Ukrainas EU-Beitritt: Korruptionsgeschäft und faule Schulden

Der EU-Beitritt der Ukraine umgeht Voraussetzungen. Korruption, faule Schulden und Kriegsrisiko: Die Kosten tragen europäische Steuerzahler.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

EU-Beitritt der Ukraine: Gewinnbringendes Geschäft oder faule Schulden?

Der Beitrittsprozess der Ukraine zur Europäischen Union verläuft in Eile und umgeht die üblichen Anforderungen mit einer Flexibilität, die alle Alarmglocken läuten lässt. Während Brüssel sich als historische Geste inszeniert, zeichnen wirtschaftliche Analysen ein ganz anderes Bild: Ein Land im Krieg, mit extrem hohen Korruptionsniveaus und explodierenden öffentlichen Schulden, die bei einem Beitritt zur Verantwortung der europäischen Steuerzahler würden.

Kann ein Land im Krieg der EU beitreten?

Artikel 42.7 des Vertrags über die Europäische Union (EUV), den Frankreich nach den Anschlägen von Paris 2015 anrief, regelt die Beistandsklausel. Ihre Anwendung auf die Ukraine würde bedeuten, dass jeder russische Angriff auf ukrainisches Gebiet alle Mitgliedstaaten zu militärischer Hilfe verpflichtete. Nach Ansicht einiger Analysten führt die EU bereits seit mindestens zwei Jahren einen Krieg gegen Russland; der Beitritt würde diesen Konflikt jedoch formell und direkt machen. Die Implikationen sind gewaltig: Ein Land mit einem BIP pro Kopf von nur 4.000 US-Dollar (im Vergleich zu 8.500 US-Dollar in Botswana, das nicht einmal Kandidat ist) und einer Verwaltung, die als die korrupteste Europas gilt, würde Strukturfonds erhalten und an den Entscheidungen des Blocks teilhaben.

Korruption und Schulden: Das eigentliche Geschäft

Die Ukraine führt die weltweiten Wahrnehmungsindizes für Korruption an. Während das Land ums Überleben kämpft, bereiten seine Eliten und die europäischen Akteure den Boden für das vor, was einige als „die lukrativste Wiederaufbaumaßnahme der Geschichte“ bezeichnen. Die Hunderte Milliarden Euro, die für die Sanierung des Landes benötigt werden, würden über intransparente Verträge und Provisionen fließen – ein Modell, das bereits im Irakkrieg zu beobachten war. Zudem würden die externen Schulden der Ukraine, die größtenteils gegenüber den USA bestehen, kollektiv: Europäer würden Zinsen für Kredite zahlen, die sie nicht ausgehandelt haben. Hier wird von „faulen Schulden“ gesprochen, einem juristischen Konzept, das die Bevölkerung davon befreit, das zu bezahlen, was ihre korrupten Regierungen aufgenommen haben.

Die menschliche Kostenfrage: Wer geht an die Front?

Der Beitritt hat nicht nur finanzielle Folgen. Die Verpflichtung zum gegenseitigen Beistand würde die Entsendung europäischer Truppen in die Ukraine im Falle eines russischen Angriffs bedeuten, ein Szenario, das viele als unvermeidlich ansehen. Gleichzeitig verschärft sich die kriegerische Rhetorik einiger europäischer Führer, und die Forderungen nach erhöhten Militärausgaben nehmen zu. Debatten über die Wiedereinführung der Wehrpflicht in mehreren Ländern spiegeln die Vorbereitung auf einen langwierigen Konflikt wider. Die schwebende Frage lautet, ob die europäischen Bürger bereit sind, die Integration eines gescheiterten Staates mit ihren Steuern und ihrem Blut zu bezahlen.

Mit diesen Voraussetzungen erscheint der Beitritt der Ukraine weniger als Solidaritätsakt denn als hochriskante finanzpolitische und geopolitische Operation, bei der immer dieselben verlieren: die Steuerzahler und die jungen Menschen, die in Brüssel keine Stimme haben.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (144 Antworten).

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