 die Diversitätsumfrage, die er bereits 2019 an öffentlichen und halböffentlichen weiterführenden Schulen durchgeführt hatte. Mit fast tausend Antworten, doppelt so vielen beteiligten Lehrkräften und unbequemen Ergebnissen: Hassrede nimmt zu, aber auch die Ermüdung gegenüber Kampagnen. Manche antworteten nur, um den Fragebogen zu boykottieren, und hinterließen Sätze wie „Ein Schwuler verdient es nicht zu leben“. Die Studie ist nicht wissenschaftlich, sondern eine Momentaufnahme des Klassenzimmers.
Was die Diversitätsumfrage an den Instituten in Pontevedra misst
Die Arbeit wurde von Eva Mejuto koordiniert und verteilte sich auf ESO (Unterstufe), Bachillerato (Oberstufe) und FP (Berufsausbildung), mit besonderem Gewicht bei Schülern im Alter von 12 und 13 Jahren. An der Umfrage 2019 nahmen 892 Personen teil, von denen nur 30 Lehrer waren. Nun wurden fast tausend Antworten übertroffen und die Zahl der Lehrkräfte verdoppelt. Die Zentren mit der höchsten Beteiligung waren das Valle Inclán und das Xunqueira II.
Das daraus entstehende Bild ist schmeichelhaft. Über 20 % der Befragten, Schüler und Lehrer, geben an, verbale oder körperliche Angriffe gegen Mitglieder der Community beobachtet zu haben. Weniger als die Hälfte betrachten ihre Schule als sicheren Ort. Und bei der Fangfrage, ob Gaiität therapeutisch behandelt werden kann, sagen 64 % nein, verglichen mit 80 % vor fünf Jahren. 12 % glauben ja und 23 % sind unsicher.
78 % fordern mehr Vielfalt im Unterricht und lehnen Indoktrination ab
Hier liegt die Paradoxie, die die Initiatoren verwirrt. 78 % der Befragten halten es für notwendig, Vielfalt im Unterricht anzusprechen, gegenüber 80 % im Jahr 2019. Nur 61 % sehen diese Art von Umfrage positiv, verglichen mit 83 % zuvor. Unter denen, die Fragen offen ließen und Kommentare hinzufügten, häufen sich Hinweise darauf, dass „indoktriniert“ werde und dass diese Themen „dem Individuum gehören, nicht dem Zentrum“.
Manche behaupten, die Ablehnung richte sich nicht gegen Menschen, sondern gegen die Methode. Das ständige Mantra, es sei noch viel zu tun, prallt auf eine Schülerschaft, die bereits zwischen Respekt und permanenter Kampagne unterscheidet. Die optimistischste Berechnung geht davon aus, dass Exposition Toleranz erzeugt; das pessimistische Szenario geht davon aus, dass Sättigung Ablehnung produziert. Die Daten aus Pontevedra deuten auf Letzteres hin.
Warum Schüler von Diversitätskampagnen ermüden
Das Muster wiederholt sich in den gesammelten Kommentaren: Es ist kein Hass, es ist Übersättigung. Ein Teil der Schülerschaft empfindet, dass ihnen immer wieder dasselbe gesagt wird, mit Fragen, die sie als Fallen betrachten, und einem Tonfall, den sie als doktrinär identifizieren. Die Umfrage selbst gibt zu, dass viele grundlegende Konzepte nicht kennen, wie den Unterschied zwischen sens Orientierung und Geschlechtsidentität, und dennoch keine Notwendigkeit sehen, sie im Unterricht zu behandeln.
Eine andere Strömung deutet auf den gegenteiligen Effekt hin. Wenn die institutionelle Botschaft allgegenwärtig wird, ist die jugendliche Reaktion Widerstand. Es ist keine Ideologie, es ist das Alter. Das Ergebnis ist ein Kurzschluss: mehr Ressourcen, mehr Kampagnen, mehr gemessene Ablehnung.
Was geschah mit der Fangfrage zur Transsenstrans
Der Fragebogen enthielt eine zweite unbequeme Frage: Ob Transsenstrans eine Krankheit sei. 10 % antworteten mit Ja und etwas mehr als 11 % waren unsicher. Die Formulierung löste sogar außerhalb des Unterrichts Debatten aus, da klinische Definition und gesellschaftliche Wahrnehmung nicht immer übereinstimmen.
Der Schlüsselwert ist nicht die 10 %, sondern die 21 %, die zweifeln. Im Jahr 2019 hatten die meisten klarere Ansichten. Fünf Jahre später ist die Verwirrung im gleichen Tempo gewachsen wie die Exposition gegenüber dem Thema. Im Methodikversagen liegt ein Fehler.
Mit diesen Zahlen lautet die Frage nicht, ob man in Schulen über Vielfalt sprechen sollte, sondern wie man es tut, ohne dass die Botschaft abprallt. Der Stadtrat hat die Momentaufnahme. Die Behandlung steht noch aus.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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